Kunstschnee, Glitzerkugeln und bergeweise Süßigkeiten: Wohin man im Monat Dezember auch blickt, immer läuft einem der Weihnachtsmann vor der Nase herum. Spätestens zum ersten Dezember können es auch hartgesottene Gegner der Besinnlichkeit nicht länger verleugnen: Es weihnachtet sehr. Aber ist die Weihnachtszeit überall gleich?

De la neige artificielle, des boules de Noël scintillantes et des tas de sucreries : où que vous posiez votre regard en décembre, il croisera le Père Noël. A partir du 1er décembre, même les plus réticents au recueillement ne peuvent plus nier que l’esprit de Noël est dans l’air. Mais les traditions sont-elles partout les mêmes?

Auch wenn die meisten Geschäfte ihre Weihnachtsdekorationen schon im Monat Oktober auspacken und es in vielen Supermärkten spätestens ab November Weihnachtsgebäck und Schokoladennikoläuse zu kaufen gibt, stellt sich die echte Weihnachtsstimmung bei den meisten erst zum 1. Dezember ein, wenn deutsche Kinder und manchmal auch Erwachsene das erste Türchen ihres Adventskalenders öffnen dürfen. Dahinter verbirgt sich meist ein nettes Bildchen oder Schokolade, die auf die süßen Gaumenfreuden der nächsten Wochen vorbereitet. Auch in Frankreich ist der calendrier de l'Avent weit verbreitet und versüßt den meisten Kindern die vorweihnachtliche Wartezeit. In Deutschland beschreibt man die Atmosphäre der Tage im Advent mit dem schönen Verb weihnachten: Wenn die Zeit bis zum Heiligen Abend immer kürzer und der Verzehr von Gebäck und Schokolade immer größer wird, spricht man manchmal – in einer leicht veralteten Redensart – davon, dass es sehr weihnachtet.

Plätzchen backen, Glühwein trinken und der obligatorische Weihnachtsmarkt

Diese Stimmung setzt in Deutschland  mit dem ersten Advent ein, an dem die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet wird. Den Kranz basteln die meisten in Heimarbeit aus Tannenzweigen, Bändern und glitzernden Kugeln selbst, aber wer nicht so gerne mit Draht und Zange umgeht, kann ihn auch im Supermarkt kaufen. Was die deutsche Vorweihnachtszeit aber am meisten prägt und in vielen anderen Ländern unbekannt ist, basiert vor allem auf Butter, Zucker, Mehl, Schokolade, Nüssen und Vanille: Das traditionelle Plätzchen Backen fällt in der Regel den Müttern und Großmüttern zu, aber fast alle Kinder helfen freudig beim Mehl Abmessen, Teig Kneten und Ausstechen und Verzieren der Plätzchen mit. Überall bekannte Weihnachtskekse oder – plätzchen sind Vanillekipferl, Kokosmakronen und natürlich Lebkuchen, die es oft auch in Form von Lebkuchenmännern mit Mandelaugen zu kaufen gibt. Besonders das gemeinsame Plätzchen Backen fördert in Deutschland bei vielen die sogenannte Besinnlichkeit, die innere Einkehr und Ruhe, die traditionell mit der Vorweihnachtszeit verbunden wird.  

Wem der Sinn nach etwas mehr Action steht, der sollte auf dem deutschen Weihnachtsmarkt vorbei schauen. Denn dort gibt es nicht nur Bockwurst mit Senf und Lebkuchen zu essen, sondern auch Glühwein und Blaskapellenmusik. Zwischendurch kann man sich an einer der vielen Schießbuden vergnügen oder Weihnachtskarten und Christbaumanhänger an einem Kunstgewerbestand kaufen. Auch altbekannte Weihnachtslieder wie „Macht hoch die Tür“ und „Stille Nacht“ oder ihr moderneres Pendant „Santa Claus is coming to town“ dürfen dabei natürlich nicht fehlen. Und weil das Glühwein Trinken im Freien unter einem hell erleuchteten Weihnachtsbaum gar so schön ist, gehen die meisten Deutschen in der Vorweihnachtszeit nicht nur einmal auf den Weihnachtsmarkt, sondern wann immer sie Zeit haben. Auch in Frankreich sind viele Kinder und Erwachsene  mittlerweile dem Charme der deutschen und elsässischen Weihnachtsmärkte erlegen. Um die „echte“ Weihnachtsmarktstimmung hautnah zu erleben, besuchen viele von ihnen die Märkte in Westdeutschland und haben so mit dem Weihnachtsmarkttourismus eine ganz eigene touristische Sparte geschaffen.  

