


WOHNUNG VERZWEIFELT GESUCHT: WIE KOMMT MAN IN DIE EIGENEN VIER WÄNDE?
CHERCHE APPARTEMENT DÉSESPÉRÉMENT: COMMENT TROUVER UN CHEZ-SOI?
Drei Zimmer, Küche, Bad: Wer in eine neue Stadt zieht, verbringt die ersten Tage meist nicht damit, die schönsten Cafés zu erkunden, sondern eine neue Bleibe zu finden. Besonders in Paris und Berlin kann das schnell zum Albtraum werden. Aber wenn man am rechten Ort sucht, kann man auch in den Hauptstädten ein Dach über dem Kopf finden.
Un trois pièces avec cuisine et salle de bain: si vous déménagez dans une nouvelle ville, vous ne passerez pas les premiers jours à découvrir les plus beaux cafés, mais à chercher un nouvel appartement. Surtout à Paris et à Berlin, cela peut très vite devenir un cauchemar. Mais si vous cherchez au bon endroit, vous trouverez un toit même dans la capitale.
„Sie wollen Anfang September ein Studio in Paris finden? Na dann mal viel Spaß!“ Die ältliche Concierge, die vor einem der schmucken Häuser am Square Bolivar im Nordosten von Paris das Laub zusammen kehrt, schüttelt mitleidig den Kopf. „Schauen Sie mal nur, dass Sie vor Schneeeinbruch ein Dach über dem Kopf haben!“ Was nach übertriebener Schwarzmalerei klingt, ist leider nicht so weit von der Realität entfernt. Denn besonders Anfang September, wenn in ganz Frankreich mit la rentrée („Rückkehr“) das neue Schul- und Universitätsjahr beginnt, gleicht der Wohnungsmarkt von Paris eher einem napoleonischem Schlachtfeld als einem Markt, der nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage funktioniert. Da zu diesem Zeitpunkt tausende neue Studenten in die Hauptstadt strömen und auch viele junge Berufstätige sich nach einer neuen Bleibe umsehen, kommt ein Zimmer auf gefühlte 100 Bewerber, von astronomischen Mieten ganz zu schweigen. Wer also das Glück hat, ein Erasmusjahr in Paris zu absolvieren, tut gut daran, sich früh genug mit der Wohnsituation auseinanderzusetzen. Verzagen sollte aber trotzdem niemand, denn unter der Brücke schlafen in Paris wirklich nur Liebespaare und Bohemiens.
Allein oder doch lieber zu zweit? WGs sind oft die bessere Wahl
Wer möglichst wenig Zeit und Nerven bei der Wohnungssuche verlieren will, der sollte es als erstes mit einer Bewerbung bei der Cité Internationale Universitaire (CIUP), kury Cité U genannt, über den Erasmusberater oder das Pariser Studentenwerk (CROUS Paris) versuchen. Allerdings liegt der Campus in einem eher unschönen Winkel des 14e Arrondissements, direkt an einer größeren Straße und weitab von dem berühmten Pariser Flair. Wen das aber nicht stört und wer ohnehin lieber unter Deutschen in der Maison Heinrich Heine sein will, kann die Wohnungssuche auf diese Art mit etwas Glück recht schnell abhaken. Schöner ist es allerdings, sich eine unabhängige Bleibe in einem etwas ansehnlicheren Viertel zu suchen, und dafür bieten sich natürlich am Besten WGs an. Auf den beiden Internetseiten www.colocation.fr und www.apartager.fr wird garantiert jeder fündig und besonders lange sollte das auch nicht dauern. Wenn man erst das „Vorstellungsgespräch“ mit den zukünftigen Mitbewohnern überstanden und die Fragen nach den eigenen Ess- und Waschgewohnheiten zur allgemeinen Zufriedenheit beantwortet hat, ist man nicht nur glücklich in den eigenen vier Wänden angekommen, sondern hat auch gleich die ersten Bekanntschaften in Paris gemacht. Zum Französischlernen ist eine solche Konstellation ideal und die Monatsmiete für ein WG-Zimmer dürfte den eigenen Geldbeutel auch nicht unnötig strapazieren.
Wer aber seine Ruhe will und eine eigene Wohnung in Paris sucht, sollte sich auf einige Strapazen und einen bedeutend größeren finanziellen Aufwand einstellen. Die meisten Anzeigen von Vermietern werden auf der Internetseite www.pap.fr geschaltet, aber um dort fündig zu werden, muss man von der schnellen Sorte sein: Da die Seite und auch das dazugehörige Magazin Particulier à particulier allgemein bekannt sind, werden die meisten Zimmer und Wohnungen schon am gleichen Abend vermietet. Am Beliebtesten sind dabei die studio genannten Einzimmerwohnungen mit eingebauter Küchenzeile und Bad, für die man – je nach Lage – zwischen 500 und 700 Euro im Monat locker machen muss. Auch wenn die meisten dieser studios wenig mehr als notdürftig ausgebaute Dachschrägen oder Abstellkammern sind, konkurrieren bei den Besichtigungen oft mehr als 50 Leute um die 10m² kleinen Wohnungen. Da ist die Aussicht, seine Wohnung mit bis zu drei Mitbewohnern zu teilen, dann doch gar nicht mehr so abschreckend.
