Der Arbeitsmarkt endet nicht an der Grenze. Schon seit jeher gab es an den Grenzen zu anderen Staaten einen regen Austausch an Waren, Dienstleistungen – und Personal. Menschen mit Wohnsitz in Frankreich arbeiteten und arbeiten in Deutschland und umgekehrt. Mit dem immer enger zusammenwachsenden Europa, den gemeinsamen Problemen und Herausforderungen wie Wirtschafts- und Eurokrise, demographische Entwicklung und Klimaschutz... werden die Kenntnisse über diesen grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt, über dessen Synergien und Probleme immer wichtiger.

Le marché du travail ne s'arrête pas à la frontière. Dans les régions frontalières, l’échange de marchandises, de prestations – et de personnel a toujours existé. Les personnes habitant en France travaillaient et travaillent en Allemagne et vice versa. Dans une Europe qui fusionne, face aux problèmes et défis communs comme la crise économique et la crise de l'Euro, le développement démographique et la protection du climat..., les connaissances de ce marché du travail transfrontalier, de ses synergies et problèmes sont aujourd’hui primordiales.

 

Das IAB Baden-Württemberg (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) ist eine Forschungseinrichtung der Agentur für Arbeit und beschäftigt sich – wie ihr Name bereits verrät – mit Studien zum Thema Arbeitsmarkt und Entwicklung der Arbeits- und Berufswelt. Seine Studie mit dem Titel „Grenzüberschreitender Arbeitsmarkt Straßburg-Ortenau, 1999 und 2007“ untersucht die Entwicklung und Struktur der Einpendlerzahlen nach Deutschland im genannten Zeitraum. Gar keine so einfache Aufgabe, wenn man bedenkt, dass dabei verschiedene Datenquellen sowohl auf französischer als auch auf deutscher Seite herangezogen werden mussten. Erhebungsmethoden, Datenkonzepte und Verwaltungsaufbau differieren national teilweise erheblich. Daher wurden im Zuge der Datenaufbereitung verschiedene Arbeitsschritte vorgenommen, um im Ergebnis die größtmögliche Vergleichbarkeit der analysierten Daten zu gewährleisten.


Die Präambel des Vertrags von Maastricht und die Freizügigkeit der Arbeitskräfte


Der im Jahr 1993 in Kraft getretene Vertrag von Maastricht formuliert in seiner Präambel den Entschluss der Mitgliedstaaten, den Prozess der europäischen Integration auf eine neue Stufe zu heben. Im Artikel 14 des EG-Vertrages wurden vier Grundfreiheiten festgelegt, die den freien Verkehr von Kapital, Waren, Personen und Dienstleistungen garantieren und die Integration der EU maßgeblich vorangetrieben haben. Mit dem Vertrag wurde gleichermaßen die rechtliche Grundlage für die Entwicklung eines europäischen Arbeitsmarktes gelegt.


Die Volkswirtschaften von Frankreich und Deutschland partizipieren durch ihre vielfältigen Austauschbeziehungen an dem entstehenden europäischen Wirtschaftsraum, und sie sind die jeweilig wichtigsten Handelspartner. Das Elsass gehört dabei zu den bedeutendsten Zielregionen deutscher Investitionen in Frankreich.


Während die Freizügigkeit der Waren weit fortgeschritten ist, wirken auf die Freizügigkeit der Arbeitskräfte (also das Recht, sich im Zusammenhang mit der Aufnahme und der Ausübung einer Beschäftigung in alle EU-Mitgliedsstaaten zu begeben) Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und unterschiedliche Arbeitsmarktstrukturen sowie verschiedene soziale Sicherungssysteme nach wie vor hemmend. Die EU-Kommission unterstützt gleichwohl die grenzüberschreitende Mobilität, auch weil diese geeignet ist, bestehende Disparitäten der regionalen Arbeitsmärkte abzumildern. Mit der zunehmenden europäischen Integration gewinnt dabei das Grenzpendeln im EU-Binnenraum an Relevanz. Das grenzüberschreitende Pendeln von Personen stellt eine besondere Form der Nutzung der Freizügigkeit des europäischen Arbeitsrechtes dar, weil diese Grenzgänger in einem Mitgliedstaat der EU arbeiten, ihren Wohnsitz jedoch in einem anderen Mitgliedstaat haben.


Im Fokus: Der grenzüberschreitende Wirtschaftsraum Straßburg-Ortenau


Die europäische Integration intensivierte die Verflechtung der deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen in den vergangenen Jahren. Besonders die Region Elsass profitierte von der wirtschaftlichen Dynamik nach Öffnung des EU-Binnenmarkts und der EU-Osterweiterung. Dennoch hemmen weiterhin sprachliche und kulturelle Unterschiede sowie abweichende Rechts- und Steuersysteme den grenzüberschreitenden Austausch.