Bûche de Noël und foie gras – in Frankreich geht Weihnachten durch den Magen

In Frankreich hängen viele Kinder in den Wochen vor Weihnachten einen Strumpf im Haus auf, in der Hoffnung, dass Père Noël oder Papa Noël, wie der Weihnachtsmann dort liebevoll genannt wird, sie mit Süßigkeiten und kleinen Spielzeugen beschenkt. Diese Aufgabe erledigt in Deutschland am 6. Dezember der Nikolaus, dessen Kumpan Knecht Ruprecht bzw. Père Fouettard („Peitschenvater“) die bösen Kinder bestraft. Das kommt allerdings nicht unbedingt häufig vor, da sich die meisten Kinder in der Vorweihnachtszeit ohnehin um mustergültiges Benehmen bemühen und auf eine entsprechend große Belohnung in Form von Geschenken und Süßigkeiten hoffen. Um die lange Wartezeit etwas abzukürzen, besichtigen gläubige französische Familien die crèche de Noël („Weihnachtskrippe“) in der nächstgelegenen Kirche. Diese Nachbildungen der Krippe im Stall von Bethlehem können sehr klein oder lebensgroß sein und auch die Ausstaffierung der santons („Krippenfiguren“) variiert je nach Region und Größe der Kirche. Die wohl schönsten Krippen gibt es in der Provence zu bestaunen, mit deren reicher Ausstattung und Detailverliebtheit die meisten Krippen in Deutschland nicht mithalten können.

Wenn dann aber der Heiligabend vor der Tür steht, geht es in beiden Ländern relativ ähnlich zu: Unter dem mit Kugeln, Strohsternen und Holzfiguren geschmückten Weihnachtsbaum werden in einigen Familien Weihnachtslieder gesungen, in anderen werden gleich die Geschenke verteilt und ausgepackt. Ein festliches Abendessen darf dabei natürlich nicht fehlen und die Franzosen laufen bei der Vorbereitung des dîner du Réveillon („Heiligabendessen“) zu besonderer Hochform auf. Neben allerlei regionalen Gebäckspezialitäten werden vor allem Delikatessen wie foie gras („Gänseleberpastete“) und boudin blanc („weiße Blutwurst“) und die heißgeliebte bûche de Noël („Weihnachtsholzscheit“) serviert: Dieses Dessert, das an den großen Holzscheit erinnern soll, der traditionell in Frankreich bis ins 19. Jh. am Weihnachtsabend verbrannt wurde, wird auf viele verschiedene Weisen zubereitet und ist in ganz Frankreich verbreitet. Wer aber besonders ausgiebig schlemmen will, sollte sich in die Provence einladen lassen: Dort besteht der letzte Gang des gros souper („großes Abendessen“) aus den sogenannten treize desserts, die Jesus und die zwölf Apostel repräsentieren und die jeder Gast probieren muss. So gut gesättigt geht der Weihnachtsgruß sicher noch besser über die Lippen: Fröhliche Weihnachten und joyeux Noël!

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Même si la plupart des magasins commencent à déballer leurs décorations de Noël au mois d'octobre et si on peut déjà acheter des pâtisseries de Noël ainsi que des sucreries de la Saint Nicolas dans tous les supermarchés à partir de novembre, la vraie ambiance de Noël n'apparaît que le 1er décembre quand les enfants allemands et parfois les adultes aussi ouvrent la première porte de leur Adventskalender (« calendrier de l'Avent »). Derrière celle-ci se trouve un joli dessin ou du chocolat, censé préparer aux gourmandises sucrées des semaines à venir. En France, le calendrier de l'Avent est également très répandu et parvient à faire patienter beaucoup d'enfants avant Noël. En Allemagne, on décrit l'ambiance des journées de l'Avent avec le beau verbe weihnachten (« noëliser »): quand le temps jusqu'au Réveillon devient de plus en plus court et la consommation de pâtisseries et de chocolat augmente rapidement, on dit parfois – avec une tournure de phrase quelque peu désuète: Es weihnachtet sehr («ça noëlise »).

