Nächstes Flugziel: Schönefeld

Décollage direction Schönefeld


Von: Sébastien Vannier

De: Sébastien Vannier

Während Berlin noch vor zwei Jahren drei internationale Flughafen zählte – Tempelhof, Tegel und Schönefeld – wird nur der letztgenannte auch nach der derzeitigen Umbauphase des Luftraumes in der deutschen Hauptstadt noch weiterbestehen. Denn in Schönefeld entsteht gerade das Großprojekt Berlin-Brandenburg-International.

Alors que Berlin comptait il y a deux ans encore trois aéroports internationaux, Tempelhof, Tegel et Schönefeld, seul ce dernier subsistera après la phase de transformation actuelle de l’espace aérien de la capitale allemande. C’est en effet à Schönefeld que le grand projet Berlin-Brandebourg-International est en train de voir le jour.

Berlin und seine Flughäfen. Eine unruhige und komplizierte Beziehung. Und zugleich eine sehr aktuelle Geschichte. Tempelhof, Tegel und Schönefeld waren in den letzten Wochen alle auf der Titelseite der Berliner Tageszeitungen, aber aus ganz verschiedenen Gründen. Wenn der erstgenannte Flughafen versucht, nicht bloß ein Kapitel in der Vergangenheit zu sein, versucht der zweite, die Gegenwart zu lenken und der dritte die Zukunft zu erfassen.

Tempelhof will ein neue Seite beschreiben

In Tempelhof durften also am 8. Mai die Berliner zum ersten Mal das Rollfeld des früheren Flughafens Berlin Tempelhof betreten. Fast zwei Jahre nach der endgültigen Schließung des Flughafens im Herzen von Berlin, beschreibt er nun eine neue Seite seiner langen Geschichte.

Der in den 1920er Jahren gebaute Flughafen Tempelhof wurde zu einem der wichtigsten Architekturprojekte des Naziregimes in den 1930er Jahren. 1941 wurde der Flughafen sogar zum größten Gebäude der Welt ernannt. Noch heute trägt die Bauweise Spuren des typischen Stils jener Zeit. Die größte Berühmtheit erlangt Tempelhof aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg während der Berlinblockade 1948/1949 als Drehscheibe der berühmten Luftbrücke. Heute noch erinnert das Denkmal in Form einer Gabel, an das Jahr, in dem  es nur mit Hilfe der Luftbrücke gelang, die Bevölkerung Westberlins mit Lebensmitteln zu versorgen.

Der Kalte Krieg beeinflusst im Übrigen stark die Verteilung der Flughäfen der Stadt, da jeder der vier Sektoren seinen eigenen Flughafen besitzen möchte. Tempelhof gehört zum amerikanischen Sektor, Gatow  zum englischen, Tegel  zum französischen und Schönefeld zum sowjetischen. Mit vier Flughäfen in einer Stadt ist Berlin, das damals noch nicht einmal den Titel der Hauptstadt trägt, eine absolute Ausnahme. In den 1960er und 1970er Jahren erlauben es die ausgereizten Kapazitäten von Tempelhof einem anderen Flughafen, binnen kürzester Zeit zum größten Flughafen in Berlin hinsichtlich der Passagierzahl zu werden: Tegel.

Tegel überschreitet seine Kapazität

Der Flughafen Tegel im ehemaligen französischen Sektor wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut. Davor diente das Gelände lange als Jagdgebiet und Übungsplatz für erste Flugversuche am Anfang des 20. Jahrhunderts. In Rekordzeit errichten die Franzosen nach dem Krieg dort einen Flughafen, um die Amerikaner  bei der Luftbrücke 1948/1949 zu unterstützen. Am 2. Juli 1960 fliegt Air France als erste Fluggesellschaft nach Tegel.

Daher entwickelt sich der Flughafen Tegel in den 1960er und 1970er Jahren schnell. Viele Fluggesellschaften lassen sich dort nieder, vor allem, Air Berlin USA, die später zu Air Berlin wird. Nachdem der Flughafen 1988 nach Otto Lilienthal umbenannt wurde, steigt die Zahl seiner Fluggäste nach dem Fall der Mauer weiter an. Der einst für 2,5 Millionen Passagiere pro Jahr konzipierte Flughafen Tegel befördert 1991 bereits 6,7 Millionen und 2009 knapp 15 Millionen. Für die Hauptstadt ist er daher der wichtigste Flughafen, auch wenn er in Deutschland nur Platz 4 erreicht.