Das Zusammenwachsen der internationalen Märkte wird von verschiedenen Bemühungen auf den einzelnen regionalen Ebenen begleitet. Zur deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinregion zählen die vier Teilgebiete Elsass, Nordwestschweiz (Basel und Umgebung), Südpfalz und Baden. Aus den gemeinsamen Bestrebungen ist eine Vielzahl von Gremien und Konferenzen entstanden: Oberrheinkonferenz, Oberrheinrat, Drei-Länder-Konferenzen, Eurodistrikte, das Kooperationsnetzwerk der Agenturen EURES-T Oberrhein sowie Kooperationen auf Verbandsebene (z.B. der Industrie- und Handelskammern). Im Dezember 2010 wurde darüber hinaus die „Metropolregion Oberrhein“ gegründet. Ziel ist es, die bisherige Kooperation gesellschaftlich breiter zu verankern. Neben der politischen Ebene sollen zukünftig die Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stärker eingebunden werden.

Die Region Straßburg-Ortenau, auf die sich die Analyse fokussiert, gilt als wichtigstes Arbeitsmarktzentrum in der Region. Besonders in dieser Teilregion gibt es zahlreiche grenzüberschreitende Projekte in Politik und Wirtschaft. Hervorzuheben ist zum Beispiel die Gründung des „Eurodistrikts Straßburg-Ortenau“ - bestehend aus der Stadtgemeinschaft Straßburg (CUS) und dem Ortenaukreis – im Jahr 2005.

Es lohnt sich also, der Frage nachzugehen, inwieweit sich die Wirtschafts- und Arbeitsmarktstrukturen durch die Zusammenarbeit verändert haben und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten weiterhin bestehen.


Die Studie im Detail - Übersicht


Die IAB-Studie untersucht dabei folgende Aspekte:


  • Beschäftigung: die Beschäftigung nach Altersgruppen, nach Geschlecht, nach Qualifikation, nach Wirtschaftszweigen und nach Berufen.

  • Arbeitslosigkeit: Entwicklungen des Arbeitslosenbestands, Arbeitslose nach Alter und Geschlecht, Arbeitslose und offene Stellen

  • Löhne: Lohnentwicklung, Löhne nach Geschlecht

  • Pendler: Entwicklung und Struktur der Pendlerströme, Pendler nach Geschlecht, nach Alter, nach Qualifikation, nach Wirtschaftszweigen.


Fazit der Studie


Durch die europäische Integration hat sich die Verflechtung der deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen in den vergangenen Jahren noch intensiviert. Die transnationalen Verbindungen finden sich auch auf regionaler Ebene. So wird in der Region Straßburg-Ortenau, die das Arbeitsmarktzentrum des Oberrheins darstellt, der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt mit allein über 6000 Pendlern aus dem Elsass von den lokalen Akteuren als gemeinsamer Wirtschaftsraum verstanden. Dabei unterscheiden sich die Arbeitsmarktstrukturen und -bedingungen auf beiden Seiten der Grenze erheblich. Gerade diese Arbeitsmarktdisparitäten bieten aber ein beträchtliches Potenzial, insbesondere für mobile Arbeitskräfte. Ein Austausch von Arbeitskräften über nationalen Grenzen gestaltet sich zum beiderseitigen Vorteil, insbesondere wenn es gelingt, Arbeitsmarktungleichgewichte in den Regionen zu reduzieren.


Die ausführliche Studie (auf deutsch und französisch) kann kostenlos unter www.iab.de heruntergeladen werden.

L'institut pour la recherche sur le marché du travail et les métiers, l'IAB Bade-Wurtemberg (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), est une institution de recherche de l'agence pour l'emploi allemande qui s'occupe – comme son nom l’indique – des études sur le marché du travail et le développement du monde du travail et des métiers. Son étude intitulée « Le marché du travail transfrontalier Strasbourg-Ortenau, entre 1999 et 2007 » examine l'évolution et la structure du nombre de travailleurs frontaliers en Allemagne sur cette période. Ce n'est pas si facile, étant donné que l'analyse a été réalisée à l'appui de différentes sources de données extraites tant du côté français que du côté allemand. Les méthodes d'enquête, la conception des données et l'organisation administrative diffèrent parfois considérablement d'un pays à l'autre. Lors de la préparation des données, différentes étapes de travail ont ainsi été mises en place afin d'obtenir la meilleure comparaison possible entre les données analysées.


Le préambule du traité de Maastricht et la libre circulation de la main d'œuvre


Le traité de Maastricht, mis en application en 1993, formule dans son préambule la décision des États membres d'élever le processus d'intégration européenne à un niveau supérieur. L'article 14 du traité de la Communauté européenne (CE) définit les quatre libertés fondamentales qui garantissent la libre circulation du capital, des marchandises, des personnes et des services qui ont approfondi l'intégration de l'Union européenne. Ce traité a également posé les bases juridiques pour le développement d'un marché européen du travail.


