Parkour, die Kunst des Fortbewegens

Parkour. L'art du déplacement


Von: Kathi Preppner

De: Kathi Preppner

Als Michael Schütze 2004 einen Fernsehbeitrag über Parkour sieht, ist er fasziniert: Kraft und Eleganz der Sportart beeindrucken ihn. Parkour ist zu diesem Zeitpunkt vor allem in Frankreich beliebt. Es handelt sich um eine Art Hindernislauf, bei dem zu überwinden gilt, was dem Läufer gerade in den Weg kommt – sei es ein Blumenbeet oder eine Mauer. Schütze bewegt sich von nun an auf neuen Wegen durch seine Heimatstadt Magdeburg.

La première fois que Michael Schütze voit un reportage à la télévision sur « le Parkour », il est immédiatement fasciné. La force et l'élégance de ce nouveau sport l'impressionnent. A ce moment-là, Parkour est surtout populaire en France. C'est une sorte de course d'obstacles sans haies où le coureur est mis au défi de franchir tout ce qui se trouve sur son chemin en plein milieu urbain – des massifs de fleurs aux murs. Dans sa ville natale, Magdebourg, Michael Schütze se lance alors lui aussi dans ce type de parcours de haut vol.

Heute, vier Jahre später, trainiert er regelmäßig mit Freunden. Zusammen nennen sie sich Senshi, was japanisch ist und Kämpfer bedeutet. Doch um Kampf oder Wettkampf geht es beim Parkour gar nicht, eher darum, sich selbst zu bezwingen, sagt Schütze. Er nimmt Anlauf und erklimmt eine gut drei Meter hohe Mauer. Doch er hält nicht inne. Er läuft weiter, stößt sich mit den Füßen an einer Wand ab, um eine Mauer zu überwinden. Seine Bewegungen wirken fließend, sie gehen ineinander über.

 

Als Begründer der Sportart Parkour gilt der Franzose David Belle. Inspiriert hat ihn sein Vater, ein ehemaliger Soldat, der beim Militär an Hindernisläufen teilgenommen hat. Diese Läufe basieren auf der so genannten Méthode Naturelle, die wiederum auf den französischen Marine-Offizier Georges Hébert zurückgeht. Hébert ging es darum, athletische Fähigkeiten mit Mut und Hilfsbereitschaft zu verbinden. Zu seiner Methode gehören unter anderem Laufen, Rennen, Springen, Klettern, Balancieren.

 

Dieses Prinzip, das sich im Grunde überall ausführen lässt, übertrug Belle auf die Stadt. Häuserblocks mit ihren Treppenaufgängen, Mauern, Geländern und Zäunen nehmen die Läufer, die sich auch in Deutschland Traceure nennen, als Herausforderungen. Parkour kann als Rückeroberung des urbanen Raums gesehen werden. Der Traceur passt sich der Stadt mit all ihren Hindernissen an. Dabei ist er stets darauf bedacht, nichts zu zerstören, sondern die Wege, die er wählt, intakt zu halten.

 

Ende der achtziger Jahre hat Belle im Pariser Vorort Lisses zusammen mit Freunden eine Gruppe gegründet, die sie Yamakasi genannt haben. Die Bezeichnung stammt aus der afrikanischen Lingála-Sprache und bedeutet so viel wie „starker Körper, starker Geist“. Zu den acht Jugendlichen  zählte auch Sébastien Foucan, dem nachgesagt wird, die verschiedenen Techniken des Parkour benannt zu haben.

 

Heute wird zwischen über einem Dutzend Grundbewegungen unterschieden. Ein Weitsprung (saut de détente) wird zum Beispiel eingesetzt, um eine Lücke oder ein Hindernis zu überwinden. Viele Traceure machen nach dem Sprung eine Rolle (roulade), um den Aufprall dämpfen. Manchmal rollen sie aber auch über Objekte, die auf ihrem Weg liegen. Kann eine Mauer nicht einfach überwunden werden, weil sie instabil ist, kommt der Tic-Tac zum Einsatz: Der Traceur stößt sich seitlich an einer Wand oder an einem anderen Objekt ab. Das sieht für einen Moment so aus, als würde er die Wand hochlaufen. Die tatsächliche Ausführung aller Bewegungen hängt allerdings immer von der Situation ab. Die Entscheidung muss dabei schnell getroffen und umgesetzt werden. Nur so entsteht die fließende, elegante Bewegung der Traceure, die Parkour ganz einfach aussehen lässt.