Arm, aber sexy? Der Berliner Wohnungsmarkt ist im Umbruch
Manch einer mag sich angesichts der horrenden Mieten in Paris wohl seine kleine Bude in Berlin zurückwünschen. Doch die Zeiten, in denen man für eine lächerlich geringe Monatsmiete in einer Dreizimmerwohnung mit Balkon und Garten wohnen konnte, sind vorbei. Berlin ist zwar weiterhin viel billiger als alle anderen mitteleuropäischen Großstädte und bietet Wohnraum für jeden Geldbeutel, aber auch hier ziehen die Mieten an und ehemals angesagte Viertel wie Kreuzberg oder Friedrichshain sind mittlerweile nicht mehr die hippen und billigen Künstleroasen, als die sie einmal galten. Wer sich die Suche erleichtern will, kann sich auch in Berlin an das Studentenwerk wenden, dass mehr als 9.500 Wohnheimsplätze zur Verfügung stellt. Für ausländische Studierende gibt es dabei ein ganz spezielles Angebot, ähnlich der Cité Universitaire: Im Internationalen Studienzentrum Berlin (ISB) im Max-Kade-Haus in Charlottenburg können französische Austauschstudenten nicht nur ein Zimmer finden, sondern auch an einem umfangreichen kulturellen Programm teilnehmen, das unter anderem Autorenlesungen, Podiumsdiskussionen und Exkursionen im Raum Berlin umfasst.
Spannender und lehrreicher ist es aber sicher, sich eine eigene Wohnung oder eine WG zu suchen. Letzteres ist besonders in Berlin, das vor alternativen Wohngemeinschaften nur so überquillt, kein Problem. Auf allgemein bekannten Internetseiten wie www.wg-gesucht.de werden täglich neue Angebote zwischen Pankow und Neukölln eingestellt, unter denen jeder schnell fündig werden kann. Größer und billiger als in Paris sind die WG-Zimmer in Berlin auf jeden Fall, aber auch hier muss man oft einen mehr oder weniger umfangreichen „Einstellungstest“ bestehen. Wie oft gießt du deine Zimmerpflanzen? Isst du freitags Fisch? Wie hältst du's mit dem Kommunismus? Zukünftige Mitbewohner können dabei oft sehr kreativ werden. Wer den Freuden und Leiden des WG-Lebens aber lieber fern bleiben möchte, kann entweder auf ein Zimmer zur Untermiete oder auf eine eigene Wohnung ausweichen. Es lohnt sich auch in diesem Fall, in der Wohnungsbörse des Studentenwerks oder der Stadt Berlin zu beginnen oder ab und zu einmal in die Kleinanzeigen der Berliner Tageszeitungen zu schauen. Richtige Schnäppchen gibt es in Berlin zwar immer noch, aber dann muss man auch einmal in Kauf nehmen, dass es im Winter durch die Decke regnet oder man die Kohle zum Anfeuern des Ofens aus dem Keller in den sechsten Stock schleppen muss. Wer aber etwas mehr Zeit in die Suche investiert, ein paar Euros mehr für die Miete veranschlagt und auch vormals verschrieene Viertel wie Neukölln nicht scheut, kann in Berlin sicherlich seine Traumwohnung finden – und mit etwas Glück ist vielleicht sogar ein Balkon drin.
Bildnachweis: (C) Zeitfixierer/flickr
« Vous voulez trouver un studio à Paris début septembre? Bonne chance alors! » La vieille concierge qui ramasse les feuilles devant un des jolis immeubles au square Bolivar dans le Nord-Est de Paris, secoue la tête avec compassion : « faites en sorte d'avoir un toit sur la tête avant l’arrivée de la neige !» Ce qui paraît être du catastrophisme exagéré, n'est malheureusement pas si loin de la réalité. Car surtout début septembre, au moment de la rentrée scolaire et universitaire en France, le marché de l’immobilier de Paris ressemble plus à un champ de bataille napoléonienne qu'à un marché qui évolue selon le principe de l'offre et de la demande. Comme à ce moment de l'année des milliers de nouveaux étudiants arrivent dans la capitale et beaucoup de jeunes actifs cherchent également un nouvel appartement, plus de 100 candidats se battent pour une seule chambre au loyer inabordable. Celui qui a la chance de faire une année Erasmus à Paris ferait donc bien d'étudier un peu en avance le marché du logement. Mais il ne faut pas baisser les bras; heureusement à Paris il n’y a que les amants et les bohémiens qui dorment sous les ponts.