Die Wette Schönefeld

Die Geschichte wiederholt sich also und daher ist es dieses Mal der Flughafen Tegel, dessen Kapazitäten zur Zeit überschritten werden. Schon 1996 beschließt der Senat von Berlin, den Flugverkehr auf das Gelände von Schönefeld zu verlagern. Hauptgrund für diese Entscheidung: Der Flughafen Tegel hat aufgrund seiner geografischen Nähe zum Zentrum von Berlin und damit zu den dicht besiedelten Bezirken Wedding und Reinickendorf keine Möglichkeit mehr, weiter zu wachsen. Die Zukunft gehört daher dem dritten Berliner Flughafen, der weiter außerhalb gelegen ist: Schönefeld.

Unter dem Namen BBI (Berlin-Brandenburg-International) ist das Ziel dieses Projektes vor allem, eine Großplattform zu bieten, die sich in Richtung Osteuropa öffnet. Der Flughafen Tegel müsste daher im Oktober 2011 auch seine Türen schließen. Der Senat von Berlin und das Bezirksamt Reinickendorf prüfen derzeit Projekte zur Umwandlung des Gebäudes dieses Flughafens.

BBI, das große Berliner Projekt

In weniger als zwei Jahren wird Schönefeld der letzte und auch einzige Flughafen von Berlin sein. Auch die Geschichte Schönefelds beginnt vor dem Zweiten Weltkrieg. Auf dem Gebiet im Südosten der Stadt werden zunächst knapp 14 000 Flugzeuge von der Gesellschaft Henschel gebaut. Nach dem Krieg übernehmen die sowjetischen Truppen den Flughafen. Später wird er zum offiziellen Flughafen der DDR, wo Honecker   Staatsbesucher empfängt. Die offizielle Fluggesellschaft der DDR, Interflug, ebenso wie die russische Fluggesellschaft Aeroflot lassen sich dort nieder und die Passagierflut erreicht bis zum Zeitpunkt des Mauerfalls die Dreimillionenmarke. Nach der Wiedervereinigung verliert Schönefeld jedoch an Bedeutung. Erst ab 2000, als sich mehrere „Billigflieger“-Airlines in Schönefeld niederlassen, nimmt der Flugverkehr wieder zu. Aus den 1,7 Millionen Passagieren im Jahr 2003 werden es nur ein Jahr später  3,3 Millionen und 2006 schon 6 Millionen.

Ab Ende 2011 wird Schönefeld unter dem Namen Berlin-Brandenburg-International (BBI) ein wichtiger Knotenpunkt für Flüge nach Osteuropa werden. Der Flughafen trägt dann den Namen des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers und ehemaligen Bürgermeisters von Berlin, Willy Brandt. Nur wenige Kabellängen entfernt vom derzeitigen Sitz von Schönefeld gibt er Berlin auf diese Weise einen Flughafen, der, wenn nicht mit anderen europäischen Großstädten, aber zumindest mit innerdeutschen Plattformen wie München und Frankfurt konkurrenzfähig ist und so die Rolle von Berlin als Hauptstadt stärken wird.

Berlin et ses aéroports. Une liaison tumultueuse et compliquée. Une histoire également très actuelle. Tempelhof, Tegel et Schönefeld ont tous fait la une des journaux berlinois ces dernières semaines, mais pour des motifs bien différents. Si le premier cherche à ne pas rester qu’un chapitre du passé, le second doit gérer le présent et le troisième appréhender le futur.

Tempelhof veut écrire une nouvelle page

A Tempelhof, donc, les Berlinois ont pu, pour la première fois, le 8 mai dernier, fouler les pistes de l’ancien aéroport. Près de deux ans après la fermeture définitive de l’aéroport situé au centre de Berlin, celui-ci ouvre donc une nouvelle page de sa longue histoire.

Construit dans les années 20, Tempelhof était en effet devenu un des projets architecturaux les plus importants du régime national-socialiste dans les années 1930. En 1941, l’aéroport devient même le plus grand bâtiment du monde. Aujourd’hui encore, l’imposante stature porte les traces du style particulier de l’époque. Juste après la Seconde Guerre mondiale, Tempelhof attire l’attention  du monde entier. En effet, après le blocus soviétique de 1948, l’aéroport devient la plaque tournante du fameux pont aérien organisé par les alliés pour ravitailler Berlin pendant plus d’un an entre juin 1948 et mai 1949. Le mémorial, situé devant l’aéroport, parfois surnommé la « fourchette » par les Berlinois rappelle d’ailleurs cette période difficile. La Guerre Froide va d’ailleurs fortement influencer la structure aéroportuaire de la ville. En effet, chacun des quatre secteurs souhaite posséder son propre aéroport. Tempelhof pour les Américains, l’aéroport de Gatow (qui fermera ses portes en 1995) pour les Anglais, Tegel pour les Français et Schönefeld pour les Soviétiques. Avec quatre aéroports pour une seule ville, qui n’était pas à l’époque la capitale, la situation berlinoise fait figure d’exception. Dans les années 1960 et 1970, les limites de Tempelhof permettront à un autre aéroport de se développer pour devenir rapidement le plus grand aéroport de Berlin en termes de passagers : Tegel.

