Lust auf Urlaub, aber das nötige Kleingeld für eine Reise in den Schwarzwald oder an die Loire fehlt? Wie gut, dass es die deutsch-französischen Freiwilligendienste gibt!

Envie d'aller en vacances ? Mais vous manquez de moyens pour partir en voyage, découvrir la Forêt noire ou les Pays de la Loire? Quelle chance alors qu'il y ait les volontariats d'été franco-allemands!

Diese sind gerade in den Sommermonaten eine gute Alternative für alle, die gerne das Nachbarland entdecken, aber nicht gleich ein ganzes Austauschjahr absolvieren wollen oder zwei Wochen im Hotel finanzieren können. Und wenn es schon Sommer ist, sollte man doch auch an der frischen Luft sein! Ob man nun bei der Traubenernte in Südfrankreich hilft, sich in Rouen für Obdachlose engagiert, in Ostdeutschland Biogemüse erntet oder in einer Waldschule im Harz arbeitet – es gibt viel zu tun und die Sommerferien werden sicher nicht langweilig...

Natürlich kennt fast jeder in Deutschland das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr (FSJ bzw. FÖJ) und auch Franzosen ist der Service civil, der seit 2010 Service civique heißt, ein Begriff. Dass man diese Freiwilligendienste auch im jeweiligen Nachbarland absolvieren kann, sorgt auch nicht mehr für Überraschung. Aber was macht man, wenn man nur die Sommermonate frei hat und nicht gleich ein ganzes Jahr in Toulouse oder Leipzig verbringen will? Dann sollte man sich unbedingt für einen der vielen deutsch-französischen Feriendienste anmelden, die von Juni bis Oktober in jedem Bundesstaat und jedem département stattfinden. Die klassische Variante bietet noch immer das Deutsch-französische Jugendwerk (DFJW) bzw. das Office franco-allemand pour la jeunesse (OFAJ): Deren Workcamps bzw. chantiers können von der Restaurierung einer Mauer  bis zum Anlegen eines Wanderpfades reichen, werden von unterschiedlichen deutschen und französischen Organisationen getragen und dauern meist zwei bis drei Wochen. Und wer am Ende dieser Zeit gleich im Nachbarland bleiben will, kann immer noch einen längeren, vom DFJW angebotenen Freiwilligendienst dran hängen.

Ökologie mal ganz konkret: vom Gemüsefeld in den Bergwald

In Zeiten, in denen jeder von Nachhaltigkeit, pestizidfreiem Gemüse und Energiewirtschaft spricht, ist ein Arbeitseinsatz auf einem Biobauernhof keine schlechte Idee, um allzu theoretische Debatten wieder zurück auf den Ackerboden der Tatsachen zu bringen. Eine gute Möglichkeit, schnell und unbürokratisch einen Platz auf einem Bauernhof zu finden, bietet die internationale Organisation World Wide Opportunities on Organic Farms (WWOOF), die auch in Deutschland und Frankreich aktiv ist. Einfach anmelden, einen kleinen Mitgliedsbeitrag zahlen und sich einen Bauernhof aussuchen. Von Unkrautrupfen bis Pferdefüttern und Ziegenstallbauen ist alles dabei und nebenbei kann man sich auch noch in den Dialekt der südfranzösischen oder sächsischen Bauern einhören. Unterkunft und Verpflegung ist dabei natürlich kostenlos, was das Wwoofing für den leeren Schüler- und Studentengeldbeutel zum idealen Sommerurlaub macht.

Wem aber der Wald mehr liegt als die Wiese, der ist beim Bergwaldprojekt gut aufgehoben. Die Mitarbeiter dieses Vereins setzen sich für den Schutz und die Pflege insbesondere des Bergwaldes in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Catalunya und der Ukraine ein und organisieren  einwöchige Arbeitseinsätze und Waldwanderungen. Bei der Erkundung der bayerischen Voralpen oder des Schwarzwalds lernt man dabei nicht nur Baumarten unterscheiden und praktischen Umweltschutz, sondern auch, wie man eine Linsensuppe über einer offenen Feuerstelle kocht. Bezahlen muss man für die Unterbringung in der Forst- oder Alpenhütte nichts, nur auf eventuell härtere Betten und kaltes Wasser sollte man sich einstellen. Ansonsten steht das Projekt aber jedem zwischen 18 und 88 Jahren offen, der den deutschen Wald und seine europäischen Nachbarn kennen lernen möchte. Diesen Sommer gibt es sogar eine kleine Dreingabe: Im August feiert das deutsche Bergwaldprojekt sein 20jähriges Bestehen mit einer langen „Waldweitwanderung“ vom Harz bis an den Main, an der jeder Wanderlustige teilnehmen kann.

