Die zahlreichen Vorzüge der vélib's sind schon lange kein Geheimnis mehr, schließlich strampeln viele Pariser und Touristen nun schon seit vier Jahren auf den silbernen Leihfahrrädern durch die meistbesuchte Stadt der Welt. Aber wer hat schon einmal von den autolib's gehört?

Depuis qu'un grand nombre de Parisiens et de touristes pédalent sur les vélib's à travers la ville la plus visitée au monde, les nombreux avantages de ces vélos de location ne sont plus un secret. Mais qui a déjà entendu parler des autolib's ?

Wie kommt der Pariser an einem Samstagmorgen um vier Uhr, wenn die Metro schon lange stillsteht und weit und breit kein Taxi in Sicht ist, nach Hause in sein warmes Bett? Natürlich mit einem vélib'! Das 2007 eingeführte Leihfahrradsystem ist bei Einheimischen und Touristen so beliebt, dass man sich die französische Hauptstadt mittlerweile kaum mehr ohne die schwergewichtigen, silberglänzenden Fahrräder an jeder Straßenecke vorstellen kann. Kaum ein Pariser verzichtet in der warmen Jahreszeit auf die gelegentliche Fahrradtour entlang der Seine, schließlich ist die Ausleihgebühr für ein vélib' relativ gering und eine Fahrt mit dem Fahrrad bei Weitem angenehmer als mit der überfüllten und von technischen Pannen geplagten Metro. Was mit dem Fahrrad geht, muss doch auch mit dem Auto möglich sein! Das mag sich die Stadtverwaltung von Paris angesichts des großen Erfolgs der vélib's wohl gedacht haben, als sie 2009 auf die Idee kam, ein städtisches Leihautosystem mit dem klingenden Namen autolib' („Auto-Freiheit“) ins Leben zu rufen. Ein kurzer Blick aus dem Fenster zur Hauptverkehrszeit überzeugt auch Skeptiker: Warum nicht etwas gegen die endlosen Staus tun und die Zahl der Privatautos auf den Pariser Straßen reduzieren?

Ökotrend trifft auf Technologiebegeisterung: zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Und wenn schon etwas für die grüne Lunge von Paris tun, dann aber richtig! Damit das ehrgeizige Projekt auch wirklich „grün“ ist, haben die Erfinder der autolib's ganz auf Benzin betriebene Fahrzeuge verzichtet. Die gesamte autolib'-Flotte besteht daher ausschließlich aus blau schimmernden Elektroautos, die den schönen Namen Bluecar tragen und an den autolib'-Stationen automatisch aufgeladen werden können. Vorbei also die Sorgen, keine Tankstelle oder keinen Parkplatz in der überfüllten Innenstadt von Paris zu finden. Nicht zuletzt deswegen sprechen die Initiatoren des Projekts von einer „urbanen Revolution“ und einem „Traum, der nun Realität geworden ist.“ Das Mietsystem soll dabei so einfach wie möglich sein, um möglichst viele Pariser zum Umstieg vom Privatauto in den Leihwagen zu überzeugen: Ein kurzer Besuch in einem Espace autolib' genügt, um sich anzumelden und seine autolib'-Karte ausgehändigt zu bekommen, mit der man sich in der angrenzenden autolib'-Station ganz einfach ein Bluecar auslösen kann. Ein Tagesticket kostet dabei 10 Euro und eine ganze Woche schlägt mit 15 Euro zu Buche. Die Fahrtzeit wird pro halbe Stunde abgerechnet und kostet zwischen 6 und 8 Euro. Für Einheimische lohnt sich daher, gleich ein Jahresabonnement für 144 Euro abzuschließen und im Durchschnitt einen Euro weniger für jede verfahrene halbe Stunde zu zahlen.