Biscuits de Noël, vin chaud et marché de Noël obligatoires en Allemagne

En Allemagne, cette ambiance naît souvent lorsqu’on allume la première bougie de l’Adventskranz (« couronne de l'Avent »). Ce dernier est très souvent fabriqué manuellement avec des branches de sapin, des rubans et des boules de Noël scintillantes, mais si vous préférez ne pas bricoler avec du fil de fer et une pince, vous pouvez aussi acheter votre Adventskranz au supermarché. Mais ce qui marque le plus profondément le Vorweihnachtszeit (« période avant Noël ») en Allemagne, c’est ce que l’on confectionne avec du beurre, du sucre, de la farine, du chocolat, des noix et de la vanille : les biscuits de Noël! Ils sont le plus souvent préparés par les mères ou grand-mères, avec l’aide des enfants qui adorent peser la farine, travailler la pâte, découper à l’emporte-pièce et décorer les biscuits. Les Vanillekipferl et les Kokosmakronen sont des Weihnachtskekse ou -plätzchen (« biscuits de Noël ») connus par tous, sans oublier les Lebkuchen (« pain d'épices ») qui s'achètent aussi en forme de Lebkuchenmann (« bonhomme en pain d'épices ») aux yeux d'amandes. C'est avant tout la préparation des biscuits en petit comité qui accroît en Allemagne la soi-disant Besinnlichkeit, recueillement et calme que l'on associe traditionnellement à la période précédant Noël.

Si vous souhaitez un peu plus d'activité, vous devriez passer au Weihnachtsmarkt (« marché de Noël »). Il n'y a pas seulement des saucisses et du pain d'épices, mais aussi le célèbre Glühwein (« vin chaud ») et des fanfares. Vous pouvez également vous amuser dans les baraques de tirs et acheter des cartes de Noël ou des décorations de sapin aux stands d’objets d’art. En outre, de vieux chants de Noël comme « Macht hoch die Tür » et « Stille Nacht » (« Douce nuit ») ou leurs pendants modernes comme « Santa Claus is coming to town » ne manqueront évidemment pas. Boire un verre de vin chaud à l'extérieur sous un sapin de Noël illuminé plaît tellement aux Allemands qu'ils ne vont pas seulement une seule fois au marché de Noël, mais dès qu’ils ont un peu de temps libre. En France aussi, beaucoup d’enfants et d’adultes sont désormais tombés sous le charme des marchés de Noël allemands et alsaciens. Pour vivre la « vraie » ambiance du marché de Noël, certains préfèrent les marchés de l'Ouest de l'Allemagne qui ont créé un véritable tourisme du marché de Noël, un tout nouveau secteur touristique.

Bûche de Noël et foie gras – en France, Noël « passe par l’estomac »

En France, avant Noël beaucoup d'enfants accrochent une chaussette quelque part dans leur maison, en espérant que Père Noël ou Papa Noël, comme on l'appelle souvent avec affection, leur offre des sucreries ou des petits jouets. En Allemagne, c'est Saint Nicolas qui remplit cette tâche le 6 décembre, tandis que son compagnon Knecht Ruprecht ou Père Fouettard punit les mauvais enfants. Mais cela n'arrive que rarement car la plupart des enfants se comportent particulièrement bien avant Noël pour recevoir une plus grande récompense faite de cadeaux et de bonbons. Afin de les faire patienter, certaines familles croyantes vont voir les crèches de Noël de l’église la plus proche. Ces imitations de l'étable de Bethléem sont parfois très petites, parfois en grandeur nature et la disposition des santons varie selon la région et la taille de l'église. Les plus belles crèches peuvent être visitées en Provence dont la décoration et l'attention vis-à-vis des détails l'emportent facilement sur les crèches allemandes.

Le soir du Heiligabend (« le Réveillon »), la tradition est à peu près la même dans les deux pays. Dans certaines familles, on aime les chants de Noël sous le sapin décoré de boules, d'étoiles et de petits santons en bois, tandis que dans d'autres on distribue et déballe tout de suite les cadeaux. Un dîner de fête sera bien sûr au rendez-vous et les Français excellent dans l’art de préparer le dîner du Réveillon. Outre un grand nombre de pâtisseries régionales, on sert avant tout des mets raffinés du terroir comme le foie gras ou le boudin blanc et la très appréciée bûche de Noël : ce dessert qui rappelle la grande bûche que l'on brûlait lors du Réveillon en France jusqu'au XIXe siècle, est préparé de bien des manières et est répandu partout en France. Mais si vous voulez vraiment faire bombance, vous devriez vous faire inviter en Provence : le gros souper provençal s’achève sur les treize desserts qui symbolisent Jésus et les douze apôtres et que tous les convives peuvent déguster. Avec un ventre aussi plein, les vœux de Noël viennent aux lèvres encore plus facilement : Fröhliche Weihnachten et joyeux Noël!

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