Auf den Spuren der Emmausjünger oder doch lieber Traubennaschen?

Wem das Soziale mehr liegt als Unkrautrupfen, dem könnte Emmaüs gefallen. Die 1949 von Abbé Pierre in der Nähe von Paris gegründete Organisation setzt sich schon seit vielen Jahren für sozial Benachteiligte in unserer Gesellschaft ein und organisiert in den Sommermonaten auch Workcamps. Die Verantwortlichen von Emmaüs sehen das volontariat d'été vor allem als Möglichkeit, solidarisches Handeln zu praktizieren und zwischenmenschlichen Austausch zu pflegen. Während des mindestens acht Tage dauernden Dienstes können Freiwillige beim Einsammeln von Spenden, der Trennung und Ordnung von Kleidung, Möbeln und Haushaltsgegenständen und dem Verkauf in den Emmaüs-Filialen helfen. Unterkunft und Verpflegung der Freiwilligen werden dabei von der Emmaüs-Gemeinschaft vor Ort organisiert. Wer also schon immer einmal nach Rouen oder Orléans wollte, sollte sich diesen Sommer unbedingt den Emmausjüngern anschließen!

Und natürlich gibt es auch einen Sommerjob, von dem Weinfreunde träumen: Bei der Weinernte in Frankreich werden ab September immer helfende Hände gesucht, mal gegen Bezahlung, mal auf Freiwilligenbasis. Die Suche nach einem Erntehelferplatz ist relativ leicht, wenn man sich früh genug darum bemüht. So vermittelt die Organisation Appellation contrôlée beispielsweise Arbeitsplätze im Beaujolais und Mâconnais, aber auch in den Stellenanzeigen des französischen Arbeitsamts Pôle emploi wird man fündig. Kost und Logis sind meist inbegriffen und die tägliche Weinprobe darf natürlich auch nicht fehlen. Deswegen akzeptieren die meisten Weinberge nur Helfer, die mindestens 18 Jahre alt sind. Andere Beschränkungen gibt es aber nicht, außer dass man in guter körperlicher Verfassung sein sollte, denn die langen Arbeitsstunden im Weinberg können schnell ermüdend sein. Doch die Rückenschmerzen lassen sich beim Traubennaschen mit den französischen Kollegen schnell vergessen und die Urlaubsfotos mit Strohhut in der Bourgogne sind sicherlich farbenfroher, als die eines normalen Urlaubs es je hätten sein können!

Presque tout le monde en Allemagne connaît le Freiwilliges Soziales ou Ökologisches Jahr (FSJ ou FÖJ /« Année de volontariat social ou écologique ») et le Service civil, surnommé Service civique depuis 2010, est un concept familier en France. De même, le fait qu’il est possible de faire ces différents volontariats dans le pays voisin n’est plus un mystère pour personne. Mais que fait-on quand on n'est libre que pendant les mois d'été et qu’on ne souhaite pas passer une année entière à Toulouse ou à Leipzig? Dans ce cas, vous devriez vous inscrire à l’un des nombreux volontariats d'été franco-allemands qui ont lieu entre juin et octobre dans tous les départements et tous les Bundesstaaten. L’Office franco-allemand pour la jeunesse (OFAJ) offre la variante classique : les chantiers ou Workcamps s'étendent de la restauration d'un mur jusqu'à l'aménagement d'un chemin de randonnée et sont organisés par différentes organisations allemandes et françaises. D'habitude, ils durent deux ou trois semaines, mais celui qui ne veut plus quitter le pays voisin après un tel chantier peut enchaîner avec un volontariat plus long, également proposé par l'OFAJ.