De par leurs échanges multiples, les économies nationales de la France et de l'Allemagne participent à la création d'un espace économique européen et représentent les partenaires commerciaux respectifs les plus importants. Dans ce sens, l'Alsace fait partie des régions cibles les plus importantes au niveau des investissements allemands en France.


Alors que la libre circulation des marchandises est largement poursuivie, la libre circulation de la main d'œuvre, quant à elle (donc le droit de se rendre dans un des états membres de l'UE dans le but d'exercer une activité professionnelle), continue de se heurter à des barrières linguistiques, à des différences culturelles et des structures du marché du travail différentes ainsi qu'à des systèmes de sécurité sociale différents. Pourtant, la Commission de l'UE soutient la mobilité transfrontalière, également parce que celle-ci est nécessaire pour atténuer les disparités qui existent sur les marchés du travail au niveau régional. Avec le renforcement de l'intégration européenne, le travail frontalier au sein des pays de l'UE a pris une signification plus importante. Le travail frontalier des personnes

représente une forme particulière de jouissance de ce droit européen de libre circulation au niveau du travail étant donné que les frontaliers travaillent dans un état membre de l'UE tout en résidant dans un autre pays européen.


Zoom sur l'espace économique transfrontalier Strasbourg-Ortenau


Au cours des dernières années, l'intégration européenne a permis d'intensifier les relations économiques

franco-allemandes. La région alsacienne a notamment profité du dynamisme économique suivant l'ouverture du marché intérieur de l'UE et de l'élargissement à l'Est. Cependant, des différences linguistiques et culturelles ainsi que des systèmes juridiques et fiscaux différents continuent d'entraver l'échange transfrontalier.


La convergence des marchés internationaux est accompagnée d’efforts réalisés à différentes échelles sur le plan régional. Cet espace franco-germano-suisse se compose de quatre régions : l'Alsace, le Nord-Ouest de la Suisse (Bâle et alentours), le Sud du Palatinat et le pays de Bade. Suite aux efforts communs, de nombreuses instances et conférences ont été mises en place : Conférence du Rhin supérieur, Conseil du Rhin supérieur, Conférence franco-germano-suisse, Eurodistrict, le réseau de coopération des agences EURES-T du Rhin supérieur ainsi que des coopérations sur le plan des associations (par ex. des chambres du commerce et de l’industrie). En

outre, la « Région métropolitaine du Rhin supérieur » a été créée en décembre 2010. De même, une consolidation de la coopération plus large que celle réalisée jusqu'à présent est envisagée sur le plan social. En dehors des aspects politiques, les domaines relatifs à l'économie, aux sciences et à la société civile devraient à l'avenir être davantage intégrés.


La région Strasbourg-Ortenau, sur laquelle se base l'analyse, représente le plus important pôle du marché du travail dans la région. De nombreux projets transfrontaliers notamment dans le domaine de la politique et de l'économie sont mis en place dans cette partie de la région. Rappelons notamment la fondation de l'« Eurodistrict Strasbourg-Ortenau » en 2005.

On peut se demander dans quelle mesure la collaboration a modifié les structures de l'économie et du marché du travail et quelles ressemblances / différences continuent d'exister.


L'étude en détail - Aperçu


L'étude de l'IAB traite les aspects suivants :

 

  • L'emploi : l'emploi en fonction des tranches d'âge, du sexe, des qualifications, des secteurs d'activité et des types de métiers.

  • Le chômage : les évolutions du nombre des demandeurs d'emploi, le chômage en fonction de l'âge et du sexe, les chômeurs et les postes vacants.

  • Les salaires : l'évolution des salaires, salaires en fonction du sexe.

  • Les travailleurs frontaliers : l'évolution et la structure des flux de travailleurs frontaliers, les travailleurs frontaliers en fonction du sexe, de l'âge, de la qualification, des secteurs d'activité.


La conclusion de l'étude


Ces dernières années, l'intégration européenne a permis d'intensifier les

relations économiques franco-allemandes. Ces liens transnationaux se retrouvent également à l’échelle régionale. Ainsi, le marché du travail transfrontalier avec plus de 6000 travailleurs transfrontaliers est perçu par les acteurs locaux dans la région de Strasbourg-Ortenau (considérée comme le pôle du marché du travail dans la région du Rhin supérieur) comme un espace économique commun. Les structures et les conditions du marché du travail sont très différentes d'un côté comme de l'autre de la frontière. Ces disparités offrent cependant un potentiel énorme, notamment pour les travailleurs mobiles. Un échange de main d'œuvre de part et d'autre de la frontière se révèle être un avantage mutuel et ceci d'autant plus s'il permet de réduire les inégalités du marché du travail dans ces régions.


L'étude détaillée (en allemand et en français) peut être téléchargée gratuitement sur le site www.iab.de.