


KINDERGEBRÜLL ODER ESELSGESCHREI? WARUM EIN AU-PAIR-AUFENTHALT BESSER IST ALS SEIN RUF
HURLEMENTS D'ENFANTS OU D'ÂNES ? OSEZ LE SÉJOUR AU PAIR !
Endlich richtig Französisch lernen, aber keine Lust auf einen langweiligen Sprachkurs? Wer Wäscheberge, dreckiges Geschirr und Kindergeschrei nicht scheut, für den ist ein Au-pair-Aufenthalt wie gemacht!
Envie d'apprendre à fond le français, mais pas de suivre un cours de langue ennuyeux ? Si les tas de linge à laver, la vaisselle sale et les hurlements d'enfants ne te font pas peur, le séjour au pair est fait pour toi !
Scheinbar irrsinnige Grammatikregeln, tonnenschwere Wörterbücher und nicht enden wollende Vokabellisten: Das Erlernen einer Fremdsprache macht leider nicht immer so viel Spaß, wie Eltern und Lehrer es einen glauben machen wollen. Und wenn man dann endlich die vier Fälle des Deutschen und den französischen Subjonctif verstanden hat, bedeutet das natürlich immer noch nicht, dass man in Frankreich ein Bankkonto eröffnen oder in Deutschland auf einer Party eine vernünftige Unterhaltung führen kann. Denn das Sprechen lernt man immer noch am Besten, wenn man einmal längere Zeit im Nachbarland gelebt hat. Wer dazu noch Kinder mag und nicht an einer angeborenen Scheu vor Hausarbeit leidet, könnte bei einem mehrmonatigen Au-pair-Aufenthalt sein Glück finden. Denn das Au-pair-Dasein ist besser als sein Ruf! Die Erfahrung hat auch Marta, die französische Sprach- und Literaturwissenschaft in Krakau studiert, gemacht. Da ihr die praktischen Sprachübungen an der Uni nicht genug waren und sie endlich fließend Französisch lernen wollte, packte sie im Sommer 2004 kurzerhand ihre Sachen und fuhr mit dem Bus in die Provence, wo ihre Gastfamilie sie auf einem pittoresken Bauernhof erwartete: „Für mich hatte der Au-pair-Aufenthalt vor allem eine praktische Seite: Ich wollte nach Frankreich, um endlich einmal Französisch zu sprechen, mit den Einheimischen zusammen zu leben und ihre Kultur und Lebensweise besser kennen zu lernen.“
Zirkuskolonien, Kinderhüten und Wanderungen mit Eseln
Ihren Au-pair-Platz hatte sie über eine kleine polnische Organisation gefunden, die ihr den Kontakt zur Familie in Frankreich vermittelte und sie vor und nach dem Aufenthalt betreute. In Südfrankreich angekommen, brauchte sie dann auch nicht lange, um sich einzuleben: Die tägliche Hausarbeit und das Kinderhüten auf dem Bio-Bauernhof, dessen Besitzer gleichzeitig eine Hilfsorganisation, ein Lehrprojekt und mehrere Sommerkolonien unterhielten, verschlang zwar viel Zeit,aber Marta hatte trotzdem genug Gelegenheiten, zum Schwimmen ans Meer zu fahren, an Wanderungen mit Eseln durch die provenzalischen Berge teilzunehmen oder bei Zirkusprojekten jonglieren zu lernen. Sonntags hatte sie dabei immer frei und konnte die Städte und Dörfer der Umgebung erkunden. Deswegen blieb sie am Ende länger als geplant, obwohl sie eigentlich schon längst wieder zurück in Krakau hätte sein sollen: „Das war wirklich ein guter Weg, mein Französisch zu verbessern. Am meisten habe ich wohl über die richtige Aussprache und Wortwahl gelernt.“ Allerdings merkte sie auch, dass selbst Muttersprachler nicht immer so genau wissen, was sie eigentlich sagen: „Manchmal waren sich die Franzosen selbst nicht sicher, ob ein Substantiv männlich oder weiblich ist. Einmal haben sie sogar eine richtige Diskussion angefangen, ob es le oder la nutella heißt!“
Diese Dinge lernt man natürlich nicht unbedingt im Schul- oder Sprachunterricht, aber sie machen die gesprochene Sprache ebenso aus wie die korrekte Anwendung des Subjonctif. Was gäbe es also Besseres, als eine Fremdsprache vor Ort im Gespräch mit den Einheimischen zu lernen? Der Wunsch, eine andere Sprache und Kultur nicht nur während des Sommerurlaubs, sondern auf längere Zeit kennen zu lernen, war wohl einer der Auslöser für die Entstehung des Au-pair-Konzepts. Der französische Ausdruck „au pair“ bedeutet dabei so viel wie „zu gleichen Teilen“, da die Au-pair-Mädchen oder -Jungen als Gegenleistung für ihre Arbeit von der Familie Kost und Logis und ein monatliches Taschengeld erhalten. Wie viel der Arbeitszeit dabei auf Kinderbetreuung oder leichte Mithilfe im Haushalt entfällt, hängt von der Organisation und der jeweiligen Familie ab. Toiletten putzen und andere