


CHRISTOPHE LEMAÎTRE UND ROBERT HARTING
CHRISTOPHE LEMAÎTRE ET ROBERT HARTING
Zwei Athleten, die bei den Leichtathletikweltmeisterschaften von Daegu glänzten
Deux athlètes qui ont brillé aux championnats du monde d'athlétisme de Daegu
Die Leichtathletikweltmeisterschaften, die dieses Jahr in Daegu stattfanden, haben ihr Versprechen gehalten, was Spannung und Spektakel betrifft. Das prägendste Bild bleibt wohl die Disqualifizierung des Königs der Disziplin, dem Jamaikaner Usain Bolt, wegen Fehlstart im 100m-Finale. Eine ideale Gelegenheit hingegen für Christophe Lemaître, dem Franzosen, in den große Hoffnungen auf eine Medaille gesetzt worden waren, einen Platz auf dem Podest zu ergattern. Das hat zwar nicht funktioniert, aber der Sprinter konnte das beim 200m-Lauf wieder gutmachen, indem er beim Finale den dritten Platz holte. Der andere spannende Wettkampf war das Diskuswerfen. Der Deutsche Robert Harting, amtierender Weltmeister, musste alles tun, um seinen Titel zu behalten und zu beweisen, dass sein Sieg in Berlin 2009 nicht nur ein Glücksfall war. Die Demonstration war ihm gelungen …
Diese beiden Athleten haben daher für ihre jeweilige Nation die Weltmeisterschaft 2011 geprägt. Zunächst Christophe Lemaître, da er nicht unter dem doch recht großen Druck zusammenbrach. Auf einem Schulhof durch einen Lehrer entdeckt, der von seiner Spitzengeschwindigkeit verblüfft war, ist der Sprinter der erste Weiße, der – 2010 – 100 Meter in weniger als 10 Sekunden lief, während Amerikaner, Briten oder Jamaikaner dieses Ergebnis bereits seit über 40 Jahren erzielen. Seitdem häufen sich die Titel für den Franzosen: Bei den Europameisterschaften wurde Christophe Lemaître Meister im 100-, 200- und 4x100m-Staffellauf, um nur drei der weiteren Titel und Podestplätze zu nennen, die er bei Meisterschaften oder Veranstaltungen holte. Das französische Publikum stellte natürlich daher in Korea besonders hohe Erwartungen an ihn. Mit seinen 1,90 m bleibt der 21-jährige Athlet natürlich und behält jene Nonchalance, die ihn zugänglich und bei allen sehr beliebt macht. Am 28. August, bei der Präsentation der Athleten, die sich für das 100 Meter-Finale qualifiziert haben, scheint er konzentriert und versunken in seine Welt. Der Startschuss fällt und gleichzeitig ereignet sich ein Erdbeben für sämtliche Anwärter auf das Podest: Der Fehlstart von Usain Bolt disqualifiziert diesen automatisch und überlässt das Feld seinen Gegnern ... Der Franzose ist es sich schuldig, seine Chance auf einen Podestplatz zu ergreifen. Vor allem, da andere Spitzenläufer abwesend sind wegen Verletzung oder Dopings … Dennoch misslingt Christophe Lemaître der zweite Start des Rennens (die Starts sind im Übrigen seine Schwachstelle) und er beendet sein Rennen am Fuße des Podests. Er räumt ein, dass das Ausscheiden des Jamaikaners eine „echte Überraschung darstellte. Im Warteraum war er wie immer, richtig locker. Es ging ihm wirklich gut, es ist also wirklich verwunderlich“. Danach, als ob er verkrampft gewesen wäre, war es für ihn schwierig, ein besseres Ergebnis zu liefern als 10,47, auch wenn diese Leistung den besten Platz für einen Franzosen beim 100-Meter-Lauf einer Weltmeisterschaft darstellt. Wenige Tage später, am Samstag, den 3. September, versucht der Sprinter erneut sein Glück beim 200 Meter-Lauf, wo er wieder mit seinem jamaikanischen Konkurrenten konfrontiert wird. Usain Bolt glänzt, rächt sich für das missglückte 100 Meter-Finale und gewinnt das Rennen. Christophe Lemaître rächt sich ebenfalls, indem er einen sehr guten Start hinlegt und damit den dritten Platz im Finale belegt – und vor allem den französischen Rekord in der Disziplin bricht : 19,80 Sekunden gegen zuvor 20,16. Entspannt und glücklich beweist er Frankreich und der Welt, dass er für weitere Herausforderungen bereit ist.
