In Bibliotheken, Archiven und Museen streifen wir heute durch vergangene Jahrhunderte, als sei es gestern gewesen. Film, das ist auf Zelluloid gebannte (Kunst-)Geschichte und dennoch ist sie vom Vergessen bedroht – zum Beispiel das Kino der ehemaligen DDR. Ein Blick auf die Filmindustrie in Ostdeutschland, zwischen Aufbruch und Niedergang....
Grâce aux archives, aux bibliothèques ou encore aux musées, l’histoire du monde entier, moderne ou ancienne, est à portée de mains. Du coup, nous avons tendance à en oublier certaines, notamment la récente histoire (de l'art) de l'ancienne RDA. Ce petit État socialiste a disparu. Il a laissé de nombreuses traces dans le domaine culturel. Regards sur le monde cinématographique en Allemagne de l'Est depuis sa création jusqu'à sa douloureuse chute...
40 Jahre lang probierte man in der kleineren Hälfte des geteilten Deutschlands den „real existierenden Sozialismus“ - ein historischer Wimpernschlag, dessen Ende wir in diesem Jahr zum 20. Mal feiern. Mit dem Untergang des Regimes und der Wiedervereinigung wurde auch die Kunst der DDR zum Museumsstück. Wenige junge Leute kennen heute noch Kunstgeschichte der DDR, sei es Literatur, Malerei, Musik oder Film.
Dabei sind insbesondere die Filmproduktionen des ehemaligen Ostens nicht nur ein Zeitdokument, sondern gleichzeitig Spiegelbild der erzieherischen Idee und des Kunstverständnis des Regimes der DDR und ein Gradmesser für den Wandel der Kulturpolitik im Laufe von 40 Jahren DDR. Denn die Filmgeschichte des Ostens war alles andere als geradlinig.
Kunst nach Jahresplan
Alles begann ein Jahr nach Ende des 2. Weltkrieges: Am 15 Mai 1946 wird auf dem Gelände der ehemaligen Ufa-Studios in Babelsberg die Deutsche Film AG, kurz DEFA, gegründet. Aufbruchstimmung in eine neue sozialistische Gesellschaft, deren Führung von den Künstlern erwartete, Kunstwerke zu schaffen, die das Titanische der Leistungen bewusst machen, die in der Errichtung, im Werden und Wachsen unseres stabilen und blühenden Arbeiter- und Bauernstaates bestehen, so heißt es in einem anonymen Leserbrief an die DDR-Zeitung „Das Neue Deutschland“.
Erste Filme wie Die Mörder sind unter uns von Wolfgang Staudte oder Ehe im Schatten von Kurt Maetzig stellten besonders die Leistungen von Antifaschisten in den Mittelpunkt und standen unter starkem Einfluss der sowjetischen Kulturverantwortlichen.
So war die Defa stets Synonym für das Schwanken zwischen kritischem Bewusstsein und Opportunismus, dogmatischer Ideologiegläubigkeit und Aufbegehren. Die Kulturverantwortlichen waren bemüht Filme zu produzieren, die dem Publikum gefielen. Doch neben der Unterhaltung erwarteten die Zuschauer Themen, die sie bewegten und Protagonisten, mit denen sie sich identifizieren konnten.
Nicht jeder fühlte sich schließlich als der sozialistische „Held der Arbeit“, den die Agitatoren am liebsten gesehen hätten. Beispielhaft dafür waren die Protagonisten in Frank Beyers verbotenem Film Spur der Steine; lebhafte, abenteuerliche Handwerker auf einer Großbaustelle, deren „richtige“ politische Einstellung zu wünschen übrig lässt.
Entsprach ein Kunstwerk nicht den Ansprüchen dessen, was gerade als sozialistische Kunst verstanden wurde, so schlug der Zensor zu; Bücher, Bilder und Filme wurden als schädlich verdammt und dürften nicht verbreitet werden. So entschied sich 1965 die Parteiführung auf dem 11. Plenum des Zentralkomitees für eine harte Linie in der Kulturpolitik. Nach hitziger Diskussion um den Film Das Kaninchen bin ich von Kurt Maetzig wurden 12 aktuelle Filme verboten, weil sie sich kritisch mit Gesellschaftsthemen auseinandergesetzt hatten, darunter Jahrgang 45 von Jürgen Böttcher, Wenn du groß bist, lieber Adam von Egon Günther und Karla von Herrmann Zschoche. Das „Kahlschlagplenum“ paralysierte die Filmlandschaft des Ostens lange Zeit und hinterließ desillusionierte Regisseure und Schauspieler. Mit dem Wechsel der politischen Führung 1971 und mit dem neuen Staatsoberhaupt Erich Honecker kehrte unter den Filmemachern die Hoffnung auf eine liberale Kulturpolitik zurück.