Tout seul ou plutôt à deux? Les colocations sont souvent un meilleur choix
Si vous voulez perdre le moins de temps possible et ne pas succomber rapidement à une crise de nerfs en cherchant un logement, vous devriez d'abord poser une candidature pour une place à la Cité Internationale Universitaire (CIUP) ou Cité U auprès de votre conseiller Erasmus ou du CROUS de Paris. Mais le campus de la Cité U est situé dans un coin plutôt triste du 14e arrondissement, au bord d'une grande route et loin du célèbre air parisien. Mais si cela ne vous dérange pas et si vous préférez rester parmi les Allemands dans la Maison Heinrich Heine, vous pourrez avec un peu de chance tirer un trait sur la recherche d'un logement assez vite. Néanmoins, il est beaucoup plus agréable de trouver un appartement indépendant dans un quartier un peu plus attrayant et dans ce cas, les colocations sont le meilleur choix. Sur les sites www.colocation.fr et www.apartager.fr vous trouverez certainement votre bonheur assez rapidement. Une fois « l'entretien d'embauche » avec vos futurs colocataires passé avec toutes les questions sur vos habitudes alimentaires et votre sens de l’hygiène irréprochable, vous aurez trouvé votre nouveau « chez-vous » et fait en même temps vos premières rencontres à Paris. Une telle constellation est bien sûr idéale pour apprendre le français et le loyer mensuel pour une chambre en colocation ne devrait pas trop ruiner votre budget.
Si vous préférez rester au calme dans un appartement entièrement à vous, vous devriez vous préparer à plus de fatigue et à un investissement financier beaucoup plus important. La plupart des annonces de propriétaires particuliers sont publiées sur le site www.pap.fr, mais pour y trouver la maison du bonheur, il faut agir vite: car le site et le magazine correspondant, De particulier à particulier sont bien connus, la plupart des chambres et appartements sont loués le soir même. Les offres les plus recherchées sont celles pour les studios et les une pièce avec cuisine intégrée et salle de bain pour lesquels vous devrez – en fonction de la situation – investir entre 500 et 700 euros par mois. Et même si la plupart de ces studios ne sont que des espaces entravés par les pentes des combles ou des cagibis, à peine aménagés, plus de 50 personnes sont souvent en concurrence pour ces appartements de 10 m² lors des visites collectives. Lorsque l’on sait cela, l’idée de partager un appartement avec trois colocataires semble alors bien moins terrifiante.
Pauvre, mais sexy? Le marché de l’immobilier à Berlin est en mutation
Face aux loyers inabordables de Paris, certains aimeraient peut-être retourner dans leur petite piaule à Berlin. Mais l'époque où on pouvait encore vivre dans un trois pièces avec balcon et jardin pour un loyer ridiculement bas est malheureusement révolue. Même si Berlin reste beaucoup moins chère que toutes les autres métropoles européennes et offre des logements pour tous les budgets, les loyers y augmentent également et des quartiers branchés comme Kreuzberg ou Friedrichshain ne sont plus les oasis bon marché d'artistes cools contrairement à ce qu’elles étaient avant. Pour faciliter votre recherche, vous pouvez vous adresser à Berlin au Studentenwerk (correspond au CROUS) qui offre plus de 9.500 places dans des foyers. Pour des étudiants étrangers, il existe une offre spéciale, un peu comme la Cité Universitaire: dans l'Internationale Studienzentrum Berlin (ISB) au Max-Kade-Haus à Charlottenburg, les étudiants Erasmus français ne sont pas seulement susceptibles de trouver une chambre, mais aussi de participer à un programme culturel très varié qui prévoit, entre autres, des soirées littéraires, des discussions et des excursions à Berlin.
Mais il est certainement plus intéressant et instructif de chercher son propre appartement ou une colocation. La dernière option ne pose aucun problème à Berlin qui semble déborder de colocations alternatives. Sur des sites bien connus comme www.wg-gesucht.de, les offres entre Pankow et Neukölln sont actualisées tous les jours et vous êtes donc sûrs de trouver vite un nouveau chez-vous. Les chambres en colocation à Berlin sont en tout cas plus grandes et moins chères qu'à Paris, mais dans la capitale allemande vous devrez également passer un « entretien d'embauche » plus ou moins détaillé. Combien de fois arrosez-vous vos plantes? Mangez-vous du poisson le vendredi? Que pensez-vous du communisme? Les futurs colocataires s'avèrent souvent très créatifs dans ce processus. Celui qui préfère garder ses distances avec les joies et misères des colocations pourrait se rabattre sur une chambre en sous-location ou un appartement. Dans ce cas aussi, il vaut la peine de commencer sa recherche dans les Wohnungsbörsen (« marchés du logement ») du Studentenwerk ou de la ville de Berlin et de consulter de temps en temps les petites annonces dans les grands quotidiens berlinois. De vraies bonnes affaires existent toujours à Berlin, mais peut-être devrez-vous vous accommoder du fait qu’il pleuve dans votre appartement en hiver et qu’il vous faille porter du charbon de la cave au sixième étage pour faire brûler votre poêle. Mais si vous passez un peu plus de temps à chercher, si vous êtes prêts à investir quelques euros de plus pour le loyer et si vous n'avez pas peur d’habiter dans des quartiers dorénavant populaires comme Neukölln, vous pourrez certainement trouver l'appartement de vos rêves à Berlin – et avec un peu de chance, vous aurez même un balcon!
Image: (C) Zeitfixierer/flickr
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