


„BIETE FRANZÖSISCH, SUCHE DEUTSCH“ - UND UMGEKEHRT
« J’OFFRE LE FRANÇAIS – JE DEMANDE L’ALLEMAND » ET VICE-VERSA
Daisy, eine kanadische Studentin aus Quebec, und Juliette, eine französische Studentin, haben sich an das sog. Tandemprogramm der Freien Universität Berlin gewagt, um Fortschritte in der deutschen Sprache zu machen. Mithilfe des Kontaktes zu anderen Studenten, die wiederum ihr Französisch verbessern wollen, soll die Symbiose funktionieren. Die Erfahrungen der beiden Studentinnen werfen bestimmte Fragen auf. Was sollte man wissen, bevor man sich darauf einlässt? Wie kann man leicht einen Sprachpartner finden? Wie läuft so ein Tandemtreffen ab und welche Probleme können auftauchen?
Daisy, étudiante québécoise, et Juliette, étudiante française, se sont lancées dans le programme Tandem à l’Université Libre de Berlin afin de progresser en allemand au contact d’autres étudiants désireux d’améliorer leur français. Leur expérience soulève certaines interrogations. Que faut-il savoir avant de s’engager ? Comment peut-on facilement trouver un partenaire ? Comment se passent les rendez-vous et quels problèmes peuvent-ils engendrer ?
Schritt 1: die Vorbedingungen
Zunächst einmal ist Zeit die erste Variable, welche euch erlaubt, diese Erfahrung wirklich anzuvisieren. Es ist ratsam, sich mit seinem Tandempartner pro Treffen mindestens zwei bis drei Stunden Zeit zu nehmen, d.h. eine bis anderthalb Stunden für eine Sprache. Man sollte versuchen, sich ein oder zwei Mal pro Woche zu sehen. Im Vornherein sollte sichergestellt werden, für diese Treffen auch längerfristig verfügbar sein zu können.
Daisys erste Erfahrung zeigt, dass der Erfolg des Austauschs von dem jeweiligen Sprachniveau der beiden Teilnehmer abhängt. Bevor sie nach Berlin kam und dort ihr Tandem mit Christoph begann, hatte sie bereits ein deutsch-französisches Tandem in Spanien gemacht. „Allerdings waren wir beide Anfänger. Also haben wir Spanisch als Verständigungsmittel benutzt, um unsere Muttersprachen zu erklären.“ Das Prinzip ist jedoch eigentlich, solch einen Rückgriff auf eine lingua franca zu vermeiden. Ebenso sollte sich keiner der beiden in einen Sprachlehrer für den anderen verwandeln. Es ist also für beide Partner unabdingbar, bereits Basiskenntnisse in der Sprache des anderen zu haben, um sich unterhalten zu können. Dabei werden dann ganz automatisch Grammatik und Betonung verbessert und außerdem die eigene Kultur mit jemandem geteilt.
Motivation zählt zu den Grundvoraussetzungen für einen Tandemerfolg. Jeder muss sich bewusst sein, dass man sich nicht durch Fingerschnipsen verbessert. Die Frustration, nicht genau ausdrücken zu können, was einem vorschwebt, ist Teil des Lernprozesses. Eine Hürde, die es zu nehmen gilt. Daisy präsentiert uns eine etwas zu bequeme Lösung: „Christoph hat schon ein Jahr lang in Frankreich gelebt, er spricht besser Französisch als ich Deutsch. Wenn wir das Gespräch vertiefen und es komplexer wird, wechseln wir ins Französische.“ Auch wenn es einfacher ist, von einer Sprache in die andere überzugehen, könnte man mehr lernen, indem man sich zwingt, ein sehr konkretes Thema auf Deutsch anzugehen.
Schritt 2: einen Gleichgesinnten finden
„Das Sprachenzentrum hat eine Veranstaltung organisiert. Sie haben uns in Gruppen bezüglich unserer Muttersprache eingeteilt. Ich habe dann einen Zettel hochgehalten: Biete Französisch – suche Deutsch.“ Für Juliette ist das Lernen im Tandem eine Möglichkeit, Deutsch als Alltagssprache anzuwenden, in Ergänzung zu den Unikursen, wo sie nur mit akademischem Sprachgebrauch in Kontakt kommt. „Ich hatte Angst, als Letzte allein übrig zu bleiben. Aber ich habe jemanden gefunden. Viele Studenten sind ohne Tandempartner wieder gegangen. Also werden sie sich dann auf der Internetseite des Sprachenzentrums einschreiben und eine Art Lebenslauf einreichen.“ Nicht jedes Angebot trifft auf eine Nachfrage. Zwischen 2008 und 2011 kamen auf 47 durch die Studenten der FU Berlin angebotene Sprachen 45 Gegenangebote. Neben Deutsch sind Englisch, Französisch, Chinesisch und Spanisch die am häufigsten angebotenen bzw. gefragten Sprachen.