Eine entsprechende Unfallversicherung, die je nach Abonnement eine unterschiedliche Schadenshöhe abdeckt, ist dabei im Preis inbegriffen. Und auch gegen das ewige Aufladeproblem der Elektroautos hat sich die Stadtverwaltung etwas ausgedacht: Die Bluecars sollen im Durchschnitt 250 km fahren können, was für die kurzen Strecken innerhalb der Stadt, für die die autolib's ja gedacht sind, auf jeden Fall ausreichen sollte. Wer dann aber doch gerne eine komplette Tour durch alle Pariser Hinterstraßen machen will, kann sein Auto an bislang 250 Stationen im Stadtzentrum und in mehr als 40 Vororten und Kommunen aufladen, die außerdem auch privaten Elektroautobesitzern zur Nutzung offen stehen. Wenn alles gut geht, sollen bereits 2012 mehr als 1700 Bluecars durch die Straßen von Paris rollen. Bis dahin müssen sich die Pariser aber noch in Geduld üben, denn die offizielle Einweihung des Projekts soll erst im Dezember dieses Jahres stattfinden. Einen kleinen Vorgeschmack konnten die Fans des Elektroautos aber schon bei einem „Tag der offenen Tür“ der Espaces autolib' am 8. Oktober bekommen, an dem erstmals 33 Bluecars durch die Pariser Innenstadt rollten.

Autolib's, Zipcars und BeMobility: ein gesamteuropäischer grüner Trend

Ob die Pariser genauso begeistert ins autolib' wie auf den Sattel des vélib' springen, wird sich also in den nächsten Monaten zeigen. Da die Ökobegeisterung in Frankreich aber in den letzten Jahren kaum Grenzen kannte, stehen die Chancen nicht schlecht, dass die autolib's schon bald wie die vélib's ein ganz normales Fortbewegungsmittel in Paris sein werden. Und auch ein Vergleich mit anderen europäischen Hauptstädten zeigt, dass städtische Leihautosysteme ein neuer Trend sind. So fahren in London schon seit einigen Jahren die Zipcars herum, die von den Einheimischen begeistert genutzt werden. Die meisten der Zipcars werden zwar noch mit Benzin betrieben, aber es stehen auch einige Elektroautos zur Ausleihe bereit. Und auch in Berlin bemüht man sich, die städtische Autolandschaft zu revolutionieren. Die Verantwortlichen des Projekts BeMobility (BerlinelektroMobil), das nun schon seit Sommer 2010 läuft, haben es sich zum Ziel gesetzt, eine „flexible, bezahlbare und nachhaltige urbane Mobilität der Zukunft“ zu gestalten. Das soll besonders durch die vermehrte Einbindung von Elektro- und Hybridfahrzeugen in den Berliner Straßenverkehr geschehen. Mit der „Mobilitätskarte BerlinelektroMobil“ kann man aber nicht nur die e-Flinkster, wie der klingende Name der elektrischen Carsharing-Autos der Deutschen Bahn lautet, sondern auch die Elektrofahrräder Pedelecs und den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Momentan befindet sich das Projekt noch in der Testphase, aber wenn deren Resultate vielversprechend sind, wird es wohl bald nichts Außergewöhnliches mehr sein, seine Wocheneinkäufe mit einem Elektroleihauto zu erledigen. Die grünen Lungen von Berlin und Paris werden es uns sicher danken.

Foto: (C) Groume/flickr.com

Comment les Parisiens rentrent-ils chez eux à quatre heures du matin, le samedi quand le métro s'est arrêté depuis longtemps et qu’aucun taxi n’est disponible ? Avec un vélib', bien sûr ! Le système des vélos de location, introduit en 2007, est tellement populaire parmi les habitants et les touristes qu'on imagine désormais difficilement la capitale française sans ces lourds vélos argentés aux quatre coins de la ville. Rares sont désormais les Parisiens qui ne font pas un tour à vélo occasionnel sur les bords de la Seine durant l’été ; d’autant plus que les frais de location de ces vélos sont relativement bas. En outre, un tour à vélo est toujours plus agréable qu'un trajet en métro, souvent bondé et soumis à des pannes techniques très fréquentes. Si les vélib's sont une telle réussite, ne pourrait-on pas lancer un projet similaire pour les voitures ? C’est la question qu’a dû se poser la Mairie de Paris quand elle a eu l'idée, en 2009, d'introduire un système municipal de location de voitures avec le beau nom autolib' (« auto-liberté »). Un regard jeté par la fenêtre aux heures de pointe convaincrait même les plus sceptiques : pourquoi ne ferait-on pas quelque chose contre les bouchons interminables en diminuant le nombre de voitures personnelles dans les rues de Paris ?