Einige Filme wie Die Legende von Paul und Paula (1973) oder Solo Sunny (1979) stechen besonders hervor, wegen ihrer Darstellung unkonventioneller, starker Persönlichkeiten, die der Tristesse des Alltags durch ihre Individualität trotzen. Doch nach der Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann 1976, stirbt bei vielen Künstlern endgültig der Glaube an diesen Staat, in dem Verbote an der Tagesordnung sind. Viele stellen einen Ausreiseantrag, darunter beliebte Defa-Schauspieler wie Manfred Krug und Angelica Domröse. Lethargie hält Einzug und trotz einiger Ausnahmen wie Peter Kahanes Film Die Architekten, gibt es kaum noch künstlerisch und thematisch gewagte Defa-Produktionen. Nach der Wiedervereinigung geht alles ganz schnell: Verkauf, Abwicklung, Kündigungen und schließlich die Auflösung der Defa 1994. Wenig später erwirbt der Progress-Filmverleih die Vermarktungsrechte für das Filmerbe der Defa mit dem Ziel die Filme und Filmschaffenden der DDR vor dem Vergessen zu bewahren.
Die Defa heute
Wegen der ideologischen Dogmen wird der künstlerische Wert der Defa-Filme nicht selten in Frage gestellt: So äußerte sich im letzten Jahr der bekannte westdeutsche Regisseur Volker Schlöndorf abwertend gegenüber der Defa - er habe den Namen Defa abgeschafft und die Defa-Filme seien furchtbar gewesen. Seine Aussagen stießen bei zahlreichen Filmschaffenden auf Kritik. In einem offenen Brief reagierten Größen des Kinos, wie die Schauspieler Eva-Maria Hagen, Michael Gwisdek, Angelica Domröse oder Armin Mueller-Stahl empört auf die Aussagen. Sie unterstrichen das internationale Ansehen der Defa, die zahlreichen Filmpreise und nicht zuletzt die Retrospektive des Modern Museum of Art (MOMA) im Jahre 2005, die der Defa gewidmet wurde.
Viele Franzosen kennen Schlöndorf, Wim Wenders oder andere westdeutsche Regisseure. Deutsche Institutionen wie das Goethe-Institut sind daher bemüht, das DDR-Kino mit Filmreihen auch westlich des Rheins auf die Leinwände zu bringen. Zeitgenössische Filme wie Good-Bye Lenin oder Das Leben der Anderen kamen in Frankreich gut an, denn sie versuchen das Lebensgefühl im Osten zu vermitteln. Warum also nicht lieber einen Film aus jener Zeit selbst schauen, denn auch das ist „deutsche Filmgeschichte“. Die Defa-Filme werden im Gegensatz zur untergegangenen DDR weiter bestehen und ihre Spuren hinterlassen...
La plus petite partie de l'Allemagne, l'ex-RDA, a expérimenté pendant 40 ans le socialisme réel – nous fêtons en 2009, pour la 20ème fois, la fin d'une brève parenthèse historique. La chute du régime et la réunification ont mis non seulement fin à la RDA mais aussi à sa production artistique. Peu de jeunes connaissent aujourd'hui la littérature, la peinture, la musique ou bien le cinéma de l'époque.
Pourtant, ces films témoignent de la vie quotidienne, de l'idéologie et ils reflètent le genre d'art que les dirigeants ont essayé d'imposer à leur peuple. Ce cinéma est aussi un baromètre des différentes politiques culturelles. Car l'histoire du cinéma de l'ancienne RDA est bel et bien bouleversante...
L'art planifié
Au lendemain de la Deuxième Guerre mondiale : le 15 mai 1946, la Deutsche Film AG (Defa) voit le jour dans les anciens studios de la Ufa (une célèbre boîte de production allemande). Il règne un esprit de nouveauté, le rêve d'une société socialiste. Les dirigeants attendent des artistes « qu'ils créent des œuvres montrant les énormes efforts réalisés pour construire l'État socialiste », peut-on lire dans une lettre anonyme, publiée dans le journal officiel « Neues Deutschland ».