Das Tandemprogramm ist bereits gut entwickelt und relativ zugängig für die Studenten an vielen Universitäten. Doch wie kann man einen Partner finden, wenn man kein Student ist? Für Grund- und Realschulen sowie Gymnasien haben einige Partnerschulen oder ähnliche Partnerorganisationen ein Teletandem (oder e-Tandem) eingeführt, damit sich die Schüler via Email austauschen können. Im Jahr 2011 haben beispielsweise zwei Pariser Schulen an diesem Projekt, welches vom Senat in Berlin und der Bildungsakademie in Paris entwickelt wurde, teilgenommen. Die französischen Schüler unterhalten sich mit denen zweier Berliner Grundschulen mithilfe elektronischer Mitteilungen, damit sie „die Sprache wie ein Kommunikationsmittel und nicht nur wie ein Lehrmittel wahrnehmen“. Für diejenigen, die nicht das Glück haben, von jemandem in das System eingewiesen zu werden, gibt es Websites, mit denen man einen Sprachpartner für den Austausch via Email finden kann.
Schritt 3: Regelmäßigkeit, Geduld und Freude
Im Gegensatz zu Juliette hat Daisy schon alltäglichen Kontakt mit der deutschen Sprache, da sie in einer Wohngemeinschaft mit vier Deutschen lebt. „Was jedoch mit meinem Tandempartner anders ist: er korrigiert mich. Meine Mitbewohner, die haben keine Lust, mich immer wieder zu berichtigen.“ Der Tandempartner sollte also viel Geduld mitbringen. Es ist weiterhin wichtig, sein Gegenüber erst selbst versuchen zu lassen, sich auszudrücken, und ihn erst danach zu korrigieren. Ein häufig wiederkehrender Ratschlag für ein besseres Lernen ist, einen unbekannten Begriff eher in der unbekannten Sprache zu erklären, als ihn direkt zu übersetzen.
Man lernt leichter, wenn es einem Spaß macht. Man sollte also nicht zögern, den anderen zu sich einzuladen, gemeinsam zu kochen oder auf ein Konzert zu gehen. „Für mich ist das mehr als nur die Sprache, das ist ein kultureller Austausch. Er ist Jurastudent, also hat er mir erklärt, wie das Rechtssystem in Deutschland funktioniert. Wir unterhalten uns auch über Politik. Ich meinerseits bringe ihm die Quebecer Kultur näher.“ Daisy und Christoph haben sich für die nächsten Treffen vorgenommen, „spazieren zu gehen und die Stadt gemeinsam zu entdecken, denn er ist auch kein Urberliner.“ Das Problem ist allerdings, dass sie sich nur ein Mal alle zwei Wochen sehen, meistens zwischen zwei Kursen, in der Caféteria. Da Daisy sich darüber bewusst ist, dass dies nicht zu einem reellen und sichtbaren Fortschritt führen kann, rät sie: „Der Schlüssel ist eine strikte Regelmäßigkeit und sich wirklich dafür einzusetzen. Unser Vorsatz für 2012 ist, ein kleines Vokabelheft mit neuen Wörtern zu führen.“
Etape 1 : Les pré-requis
Tout d’abord, le temps est la première variable qui vous permet d’envisager de commencer cette expérience. Les durées conseillées pour chaque rendez-vous avec votre Tandem sont au minimum de deux à trois heures, c’est-à-dire une à une heure et demie pour chaque langue. La fréquence conseillée est d’une à deux fois par semaine. Il faut donc être sûr au préalable de ses disponibilités pour pouvoir poursuivre les rencontres sur la durée à long terme.
La première expérience de Daisy révèle que la réussite de l’échange dépend du niveau en langue des deux participants. Avant de venir à Berlin et de commencer son Tandem avec Christoph, elle avait déjà effectué un autre Tandem français-allemand en Espagne. « Seulement, on était tous les deux débutants. Donc on utilisait l’espagnol comme langue intermédiaire pour pouvoir expliquer notre langue maternelle. » Le principe est d’éviter le recours à une lingua franca. De même, l’un ne doit pas se transformer en professeur de langue pour l’autre. Il est donc indispensable pour les deux partenaires d’avoir déjà des connaissances de base dans la langue de l’autre afin de pouvoir construire une conversation qui leur permettra, tout en s’exprimant, d’améliorer leur grammaire, prononciation, et de partager leurs cultures respectives.