 

Beim Parkour im Sinne Belles wählt der Traceur den direkten Weg, die sicherste und effektivste Art, Hindernisse zu überwinden. Bei Freerunning oder Freestyle-Parkour wird hingegen nicht immer der schnellste Weg gewählt. Hier bauen die Sportler akrobatische Figuren aus dem Turnen in ihre Wege ein. Da wird nach einer Landung schon mal ein Salto gemacht. Des Öfteren werden auch Elemente aus Kampfsportarten eingesetzt. Als Begründer des Freerunning gilt Foucan aus der Yamakasi-Gruppe, der auch Belle angehörte. Belle betont, dass er Freerunning als eine Art Erweiterung des Parkour versteht.

 

In Deutschland gehört Sandra Hess zu den bekanntesten Vertretern des Parkour. Über einen Bekannten aus dem Kampfsport lernte sie Belle kennen und trainierte mit ihm. Der ehemaligen Turnerin und Freestyle Karate-Weltmeisterin fiel das Erlernen der verschiedenen Techniken aufgrund ihrer vielseitigen sportlichen Erfahrung verhältnismäßig leicht. Trotzdem betont sie: „Da gehört sehr, sehr viel Training dazu und viel Disziplin.“ Sie warnt davor, sich zu überschätzen. Bei den Traceuren in den vielen Videos, die man im Internet findet, sehen alle Bewegungen ganz einfach aus. In Wahrheit steckt jedoch hartes Training dahinter. Hess, die 2005 die deutsche Parkour Association gegründet hat, empfiehlt: „Man muss zunächst die Technik erlernen und am Boden beginnen. Dafür bieten wir Einsteiger-Workshops, Seminare und Camps an.“

 

Parkour ist also nicht nur in Magdeburg angekommen. Auch in Oldenburg, Gütersloh und Reutlingen, in Schweden, Italien und Kalifornien haben sich Gruppen von Traceuren zusammengeschlossen. Zur Popularität der Sportart haben neben den vielen Videos im Internet auch zwei Filme von Luc Besson beigetragen: „Yamakasi – die Samurai der Moderne“ von 2001 verpackt die Anfänge des Parkour um Belle und Foucan als Geschichte. Im 2005 erschienenen Film „Ghettogangz – Die Hölle vor Paris“ spielt auch Belle mit, der sich durch die im Film von einer Mauer umgebene Banlieue bewegt und zahlreiche Parkour-Techniken vorführt. Auch im James Bond-Streifen „Casino Royale“ gibt es eine Parkour-Einlage von Foucan, dem Begründer des Freerunning, der Daniel Craig als James Bond in punkto Eleganz die Show stiehlt. Nicht umsonst wird Parkour häufig als Kunst bezeichnet – l'art du déplacement eben.

 

Diese künstlerische Sportart lässt sich auf das alltägliche Leben übertragen, wie David Belle im Interview auf Youtube sagt: „Die Philosophie ist, immer weiterzugehen, niemals anzuhalten. Wenn man ein Problem hat und nicht vorankommt, so wie man im Leben manchmal auf Hindernisse und Probleme stößt – es gibt immer einen Weg.“

Aujourd'hui, quatre ans après, il s'entraîne régulièrement avec des amis. Ensemble, ils se surnomment « Senshi », « combattant » en japonais. Pourtant, il n'est pas question de combat ou de concours dans ce sport, il s’agit plutôt de maîtriser son corps, explique le jeune homme. Il prend son élan et franchit un mur de plus de trois mètres. Là, il ne s'arrête pas, il saute déjà sur une rampe, continue de courir. Ses mouvements paraissent si fluides, c'est comme s'ils s'enchaînaient naturellement.

 

Le fondateur du Parkour est le Français David Belle. Cette nouvelle technique lui a été inspirée par son père, un ancien soldat, qui avait participé à des courses d'obstacles au sein de l'armée. Ces courses découlent de la méthode naturelle, qui avait été instaurée par l'officier de marine Georges Hébert. Il voulait allier les performances athlétiques aux qualités de courage et de serviabilité. Sa méthode comprend entre autres mouvements la marche, la course, le saut, l'escalade et l'équilibre.