Tendance verte et progrès technologique : faire d'une pierre deux coups

Mais si l'on veut soulager le poumon de Paris, il faut le faire bien ! Pour que le projet ambitieux des autolib's soit vraiment « vert », ses inventeurs ont totalement renoncé aux véhicules fonctionnant à l'essence. Par conséquent, toute la flotte des autolib's est constituée de véhicules électriques, colorés bleu clair, qui portent le joli nom Bluecar et peuvent être rechargés automatiquement dans toutes les stations autolib' de Paris. Fini le souci de ne pas trouver de station de service ou de parking dans le centre-ville surchargé de Paris ! C'est la raison pour laquelle les initiateurs du projet parlent d'une « révolution urbaine » et d'un « rêve aujourd'hui devenu une réalité. » Pour que beaucoup de Parisiens se laissent convaincre d'échanger leur propre voiture contre une Bluecar, le système de location devrait être le plus simple possible : une courte visite dans un Espace autolib' suffit pour s'abonner et recevoir son badge personnel autolib' avec lequel on peut très facilement prendre possession d'une Bluecar dans une des stations de location. Un forfait découverte pour une journée coûte 10 euros et celui pour une semaine 15 euros. Le temps de conduite est calculé par demi-heure et coûte entre 6 et 8 euros. Pour les habitants, il vaut donc le coup de s'abonner pour toute une année au prix de 144 euros et de payer à peu près un euro de moins pour chaque demi-heure de conduite.

Une assurance-accidents, qui couvre un certain montant en cas de sinistre selon le type d'abonnement choisi, est incluse dans ce prix. En outre, la Mairie de Paris a trouvé un remède à l'éternel problème de recharge des voitures électriques : les Bluecars ont une autonomie de 250 kms en cycle urbain ce qui devrait largement suffire pour les courts trajets en ville pour lesquels les autolib's sont mis en place. Celui qui voudrait quand même faire un tour complet à travers toutes les ruelles de la ville, peut facilement recharger sa voiture dans 250 stations autolib' à Paris et dans plus de 40 communes d'Île-de-France. Ces stations seront également mises à disposition pour les particuliers usagers d'un véhicule électrique. Si tout va bien, plus de 1700 Bluecars rouleront déjà sur les routes de Paris en 2012. Mais pour le moment, les Parisiens doivent encore être patients car l'inauguration officielle du projet n'est prévue que pour décembre 2011. Néanmoins, les adeptes des véhicules électriques ont déjà pu avoir un avant-goût des autolib's lors d'une journée « portes ouvertes » dans plusieurs Espaces autolib' le 8 octobre, quand 33 Bluecars ont roulé pour la première fois au centre-ville de Paris.

Autolib's, Zipcars et BeMobility: une tendance verte pan-européenne

Nous verrons donc dans les mois à venir si les Parisiens sauteront avec autant d'enthousiasme dans les autolib's que sur les selles des vélib's. Mais comme la mode écologique n’a cessé de se développer en France ces dernières années, il y a de bonnes chances que les Bluecars, tout comme les vélib's, soient bientôt un moyen de transport tout à fait normal à Paris. En outre, une comparaison avec d'autres capitales européennes montre que les systèmes municipaux de location de voitures sont au goût du jour. Ainsi, les zipcars roulent sur les routes de Londres depuis quelques années et sont utilisés par les habitants avec enthousiasme. Même si la plupart des zipcars fonctionnent toujours à l'essence, il existe également quelques voitures électriques à louer. À Berlin, on essaie également de révolutionner la circulation urbaine. Les initiateurs du projet BeMobility (BerlinelektroMobil), lancé à l’été 2010, souhaitent concevoir « une mobilité urbaine du futur qui soit flexible, abordable et durable. » Cela devrait être réalisé grâce à une plus grande intégration de véhicules électriques et hybrides dans la circulation routière. Avec la « Mobilitätskarte BerlinelektroMobil », on peut non seulement utiliser les e-Flinkster, véhicules électriques de location de la Deutsche Bahn, mais aussi les Pedelecs, vélos électriques de location, et les transports urbains. À ce jour, le projet n'a pas encore fini sa période d'essai, mais si les résultats sont bons, il sera sans doute bientôt tout à fait normal de faire ses courses hebdomadaires avec une voiture électrique louée. Les poumons de Berlin nous en seront certainement très reconnaissants, comme le seront bientôt, espérons-le, ceux de Paris.

Photo : (C) Groume/flickr.com