Robert Harting war ein weiterer Athlet, der absolut entspannt an die Meisterschaften heranging, denn dies verlangt seine Disziplin : Diskuswerfen erfordert die totale Entspannung des Athleten, andernfalls kann der Diskus nicht sehr weit fliegen. Dennoch stand der 25-jährige Deutsche, der durch einen Schmerz im Knie beeinträchtigt war, ebenfalls unter Druck: Zwei Jahre zuvor, 2009, überraschte er die Welt, indem er bei sich zu Hause in Berlin das Wettkampffinale gewann, und zwar mit einem persönlichen Rekord von 69,43m als Zugabe. Die Leistung wird in Daegu wiederholt: Robert Harting setzt sich bei den Größten durch, indem er Gerd Kanter schlägt, einen der besten Vertreter der Disziplin, und Ehsan Hadadi, einen Iraner, der seit einigen Jahren einen Aufschwung erlebt. Robert Harting war dennoch nur Fünfter seiner Qualifikationsgruppe geworden, da er seinen Diskus „nur“ 64,93m weit geworfen hatte. Sein zweiter Weltmeistertitel ist in Wirklichkeit kein reiner Zufall, sondern vielmehr der Abschluss einer Periode von zwei Jahren, die gut gefüllt waren mit Meisterschaften und Veranstaltungen, wo der Diskuswerfer beweisen konnte, dass er sein Handwerk beherrscht. Somit platziert er sich als Zweiter bei den Europameisterschaften in Barcelona 2010 und vollbringt das ganze Jahr 2011 hindurch Spitzenleistungen: Sein Diskus landet im Durchschnitt in 66 bis 69 Metern Entfernung ... Ergebnisse, die Robert Harting stolz auf seiner persönlichen Website präsentiert – die sehr auffällig gestaltet ist, während der Athlet selbst ein eher reserviertes Wesen besitzt. Seine Gegner erkennen ihn in der Tat als jemanden an, der ruhig und mitfühlend ist und alle unterstützt. 2009, in dem Jahr seines ersten Weltmeistertitels, hatte er weder einen Kommunikationsberater noch einen Bodyguard. „Ich beschütze mich selbst“, macht er von seinen 2,01 Metern herab bekannt ... Der Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbands Eike Emrich gesteht: Robert Harting ist „ein junger Rebell“. Aber ein sanfter Rebell. Eike Emrich ergänzt: „In Wirklichkeit hat er zwei Facetten – die, welche das Protokoll nicht (so sehr) mag und daher ein wenig rebellisch wirkt, und die vom Terrain, die sehr sympathisch ist. Er hat einen wahren Sinn für Gerechtigkeit und Billigkeit, und er hat viel Mitgefühl für seine Konkurrenten. Ein sehr guter Start für einen Athleten, der großem Druck ausgesetzt ist“. Ein Druck, mit dem er bei seinem Weltmeisterschaftsfinale am 30. August umzugehen wusste. Sich selbst treu und sehr spontan, hat er sein Trikot zerrissen wie 2009, um vor Freude zu jubeln. Schöne Bilder für die Fernsehkanäle der ganzen Welt.
Ob für Frankreich oder Deutschland – diese beiden Athleten ließen uns schöne Momente erleben, im Geiste des Sports und der Großherzigkeit.
Les championnats du monde d'athlétisme, qui se sont déroulés cette année à Daegu, ont tenu leurs promesses en terme de spectacle et de suspens. L'image marquante restera la disqualification pour faux-départ en finale du 100m, du roi de la discipline, le Jamaïcain Usain Bolt. Une occasion rêvée en revanche pour le Français, Christophe Lemaître, sur qui reposait un grand espoir de médaille.. Si cela ne lui a finalement pas réussi, le sprinteur s'est ensuite rattrapé sur 200m en terminant 3e lors de la finale. L'autre épreuve attendue était celle du lancer de disque. L'Allemand Robert Harting, champion du monde en titre, devait tout faire pour garder sa place et prouver que sa victoire à Berlin en 2009 n'était pas qu'un coup de chance. Démonstration fut faite et ces deux athlètes auront donc marqué, chacun pour leur pays, les mondiaux 2011.