Les premiers films comme « Die Mörder sind unter uns »(Les meurtres sont parmi nous) de Wolfgang Staudte ou « Ehe im Schafften » (Noces dans l'ombre) parlent surtout des héros antifascistes. Ils ont été réalisés sous influence soviétique.
La Defa a toujours reflété les tensions entre conscience critique et opportunisme, entre attachement dogmatique et révolte. Les responsables culturels ont essayé de produire des films qui plaisaient au public. Mais ce dernier s'attendait à plus qu'un simple divertissement. Il souhaitait des sujets personnels, avec des protagonistes auxquels ils pouvaient s'identifier.
Car les citoyens de la RDA ne se sentaient pas tous faits pour être des « héros du travail » comme le régime le souhaitait. Les protagonistes du film « Spur der Steine » (Les traces des pierres) du réalisateur Frank Beyer en ont été de bons exemples : des ouvriers dont la vision politique n'était pas celle du régime socialiste. Si une œuvre n'était pas conforme à l'art socialiste « officiel », elle était visée par la censure: il y avait donc des livres, des tableaux et des films qui n’ont jamais été montrés au public.
En 1965, le 11ème plénum du parti socialiste a eu lieu et, les dirigeants politiques votèrent pour une politique culturelle très stricte suite à une discussion autour du film « Das Kaninchen bin ich de Kurt Maetzig ». À la fin, 12 films ont été interdits, entre autres « Jahrgang 45 » de Jürgen Böttcher, « Wenn du groß bist, lieber Adam » d'Egon Günther et « Karla » de Herrmann Zschoche. Toutes ces productions montraient la société est-allemande d'une façon jugée trop critique. Cet épisode a été un choc pour beaucoup de réalisateurs et d'acteurs, d’où une certaine désillusion. Quand le nouveau chef d'État, Erich Honecker, fut élu en 1971, les artistes espérèrent une ouverture dans la politique culturelle.
Quelques films, tels que « La légende de Paul et Paula » (1973) ou « Solo Sunny » (1979) sont très remarquables car ils montrent de fortes personnalités, qui affrontent la tristesse du quotidien grâce leur individualité. Mais au moment de l'expatriation du chanteur Wolf Biermann, en 1976, beaucoup d'artistes perdent leur foi dans un État qui interdit tellement de choses. Parmi eux, il y en a un grand nombre qui demande la permission de quitter la RDA comme l'acteur Manfred Krug ou l'actrice Angelica Domröse. Il règne une forte léthargie et peu de films „osés“ sortent sur l'écran, à part quelques exceptions comme « Les architectes » de Peter Kahane.
Les choses se passent très vite après la réunification allemande : la Defa est vendue, son personnel est licencié et l'entreprise liquidée en 1994. Peu de temps après, la boîte de distribution Progress achète tous les droits de production. L'objectif : ne pas laisser tomber ce cinéma et tous ses acteurs dans l'oubli.
La Defa aujourd'hui
Comme ils ont été produits sous un régime autoritaire, on a tendance à dire que les films de la Defa n'ont aucune valeur artistique. Le célèbre réalisateur ouest-allemand, Volker Schlöndorf, s'est exprimé l'année dernière de façon très négative sur la Defa en affirmant qu'il a supprimé le nom de la Defa de sa mémoire, et que ses films ont été terribles. Ses propos ont alors suscité de fortes réactions critiques parmi de nombreux cinéastes.
Des personnalités du cinéma allemand, telles que Eva-Maria Hagen, Michael Gwisdek, Angelica Domröse ou Armin Mueller-Stahl ont été choquées par cette attitude. Elles se sont exprimées dans une lettre ouverte. Toutes ont bien insisté sur la renommée internationale de la Defa, les nombreux prix rapportés par ses films et la rétrospective qui leur a été consacrée en 2005 au Moma (Modern Museum of Art) à New York.
En France, on connaît Schlöndorf, Wim Wenders et d'autres réalisateurs originaires d'Allemagne de l'Ouest. Il n'existe pourtant pas beaucoup d'institutions qui essaient de faire connaître le cinéma de la RDA dans l’Hexagone. Certains films contemporains tels que « Good-Bye Lenin » ou « La vie des autres », qui tentent de montrer la vie en RDA, ont été couronnés de succès en France – pourquoi donc ne pas regarder un film d'époque, car c’est le cœur même de l'histoire cinématographique est-allemande. Les films de la Defa, en opposition à la RDA, ne disparaissent pas... ils ont laissé de nombreuses traces.
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