La motivation est citée comme l’une des bases pour la réussite du Tandem. Chacun doit être conscient que s’améliorer ne vient pas en claquant des doigts. La frustration de ne pas pouvoir exprimer exactement ce que l’on pense fait partie de l’apprentissage, des difficultés à outrepasser. Daisy nous décrit la solution de facilité : « Christoph a déjà vécu un an en France, il parle mieux français que moi allemand. Quand on s’emporte dans la discussion, que ça devient plus profond, on passe au français.» Même s’il est plus facile de converser dans une langue que dans l’autre, s’obliger à parler en allemand sur un sujet précis permettra d’apprendre du vocabulaire.
Etape 2 : Trouver la personne qui correspond
« Le centre de ressources en langues a organisé une réunion. Ils nous ont divisés en groupes de langues maternelles. Je tenais un papier : Offre français – Demande allemand. » Pour Juliette, l’apprentissage en Tandem lui donne l’occasion de pratiquer son allemand courant, les mots du quotidien, en marge des cours dans lesquels elle est en contact avec un allemand de type académique. « J’avais peur de rester la dernière toute seule. Mais j’ai trouvé. Beaucoup d’étudiants sont repartis sans partenaire. Du coup, ils s’inscrivent sur le site internet du centre et déposent un genre de CV. » L’offre ne peut pas toujours trouver de demande. Entre 2008 et 2011, 47 langues différentes furent proposées par les étudiants de l’Université Libre de Berlin, pour 45 langues recherchées. L’allemand mis à part, l’anglais, le français, le chinois et l’espagnol sont les plus récurrentes dans les deux cas.
Mais si le Tandem est un programme déjà suffisamment développé pour être relativement accessible pour les étudiants dans un bon nombre d’universités, comment peut-on trouver un partenaire si l’on n’est pas étudiant ? En ce qui concerne l’enseignement primaire et secondaire, certains établissements en jumelage ont mis en place un système de télé-tandem (ou e-Tandem) afin que les élèves conversent par e-mail. C’est le cas de deux écoles parisiennes qui ont participé en 2011 au projet Télé-Tandem développé par le Sénat de Berlin et l’Académie de Paris. Les élèves français conversaient avec ceux de deux écoles primaires berlinoises par le biais de messages électroniques, afin qu’ils « envisagent la langue comme un outil de communication et non plus seulement comme un outil d’apprentissage ». Pour les personnes n’ayant pas la chance d’être guidés par une structure, des sites internet permettent de trouver un partenaire et de commencer à converser par e-mail.
Etape 3 : Régularité, patience et plaisir
A l’inverse de Juliette, Daisy possède déjà un contact quotidien avec la langue, puisqu’elle vit dans une colocation avec quatre allemands. « Ce qui change avec mon Tandem c’est qu’il prend le temps de me corriger. Mes colocataires, eux, n’ont pas envie de passer leur temps à me reprendre. » Le partenaire de Tandem se doit donc d’être patient. Il est aussi important de corriger en aval que de laisser l’autre chercher ses mots. Un conseil récurrent pour un meilleur apprentissage est d’expliquer un terme inconnu dans la langue plutôt que de le traduire directement.
On apprend mieux quand cela nous plaît, il ne faut donc pas hésiter à inviter l’autre chez soi, cuisiner ensemble, aller voir un concert. « Pour moi, c’est plus que linguistique, c’est un échange culturel. Il est étudiant en droit, donc il m’a expliqué comment fonctionne le système juridique en Allemagne. On parle aussi des partis politiques. De mon côté, je lui fais découvrir la culture Québécoise. » Daisy et Christoph ont décidé pour les prochaines rencontres « d’aller se promener, de découvrir la ville ensemble puisqu’il n’est pas Berlinois non plus. » Problème, ils ne se voient qu’une fois toutes les deux semaines, la plupart du temps entre deux cours, à la cafétéria. Consciente que cette fréquence n’apporte pas de progrès réel et visible en allemand, elle conseille : « La clef, c’est d’être vraiment hyper régulier et de s’investir sérieusement. On s’est donné une nouvelle résolution pour 2012 que l’on suit : tenir un carnet de vocabulaire avec les mots que l’on apprend. »
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