Erasmus, Internet und Billigflieger: Sie alle waren die Geburtshelfer der Eurogeneration. Krakau und Porto sind seitdem nur noch für wenige junge Europäer böhmische Dörfer. Aber wo kann die Eurogeneration eigentlich gemeinsam ihre Meinung sagen? Gestatten, cafebabel.com! Das erste Europamagazin im Netz feiert dieses Jahr seinen 10. Geburtstag.

Erasmus, internet et vols low-cost : ils ont tous été à l'origine de l'euro-génération. Depuis, Cracovie et Porto ne sont plus des contrées inconnues pour beaucoup de jeunes Européens. Mais où les membres de l'euro-génération peuvent-ils échanger leurs expériences ? Cafebabel.com, pour vous servir ! Cette année, le premier magazine européen en ligne fête son dixième anniversaire.

Nach dem Abitur erst mal raus aus dem Heimatdorf in die Großstadt, beim ersten Rucksackurlaub in Polen Reiseluft schnuppern, dann ein Jahr Erasmus in Bologna einlegen, nebenbei noch Dänisch lernen und in den Semesterferien durch Tschechien, Kroatien und Slowenien touren. Solche europäischen Lebensläufe sind seit der Einführung des Erasmus-Programms 1987 und der Erfindung des Billigfliegers keine Seltenheit mehr. Kaum einer studiert heute noch immer am gleichen Ort und verlässt nicht auch einmal sein Heimatland. Den nötigen Sprachkurs für den Kurztrip nach Barcelona macht man schnell im Internet und sucht sich überhaupt die meisten Informationen für sein spannendes, europäisches Leben im Netz. Was aber tippt die Eurogeneration in den Browser, wenn sie von nationalen Hahnenkämpfen die Nase voll hat und auch mal über den journalistischen Tellerrand hinaus schauen will? Sehr wahrscheinlich landet sie bei cafebabel.com, einem mehrsprachigen Onlinemagazin mit Sitz in Paris. Turmbau zu Babel trifft auf französische Café-Romantik – kann das denn gut gehen?

Auch mal über den nationalen journalistischen Tellerrand hinaus schauen

Diese Frage mögen sich die zwei Italiener Adriano Farano und Nicola dell'Arciprete vielleicht gestellt haben, als sie 2001 in Straßburg, noch ganz im Erasmusüberschwang, die Idee zu einem gesamteuropäischen Journalismusprojekt hatten. Die scheinbare Verrücktheit ihres Einfalls – schließlich gab es zu diesem Zeitpunkt noch kein einziges europäisches Onlinemedium – hielt sie aber nicht davon ab, ihre fixe Idee in die Tat umzusetzen und mit cafebabel.com das erste Online-Europamagazin zu gründen. Zehn Jahre später erfreut sich das bester Gesundheit, baut seine Leser- und Mitarbeiterschaft kontinuierlich aus und organisiert europaweite Reportageprojekte für junge Journalisten. Denn cafebabel.com ist nicht nur eines der ersten gesamteuropäischen Onlinemedien, sondern auch eines der wenigen Magazine, die ganz auf den partizipativen Journalismus setzen. Es gibt sie zwar, die europäische Zentralredaktion in Paris, in der sechs Journalisten und ein Webmaster das Magazin am Laufen halten. Doch der Großteil der Artikel wird von jungen „Babelianern“ wie Sladjana verfasst.

