Job in der Partnerstadt


Von: Astrid Schlömer

De: Astrid Schlömer

Praktikum in der Schnapsbrennerei in Coquainvilliers

Mein Praktikum in der Schnapsbrennerei „Espace Boulard“ („Bistro Normand“) dauerte 4 Wochen. Meine Aufgaben bestanden darin, die Touristen durch die Schnapsbrennerei zu führen und ihnen in etwa 20 bis 30 Minuten (in deutsch, englisch oder französisch) zu erklären, wie Calvados gebrannt wird. Danach gab es eine Verkostung im Bistro, um den Touristen die unterschiedlichsten Produkte schmackhaft zu machen.

Für mich hieß es anschließend Gläser spülen und neue Flaschen aus dem Lager holen, damit es keinen Engpass gibt, wenn neue Touristen kommen. Zum Glück wurden diese 4 Wochen gar nicht so schlimm wie erwartet. Ich bin mit einem unguten Gefühl in den Calvados gefahren und durfte feststellen, dass es ein sehr spannendes und lehrreiches Praktikum wurde. Am ersten Tag hat mir eine sehr nette Kollegin, Julie, viel geholfen. So haben wir uns zum Beispiel geeinigt, dass ich die Führung am ersten Tag einfach nur ins deutsche übersetze. Am Ende der ersten Woche hielt ich Führungen in allen drei Sprachen: Ein recht harter Start, aber das Schlimmste war überstanden. Die Arbeit machte auf jeden Fall Spaß, am meisten wenn ich mich in zwei oder drei Sprachen gleichzeitig unterhalten musste. So durfte ich zum Beispiel mal eine Führung auf Deutsch und auf Französisch gleichzeitig halten. Da ich ein Studium an der Würzburger Dolmetscherschule mache, kann ich nur sagen, dass dieses Praktikum ein wirkliches Training war. Auch wenn vier Wochen keine lange Zeit sind, so konnte ich doch mein französisch so weit wieder auffrischen, dass man nicht merkt, dass ich mich im letzen Jahr stark verschlechtert habe. Mein Ziel - viel zu sprechen- habe ich ohne Probleme erreicht. Mir ging es nicht so, wie anderen Praktikanten, die oft alleine vorm Computer sitzen müssen. Mit den Touristen habe ich natürlich meistens nur über die Firma Bou-lard und den Calvados gesprochen, aber in den Gesprächen mit meinen Kolleginnen konnte ich auch Alltagsfranzösisch üben. Am besten eignet sich dazu natürlich die Mittagspause. Es dauerte etwas bis ich mich an die normannische Küche gewöhnt hatte, aber mittlerweile bin ich echter Fan des normannischen Fondues (geschmolzen Käse mit Wurst und Baguette) Zu schade, dass es in Deutschland keinen Pont-l’Evêque gibt! Außerdem habe ich mit meinen Kolleginnen und Kollegin Freundschaften schließen können. Mit meinem Chef, Herrn Brulé habe ich mich sehr gut verstanden und er war mit meiner Arbeit so zufrieden, dass er mir erlaubt hat noch mal in den Osterferien für nur 2 Wochen ein Praktikum zu machen.


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Der Bericht von Katja über ihr Prakitkum in Paris

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