Arbeiten, die von den meisten nicht unbedingt gerne übernommen werden, fallen dabei ausdrücklich nicht in den Aufgabenbereich der Au-pairs. Dazu zählt eher das gelegentliche Essen Kochen, das Aufräumen der Kinderzimmer oder die Begleitung der Kinder zu Schule und Kindergarten. Wenn der Au-pair-Aufenthalt ein ganzes Jahr und nicht nur wenige Monate dauert, haben Au-pairs außerdem Anspruch auf Urlaub. Wer aber besonders schnell die Sprache des Gastlandes erlernen und weniger Zeit mit Kinderhüten verbringen will, für den könnte ein Demi-pair-Aufenthalt interessant sein: Bei dieser Variante arbeitet man nur halbtags in der Familie und besucht während der zweiten Tageshälfte einen Sprachkurs. Dieses relativ neue Au-pair-Modell ist allerdings in Europa noch nicht sehr verbreitet und bietet sich vor allem für Aufenthalte in den USA und Kanada an.
Au-pair-Organisationen gibt es wie Sand am Meer... aber aufgepasst!
Einen Au-pair-Aufenthalt in die Wege zu leiten ist dabei ganz einfach. Die meisten Organisationen wie z.B. Multikultur oder Via e.V., die Au-pair-Plätze in Deutschland und Frankreich vermitteln, sind private Agenturen oder eingetragene Vereine, die meist eine Bearbeitungsgebühr ab 100 Euro für die Vermittlung an eine Familie verlangen. Aber auch beim Deutsch-französischen Jugendwerk (DFJW) oder auf Internetportalen wie france-allemagne.fr kann man fündig werden. Die Faustregel dabei lautet: Was genau leistet die Agentur oder der Verein? Wie werde ich betreut und an wen kann ich mich wenden, wenn es Probleme gibt? Besonders die finanziellen Details sollte man früh genug abklären, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Berichte von Au-pairs, die während ihres Aufenthalts täglich 15 Stunden arbeiten mussten, kein Taschengeld und keinen freien Tag erhielten, sind leider keine Seltenheit. Besonders deswegen sollte man sich seine Organisation genau aussuchen, alle Details absprechen und sich über seine Ansprechpartner im Klaren sein. Marta hatte bei ihrem Au-pair-Aufenthalt Glück: Sie verstand sich nicht nur sehr gut mit ihrer Gastfamilie, sondern lebte sich auch schnell auf dem französischen Bauernhof ein. Und weil es so schön war, ist sie seitdem fast jedes Jahr als „Sommer-Au-pair“ in die Provence zurückgekehrt – und das nicht mehr nur, um ihr Französisch zu verbessern.
Bildnachweis: (C) Katford/flickr
Des règles grammaticales à apprendre par cœur, des dictionnaires qui pèsent des tonnes et des listes interminables de mots à retenir : l'apprentissage d'une langue étrangère n'est malheureusement pas toujours aussi amusant que ce que nous font croire nos parents ou professeurs. Maîtriser les déclinaisons en allemand ou le subjonctif en français ne signifie pas pour autant qu’on est capable d’ouvrir un compte bancaire en France ou de mener une conversation sensée lors d'une fête en Allemagne. Car on apprend toujours mieux à parler une langue étrangère en vivant quelque temps dans le pays voisin. Tu aimes les enfants et tu ne souffres pas d'une répulsion viscérale à l'égard du ménage ? Un séjour au pair pourrait faire ton bonheur ! Heureusement, la vie des jeunes au pair est bien meilleure que ce qu’on a tendance à croire. C'est l'expérience qu'a fait Marta, étudiante en langue et littérature françaises à Cracovie. Parce que les exercices pratiques linguistiques à l'université ne lui suffisaient pas et qu’elle voulait apprendre à parler couramment français, elle a fait ses valises sans plus attendre au cours de l’été 2004 et est allée en bus en Provence où sa famille d'accueil l'attendait dans une petite ferme pittoresque : « pour moi, le séjour au pair avait avant tout un côté pratique : je voulais vivre en France pour parler français, vivre avec les habitants et mieux connaître leur culture et leurs habitudes. »
Colonies de cirque, babysitting et promenades avec des ânes