 

David Belle a transposé ce principe à la ville. Les blocs de bâtiments avec leurs escaliers, leurs murs, leurs rampes, leurs clôtures, leurs vide-ordures et leurs massifs de fleurs sont autant des défis pour les « traceurs », (surnom que se sont donnés les adeptes du Parkour). Parkour peut être considérée comme une reconquête de l'espace urbain. Le traceur s'adapte à la ville avec tous ses obstacles. Il est en outre toujours soucieux de ne rien détruire et de garder les chemins intacts.

 

A la fin des années quatre-vingt, David Belle et sept autres amis ont fondé le groupe Yamakasi. Le terme vient du lingala, une langue africaine, et veut dire « corps fort, esprit fort ». Parmi les huit jeunes se trouvait aussi Sébastien Foucan à qui on attribue la conceptualisation des différentes techniques du Parkour.

 

Aujourd'hui, il existe plus d'une douzaine de mouvements de base. Un saut de détente intervient, par exemple, pour franchir un fossé ou un obstacle. Beaucoup de traceurs font une roulade après un saut, pour amortir le choc. Parfois, ils roulent également à travers des objets sur leur chemin. Lorsqu'un mur ne peut pas être franchi normalement, parce qu'il est instable, la technique du Tic Tac entre en action : le traceur s'appuie sur un mur ou un autre objet avec le pied pour passer l'obstacle. La technique du Tic Tac donne l’impression pendant quelques instants que le traceur marche sur la paroi. L'exécution des mouvements dépend en permanence de la situation. La décision doit être prise et réalisée vite. De là naît la gestuelle fluide et élégante des traceurs qui permet au Parkour de donner une impression de facilité.

 

Les règles énoncées par David Belle obligent le traceur à choisir le chemin le plus direct et la façon la plus sûre et efficace de franchir les obstacles. Dans des disciplines parallèles au Parkour, comme le Freerunning ou le Parkour Freestyle, les coureurs ont le droit de ne pas adopter le chemin le plus rapide. Les sportifs reprennent des éléments acrobatiques de la gymnastique. Ils font, par exemple, un saut périlleux après un atterrissage. Souvent, ils effectuent également des mouvements empruntés aux  arts martiaux. Sébastien Foucan du groupe Yamakasi, auquel David Belle appartenait également, est le fondateur du Freerunning. Pour David Belle, il s'agit là d'une sorte d'élargissement du Parkour.

 

En Allemagne, Sandra Hess est l'une des figures les plus connues du Parkour. Elle a rencontré David Belle par l’intermédiaire d’un ami commun et a travaillé avec lui. Pour l'ancienne gymnaste et championne du monde en Karaté Freestyle, les techniques du Parkour ont été relativement simples à apprendre. Pourtant, elle souligne : « Il faut s'entraîner beaucoup et avoir pas mal de discipline. » Pour elle, le véritable danger de cette discipline, c’est lorsque le traceur surestime ses capacités. Même si les mouvements ont l’air simple, en réalité, ils exigent un entraînement très dur. Sandra Hess, qui a fondé en 2005 la « Parkour Association » allemande, recommande : « Il faut d'abord apprendre la technique et commencer au sol. C’est ce que nous proposons à des débutants au cours d'ateliers, de séminaires et de camps. »

 

Parkour n'est donc pas seulement arrivé à Magdebourg. A Oldenbourg, Gütersloh et Reutlingen, en Suède, en Italie et en Californie, des groupes de sont formés pour le pratiquer. Outre la multitude de vidéos que l'on trouve sur Internet, deux films de Luc Besson ont contribué à la popularité de ce sport : « Yamakazi – Les samouraïs des temps modernes » de 2001 raconte l'histoire des débuts du Parkour autour de David Belle et de Sébastien Foucan. David Belle a de plus joué dans « Banlieue 13 », sorti en 2005, où il avait fait la démonstration de nombreuses techniques du Parkour. Dans le James Bond « Casino Royale », il y a un passage de Parkour effectué par Sébastien Foucan, qui vole la vedette en matière d'élégance à Daniel Craig. Ce n'est pas pour rien que l'on désigne le Parkour comme un art – l'art du déplacement.

 

Cette discipline, à la fois sport et art, peut aussi devenir une règle de vie quotidienne, explique David Belle dans une interview sur Youtube : « La philosophie, c'est de toujours aller de l'avant, de ne jamais s'arrêter. Si jamais on a un problème et que l'on ne peut plus avancer, comme dans la vie, où, parfois, il y a des obstacles, où, parfois, il y a des problèmes, il y a toujours un chemin à trouver. »

 

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