Christophe Lemaître, pour commencer, n’a pas cédé sous la pression pourtant forte. Repéré dans une cour d'école par un enseignant impressionné par sa vitesse de pointe, le sprinteur est le premier Blanc à courir le 100 mètres en moins de 10 secondes en 2010.. Depuis, les titres s'accumulent pour le Français : aux championnats d'Europe par exemple, il est sacré champion sur 100 mètres, 200 mètres et au relais 4x100 mètres. Il était, par conséquent, très attendu en Corée par le public français. Du haut de son 1,90 m, l'athlète de 21 ans reste naturel et garde cette nonchalance qui le rend accessible et très apprécié de tous. Lors de la présentation des athlètes qualifiés pour la finale du 100 mètres, le 28 août, il semble très concentré. Le départ est donné, provoquant un choc chez l'ensemble des prétendants au podium : le faux départ d'Usain Bolt, le tenant du titre, le disqualifie automatiquement et laisse le champ libre à ses adversaires. Le Français se doit de saisir sa chance de monter sur le podium. D'autant que d'autres coureurs de très haut niveau sont absents, pour cause de blessure ou de dopage Cependant, Christophe Lemaître manque son deuxième départ (les départs sont d'ailleurs son point faible) et termine sa course au pied du podium. Il concède que l'élimination du Jamaïcain a constitué « une réelle surprise ». « Dans la chambre d'appel, il était comme à son habitude, vraiment relâché. Il était vraiment bien, donc c'est vraiment étonnant ». Dès lors, difficile de faire mieux que 10’’47, même si cette performance constitue la meilleure place pour un français sur 100 mètres, dans un championnat du monde. Quelques jours plus tard, samedi 3 septembre, le sprinteur retente sa chance sur 200 mètres, là encore confronté à son concurrent jamaïcain. Usain Bolt brille, se venge de sa finale manquée sur 100 mètres, et remporte la course. Christophe Lemaître prend également sa revanche, en réalisant un très bon départ ; il se place 3e de la finale et bat de surcroît le record de France de la discipline : 19’’80 contre 20’’16 précédemment. Détendu et heureux, il prouve de nouveau à la France et au monde qu'il est prêt pour d'autres challenges.
Robert Harting, de son côté, semble aborder ces championnats avec calme. Sa discipline l'impose : le lancer du disque nécessite une totale décontraction de l'athlète, sans quoi le disque ne peut s'envoler très loin. Pourtant, gêné par une douleur au genou, l'Allemand âgé de 25 ans concourt également sous pression. Deux ans plus tôt, en 2009, il surprenait le monde en remportant chez lui, à Berlin, la compétition avec un record personnel à 69,43 mètres. L'exploit est réitéré à Daegu : Robert Harting s'impose parmi les plus grands en battant Gerd Kanter, l'un des meilleurs représentants de la discipline, et Ehsan Hadadi, Iranien en grande progression depuis quelques années. Robert Harting avait pourtant terminé cinquième de son groupe de qualification, en effectuant un lancer à « seulement » 64, 93 mètres. Son deuxième titre mondial n'est pas le fruit du hasard mais le terme de deux années d’entraînement intensif, bien remplies par les championnats et les meetings lors desquels le lanceur démontre son talent. Il se classe ainsi deuxième aux championnats d'Europe de Barcelone en 2010 et réalise des performances de pointe tout au long de l'année 2011 avec une moyenne de lancer entre 66 et 69 mètres. Des résultats que Robert Harting annonce fièrement sur son site personnel, très tape à l'œil alors que l'athlète est d'un naturel plutôt réservé. Calme, compatissant et solidaire, c’est ainsi que le décrivent ses adversaires. En 2009, année de son premier titre mondial, il n'avait ni conseiller en communication ni garde du corps. « Je me protège moi-même » lance-t-il du haut de ses 2,01 mètres.
Le vice-président de la fédération allemande d'athlétisme, Eike Emrich l'avoue : Robert Harting est « un jeune rebelle ». Mais un rebelle doux. Eike Emrich complète : « En réalité, il a deux facettes, celle qui n'aime pas (trop) le protocole et qui paraît donc un peu rebelle, et celle sur le terrain, très sympathique. Il a un vrai sens de la justice et de l'équité, et a beaucoup de compassion pour ses concurrents. Un très bon départ pour un athlète soumis à de grandes pressions ». Une pression qu'il a su gérer lors de sa finale mondiale le 30 août dernier Fidèle à lui-même et très spontané, il déchire son maillot, comme en 2009, pour exprimer sa joie. De belles images pour les chaînes du monde entier.
Que se soit pour la France ou pour l'Allemagne, ces deux athlètes ont donné de beaux moments à vivre, dans l'esprit du sport et de la générosité.
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