Tegel au-delà de ses capacités

L’aéroport de Tegel, au Nord-Ouest de Berlin, n’a été construit qu’après la Seconde Guerre mondiale, dans l’ancien secteur français. Autrefois utilisé comme terrain de chasse, cet espace devient au début du siècle un terrain d’aviation et de construction d’avions. Puis, après 1945, pour soutenir les efforts des Américains, les Français y construisent en un temps record un aéroport qui participera également au pont aérien en 1948 et 1949. Le 2 juillet 1960, c’est un appareil d’Air France qui effectue la première liaison vers Tegel.

C’est donc dans les années 1960 et 1970 que l’aéroport de Tegel se développe rapidement. De nombreuses compagnies s’y installent, notamment Air Berlin USA qui deviendra plus tard Air Berlin. Après avoir été renommé aéroport Otto Lilienthal en 1988, Tegel voit son nombre de visiteurs croître régulièrement depuis la chute du Mur. Prévu à l’origine pour accueillir 2,5 millions de passagers par an, Tegel en compte 6,7 millions en 1991 et près de 15 millions en 2009. Il est donc de très loin l’aéroport le plus important de la capitale mais seulement le quatrième en Allemagne.

Le pari Schönefeld

L’Histoire se répète donc et c’est cette fois l’aéroport de Tegel qui fonctionne actuellement au-delà de ses capacités. Dès 1996, le Sénat de Berlin décide de concentrer le trafic sur le site de Schönefeld. Principale raison de cette décision : situé non loin du centre-ville de Berlin et à proximité des quartiers très denses en population de Wedding et Reinickendorf, l’aéroport de Tegel n’a en effet plus la possibilité de s’agrandir. L’avenir appartient donc au troisième aéroport de Berlin, plus excentré : Schönefeld.

Sous le nom BBI (Berlin-Brandebourg-International), l’objectif de ce projet est notamment d’offrir une grande plate-forme ouverte vers l’Europe de l’Est. L’aéroport de Tegel devrait donc également fermer ses portes en octobre 2011. Le Sénat de Berlin et la mairie de Reinickendorf étudient actuellement les projets de reconversion des bâtiments de cet aéroport.

 BBI, le grand projet berlinois

Dans un peu moins de deux ans, Schönefeld sera le dernier et donc unique aéroport de Berlin. Son histoire avait elle aussi commencé avant la Seconde Guerre mondiale. Sur ce site au sud-est de la ville, situé sur le territoire de la région du Brandebourg, étaient d’abord fabriqués près de 14 000 avions par la compagnie Henschel. Après la guerre, ce sont les troupes soviétiques qui reprennent l’aéroport. Celui-ci devient l’aéroport officiel de la RDA et c’est notamment là qu’Honecker reçoit les visites officielles de chefs d’Etat. La compagnie officielle de la RDA, Interflug, ainsi que la compagnie russe Aeroflot s’y installent. Au moment de la chute du Mur, le flux de passagers atteint les 3 millions. Puis, après la réunification, Schönefeld perd en importance  et il faut attendre les années 2000 et l’arrivée des compagnies low-costs Easy Jet et Ryan Air  pour voir le trafic repartir à la hausse. De 1,7 millions de passagers en 2003, Schönefeld passe à 3,3 millions un an plus tard puis à six millions en 2006.

Berlin-Brandenburg-International (BBI) devrait donc, à partir de la fin 2011, devenir une plate-forme importante pour les vols vers les pays d’Europe centrale et d’Europe de l’Est. L’aéroport portera alors le nom de l’ancien chancelier allemand et ancien maire de Berlin, Willy Brandt. Situé à quelques encablures à peine du site actuel de Schönefeld, il devrait ainsi donner à Berlin un aéroport capable de concurrencer, si ce n’est les autres grandes places européennes, tout au moins les plateformes allemandes de Munich et Francfort et ainsi renforcer le rôle de Berlin en tant que capitale.