Im Rahmen eines Studienaustausches nach Paris gekommen, gefiel es Sladjana, die ursprünglich aus Bosnien stammt, in der französischen Hauptstadt so gut, dass sie nach ihrem Abschluss gar nicht mehr weg wollte. Hier als junge Journalistin Fuß zu fassen, war dann aber gar nicht so leicht, schließlich gibt es nicht besonders viele bosnische Medien in Paris und es ist auch nicht unbedingt selbstverständlich, in einer Fremdsprache zu schreiben. Das Reportageprojekt Orient Express von cafebabel.com, in dessen Rahmen 34 junge Journalisten die acht Balkanstaaten entdeckten, um vor Ort über Politik, Kultur und die EU-Balkanerweiterung zu berichten, kam für Sladjana wie gerufen: „Für mich war das Projekt in Albanien eine tolle Sache. Wenn man als Journalist noch jung ist, vertrauen einem nur wenige Medien so weit, dass man sein Projekt von A bis Z selbst durchführen darf.“ Deswegen ist Sladjana nicht nur mit dem Orient Express nach Tirana gefahren, sondern schreibt und fotografiert seit einem Jahr regelmäßig aus Paris für cafebabel.com und engagiert sich außerdem im „Cityblog“ La Parisienne.

Sprachkurs gefällig? Cafebabel.com spricht Englisch, Französisch, Italienisch...

Die meisten ihrer Artikel schreibt Sladjana dabei auf Französisch, weil es eben nicht so leicht ist, einen Übersetzer aus dem Bosnischen zu finden. Ansonsten zelebriert cafebabel.com aber die europäische Mehrsprachigkeit – die meisten Artikel erscheinen in den verschiedenen Sprachversionen des Magazins parallel auf Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch und Polnisch. Die Übersetzungen werden dabei wie das Schreiben der Artikel von der europaweiten „Babelcommunity“ übernommen. Ein Übersetzer vom Litauischen ins Französische? Kein Problem! Und sehr wahrscheinlich wohnt der auch noch in Madrid. Um die Babelianer aller Länder zusammenzuhalten, haben die Redakteure von cafebabel.com die „Cityblogs“ erfunden, als Lokalredaktionen der Babelcommunity, in der mehr als 1500 Journalisten und Übersetzer aktiv sind. Mélodie, eine junge Journalistin aus Paris, könnte dabei für viele von ihnen sprechen: „Cafebabel.com konnte mich eigentlich nur für sich einnehmen: ein junges, partizipatives Onlinemedium, dass von den Idealen des Web 2.0 durchdrungen und noch dazu mehrsprachig ist! Dass ich als Redakteurin und Übersetzerin mitmache, ist nicht nur eine gute Möglichkeit, schreiben zu üben und andere Babelianer zu treffen, sondern auch am europäischen Traum teilzuhaben.“

Dieser „europäische Traum“ gerät angesichts der nicht enden wollenden Streitigkeiten um die Euro-Stabilisierung und die wild um sich greifende EU-Bürokratie schnell einmal in Vergessenheit. Auch deswegen lohnt es sich, ab und zu einen Blick auf cafebabel.com zu werfen. Luftverschmutzung in Athen, die Zukunft des bosnischen Kinos oder Wiener Ökorevoluzzer – alles, was nicht nur von nationalem Interesse ist, steht bei cafebabel.com auf dem Menü. Momentan sind das vor allem die Städtedossiers aus der Reihe Green Europe on the ground, dem Zwillingsprojekt des Orient Express, in dessen Rahmen 40 Journalisten und Fotografen in zehn mittel- und südeuropäische Städte geschickt werden, um die Auswirkungen der „grünen Welle“ vor Ort zu beobachten. Dabei kommen nicht selten Reportagen heraus, die in den traditionellen Medien wohl schwer Platz finden würden. Denn es geht den Redakteuren von cafebabel.com ausdrücklich darum, eine kreative, junge und manchmal auch abgefahrene Sicht auf den Zustand der EU zu präsentieren, die nicht einfach nur die Berichterstattung der nationalen Medien kopiert.