Mettre l'écologie en pratique : entre champs de légumes et forêt de la montagne

Puisque depuis des années, les débats théoriques se multiplient autour du développement durable, des légumes sans pesticides et des énergies renouvelables, ce n'est pas une mauvaise idée de voir une ferme biologique de près pour appliquer dans les faits ces questions. L'organisation internationale World Wide Opportunities on Organic Farms (WWOOF), qui est active en France et en Allemagne, est un bon moyen pour trouver vite et sans trop de bureaucratie une place de volontaire dans une ferme biologique. Il suffit de s'inscrire, de payer une petite cotisation et de choisir sa ferme. Désherber un potager, nourrir des chevaux ou construire un abri pour des chèvres – on peut tout faire et s'habituer en même temps aux dialectes des fermiers dans le Sud ou en Saxe. Quant à l’hébergement et aux repas ils sont bien sûr gratuits, contribuant à faire du wwoofing les vacances de rêve de tous les élèves et étudiants.

Celui qui préfère la forêt aux champs devrait s'intéresser au Bergwaldprojekt (« projet de la forêt de montagne »). Les membres de cette association s'engagent pour la protection et l'entretien des forêts de montagne en Allemagne, en Suisse, en Autriche, en Catalogne et en Ukraine. Ils organisent entre autres des chantiers d'une semaine et des randonnées dans la forêt. En découvrant les Préalpes bavaroises ou la Forêt noire à pied, vous n’apprendrez pas seulement à reconnaître les différentes espèces d'arbres et à comprendre la pratique de la protection de l'environnement, mais aussi à cuisiner une soupe de lentilles sur un feu. L'hébergement dans un chalet est gratuit, mais vous devez vous attendre à des lits un peu durs et à vous laver à l'eau froide. Cela mis à part, le projet s'adresse à tous ceux et à toutes celles qui, entre 18 et 88 ans, veulent découvrir la forêt allemande ou celle de leurs voisins européens. Cet été, il y a même un petit extra : au mois d'août, le Bergwaldprojekt allemand fête ses 20 ans avec une longue randonnée en forêt qui vous mènera du Harz jusqu'au Main et à laquelle peuvent participer tous les adeptes de randonnées.

Marcher sur les traces des disciples d'Emmaüs ou se régaler de raisins?

Vous préférez l'engagement social au travail dans les champs? Si c’est le cas, Emmaüs pourrait vous plaire. Cette association, fondée en 1949 par l'Abbé Pierre, s'engage depuis longtemps pour les exclus de notre société et organise également des chantiers pendant les grandes vacances. Les responsables d'Emmaüs comprennent ce volontariat d'été avant tout comme une possibilité de mettre en pratique l'engagement social et l'échange interhumain. Pendant le volontariat, qui dure au moins huit jours, les participants peuvent aider à la collecte des dons, au tri des vêtements, meubles et outils de maison et à la vente dans les magasins Emmaüs. L'hébergement et les repas pour les volontaires sont bien sûr organisés par la communauté sur place. Alors si vous avez toujours voulu voir Rouen ou Orléans, pourquoi ne pas vous joindre aux disciples d'Emmaüs cet été?

Bien sûr il existe également l'emploi d'été dont rêvent les amateurs de vin : pendant les vendanges, qui commencent au mois de septembre, les viticulteurs cherchent toujours des travailleurs saisonniers, qu’ils soient employés ou volontaires. Trouver une place est relativement facile si on commence à chercher assez tôt. Par exemple, l'organisation Appellation contrôlée propose des places dans le Beaujolais et le Mâconnais mais il est également judicieux de chercher dans les annonces du Pôle emploi. L'hébergement et les repas sont souvent inclus ainsi qu'une dégustation de vins quotidienne. C'est la raison pour laquelle beaucoup de vignerons n'acceptent que des personnes ayant plus de 18 ans. La seule autre condition est d’être en bonne forme physique puisque les longues heures de travail dans les vignobles pourraient vite devenir fatigantes. Mais les maux de dos se feront vite oublier lorsque vous vous régalerez de raisins avec vos collègues français! En outre, vos photos de vacances prises en Bourgogne, un chapeau de paille sur la tête, seront sans doute bien plus colorées et originales que celles que vous auraient offertes des vacances normales!