Marta a trouvé sa place de fille au pair grâce à une petite organisation polonaise qui l’a mise en contact avec la famille française et s’est occupée d'elle avant et après son séjour. Arrivée dans le Sud de la France, elle n’a pas mis longtemps à s'acclimater à la vie dans la ferme bio dont les propriétaires soutenaient en même temps une association humanitaire, un projet pédagogique et plusieurs colonies de vacances. Malgré le ménage quotidien et le babysitting qui ont occupé une grande partie de son temps, Marta a quand même eu de nombreuses occasions d'aller se baigner à la mer, de participer à des promenades avec des ânes à travers les montagnes provençales ou d'apprendre à jongler dans un projet de cirque. Elle a pu profiter de ses dimanches libres pour visiter les villes et villages alentours. C'est une des raisons pour lesquelles elle est restée plus longtemps que prévu, au lieu de rentrer à Cracovie : « c'était vraiment un bon moyen pour améliorer mon français. J'ai peut-être le plus appris au niveau de la prononciation et du vocabulaire. » Mais elle s’est aussi rendu compte que même les locuteurs natifs ne savaient pas toujours très bien ce qu'ils disaient : « parfois, même les Français n'étaient pas sûrs si un substantif était masculin ou féminin. Une fois, ils ont même commencé un vrai débat pour décider si on disait le ou la nutella ! »
Bien évidemment, ce sont des choses qu'on n'apprend pas en cours de langue, mais elles font autant partie du langage parlé que l'emploi correct du subjonctif. Quel meilleur moyen donc que d'apprendre une langue étrangère sur place en parlant avec les autochtones? C'est avant tout la volonté de connaître une autre langue et culture durant les vacances d'été, voire plus longtemps, qui est est à l’origine du concept des jeunes au pair. Dérivé de l'expression française « au pair », qui signifie « à parité » ou « à égalité », le système prévoit que les jeunes au pair soient logés et nourris et reçoivent une certaine somme d'argent de la famille, en échange de leurs services. Le nombre d'heures prévues pour le babysitting et les tâches ménagères simples dépend souvent de l'organisation familiale. Mais le nettoyage des toilettes et les autres travaux dont personne ne veut s’occuper en général, ne font a priori pas partie des tâches des jeunes au pair. Il s’agit plutôt de la préparation occasionnelle des repas, du rangement des chambres des enfants ou l'accompagnement des enfants à l'école primaire ou maternelle. Si le séjour au pair dure toute une année et non seulement quelques mois, les jeunes au pair ont droit à des vacances. Mais si tu veux apprendre rapidement la langue du pays et passer moins de temps à faire du babysitting, tu peux opter pour un séjour demi-pair : avec cette variante, tu ne travailles qu'à mi-temps dans la famille et suis un cours de langues pendant la deuxième moitié de la journée. Mais ce nouveau modèle n'est pas encore très répandu en Europe et est surtout proposé aux États-Unis ou au Canada.
Les organisations au pair font légion... mais attention!
Un séjour au pair est particulièrement facile à organiser. La plupart des organisations qui fournissent des places pour jeunes au pair en France et en Allemagne, comme par exemple Multikultur ou VIA e.V., sont des agences privées ou des associations qui facturent des frais de dossier à partir de 100 euros pour le placement dans une famille. Mais tu peux également trouver des annonces sur le site de l'Office franco-allemand pour la jeunesse (OFAJ) ou sur des portails internet comme france-allemagne.fr. Il est important dans ces cas-là de se poser les bonnes questions: quelles sont les prestations exactes de l'agence ou de l'association ? Comment s'occupe-t-on de moi et à qui puis-je m'adresser en cas de problèmes ? En outre, les aspects financiers doivent être réglés en avance pour éviter des surprises désagréables. Des histoires de jeunes au pair qui ont dû travailler 15 heures par jour sans recevoir d'argent de poche ou sans avoir une journée libre, ne sont malheureusement pas rares. Pour cette raison avant tout, il faut choisir soigneusement l’organisme de placement, convenir de tous les détails avant le séjour et bien connaître les interlocuteurs. Lors de son séjour au pair, Marta a eu de la chance : non seulement elle s'entendait très bien avec sa famille d'accueil, mais elle s'est aussi très vite acclimatée à la vie à la ferme. Et elle y était tellement heureuse, qu’elle est retournée en Provence presque tous les ans, depuis, en tant que « fille au pair estivale » – et ce pas seulement pour améliorer son français !
Image: (C) Katford/flickr
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