Journalistisches Sprachrohr der Eurogeneration – auch mal neue Töne hören

Für dieses neuartige Konzept hat cafebabel.com 2010 den europäischen Digital Campaign of the Year Award gewonnen und auch den deutschen Fernsehriesen ZDF überzeugt: Seit September 2011 mischt cafebabel.com bei der Sendung Europaplus mit, in der wöchentlich aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft diskutiert werden. „Die Babelianer können dabei auf einer speziell dafür eingerichteten Themenseite ihren Senf in Form von Videos und Kommentaren abgeben“, erklärt Katha Kloss, die deutsche Redakteurin von cafebabel.com. Die interessantesten Beiträge werden dann donnerstags in der Sendung vorgestellt: „Das sind andere Töne als das ewige Meckern über griechische Hilfspakete und die Brüsseler Institutionen. Töne einer jungen, mobilen und diskutierfreudigen Generation, die Europa täglich lebt und gestaltet.“ Und eben die scheint mit cafebabel.com ihr journalistisches Sprachrohr gefunden zu haben. Babelianer kann übrigens jeder werden, der gerne schreibt und sich für europäische Themen interessiert. Ein Besuch auf cafebabel.com lohnt sich also auf jeden Fall!

Le bac en poche, de plus en plus de jeunes Européens quittent d'abord leur village natal pour une métropole, puis découvrent l'envie de voyager comme routards en Pologne, font une année dans le cadre du programme Erasmus à Bologne en apprenant en parallèle le danois, sans oublier de parcourir la République tchèque, la Croatie et la Slovénie pendant leur vacances universitaires. Ce genre de « curriculum vitae européen » n'est plus si rare depuis le lancement du programme Erasmus en 1987 et l'invention des vols low-cost. Aujourd'hui, de moins en moins de jeunes n'étudient que dans une seule ville ou ne quittent jamais leur propre pays. Avant un petit week-end à Barcelone, ils suivent rapidement un cours de langue en ligne, outil nécessaire depuis longtemps pour mener une vie européenne passionnante. Mais que faut-il taper comme mot-clef dans le moteur de recherche si vous en avez assez des combats de coqs nationaux et voulez voir plus loin que le bout de votre nez journalistique ? Vous tomberez très probablement sur cafebabel.com, magazine multilingue en ligne basé à Paris. Rencontre entre la tour de Babel et un charmant petit café parisien – c'est possible ?

Élargir ses horizons – mais autrement !

Adriano Farano et Nicola dell'Arciprete, italiens enthousiasmés par leur séjour Erasmus à Strasbourg, se sont peut-être posé cette question quand, en 2001, ils ont eu l'idée de fonder un projet journalistique paneuropéen. La folie apparente de leur idée – à l'époque, il n'existait aucun média européen en ligne – ne les a pas empêchés de la mettre en pratique et de fonder cafebabel.com, premier magazine européen en ligne. Dix ans plus tard, ce dernier jouit d'une santé éclatante : le nombre de ses lecteurs ne cesse de croître, les collaborateurs se multiplient et les projets de reportage pour jeunes journalistes à travers toute l'Europe fleurissent. Car cafebabel.com ne fait pas seulement partie du petit nombre de magazines paneuropéens en ligne, il est aussi un des médias qui mise entièrement sur le journalisme participatif. Bien qu'il y ait une rédaction centrale à Paris, dans laquelle six journalistes et un webmaster font tourner le magazine, la plupart des articles sont écrits par des jeunes « Babéliens » comme Sladjana.

Venue en France dans le cadre d'un échange universitaire, Sladjana, originaire de Bosnie, aimait tellement la capitale française qu'elle n'a plus voulu plus la quitter après avoir obtenu son diplôme. S'y implanter en tant que jeune journaliste n'a pourtant pas été facile car il n'existe pas beaucoup de médias bosniaques à Paris et écrire dans une langue étrangère ne va pas toujours de soi. Le projet de reportage Orient Express de cafebabel.com, dans le cadre duquel 34 jeunes journalistes ont découverts 8 pays des Balkans pour écrire sur place des reportages sur la politique, la culture et l'élargissement de l'Union européenne aux Balkans, est donc arrivé à point nommé pour Sladjana : « pour moi le projet en Albanie était une énorme opportunité. Quand vous êtes un jeune journaliste, très peu de médias vous font confiance pour mener votre projet de A à Z. » Sladjana ne s'est donc pas contentée de monter à bord de l'Orient Express à Tirana. Elle écrit et photographie également en tant que correspondante parisienne pour cafebabel.com et s'investit par ailleurs dans le « cityblog » La Parisienne.

Besoin d'un cours de langues ? Cafebabel.com parle anglais, français, italien...

Néanmoins, Sladjana écrit la plupart de ses articles en français car il n'est pas facile de trouver un traducteur de bosniaque. Hormis cela, cafebabel.com fête le multilinguisme européen – la plupart des articles sont publiés simultanément dans les différentes versions linguistiques du magazine en anglais, français, italien, espagnol, allemand et polonais. Ce sont les membres de la « babelcommunity » paneuropéenne qui se chargent de la traduction comme de l'écriture des articles. Une traduction du lituanien au français ? Aucun problème ! Il est même probable que le traducteur vive à Madrid. Pour unir les Babéliens de tous les pays, les rédacteurs de cafebabel.com ont inventé les « cityblogs », rédactions locales de la communauté babélienne dans laquelle plus de 1500 journalistes et traducteurs s'investissent. Mélodie, jeune journaliste parisienne, pourrait être la porte-parole de beaucoup d'entre eux : « cafebabel.com ne pouvait que me séduire: voilà un média jeune, participatif, complètement habité par les idéaux du web 2.0 et surtout, multilingue. M'y engager en tant que rédactrice et traductrice, c'était à la fois pour m'entraîner à écrire, rencontrer d'autres Babéliens et participer à une sorte de rêve européen. »

Face aux éternels différends autour de la stabilisation de l'euro et de la bureaucratie européenne de plus en plus envahissante, ce « rêve européen » pourrait vite tomber dans l'oubli. Cela vaut donc la peine de jeter de temps en temps un coup d'œil sur cafebabel.com pour redécouvrir son âme européenne. Pollution de l'air à Athènes, avenir du cinéma bosniaque ou révolutionnaires écologiques à Vienne – tout ce qui ne relève pas seulement d'un intérêt national, se trouve sur le menu de cafebabel.com. En ce moment, ce sont avant tout les dossiers de la série Green Europe on the ground, projet jumeau de l'Orient Express, dans le cadre duquel 40 journalistes et photographes ont été envoyés dans 10 villes d'Europe centrale et méditerranéenne pour observer sur place les effets de la « vague verte ». De ce type de projets naissent souvent des reportages qui trouveraient difficilement place dans les médias traditionnels car les rédacteurs de cafebabel.com veulent explicitement présenter l'état de l'UE d'une manière créative, jeune et parfois décalée qui ne copie pas juste le reportage des médias nationaux.

La voix de l'euro-génération – pour changer de ton journalistique

Pour ce concept novateur, cafebabel.com a gagné le Digital Campaign of the Year Award en 2010 et a même intéressé la ZDF, grande chaîne de télévision allemande : depuis septembre 2011, cafebabel.com participe à l'émission Europaplus dans laquelle est discutée, toutes les semaines, l'actualité politique et sociale européenne : « tous les Babéliens peuvent mettre leur grain de sel sous forme de vidéos ou commentaires sur un site thématique, créé spécialement à cette occasion », nous explique Katha Kloss, rédactrice allemande de cafebabel.com. Les contributions les plus intéressantes sont présentées chaque jeudi dans Europaplus : « ça change de ton, face aux éternelles plaintes sur les aides financières pour la Grèce et les institutions à Bruxelles ! Car ce sont les opinions d'une génération jeune et mobile qui aime discuter et qui, tous les jours, vit et construit l'Europe. » Avec cafebabel.com, cette génération semble avoir trouvé sa voix journalistique. Petit bonus : tous ceux qui aiment écrire et s'intéressent à des sujets européens peuvent devenir Babéliens. Cafebabel.com vous attend !