Sonnenschirme, Segelboote und meterhohe Sandburgen: Wer glaubt, dass es diese Grundzutaten eines gelungenen Urlaubs nur an der Côte d'Azur oder der Atlantikküste gebe, hätte Paris im Juli und August dieses Jahres sicher nicht wiedererkannt. Seit am 21. Juli Paris Plages 2011 ausgerufen wurde, muss man nicht mehr erst ganz Frankreich durchqueren, um sich am Wasser zu bräunen. Aber kann die Seine wirklich das Mittelmeer ersetzen?

Parasols, bateaux à voile et énormes châteaux de sable : vous pensez toujours que l'on ne trouve ces ingrédients de vacances estivales réussies que sur la Côte d'Azur ou au bord de l’océan Atlantique ? Vous ne connaissez donc pas Paris au mois de juillet et août ! Depuis le 21 juillet, jour de lancement de Paris Plages 2011, vous n’avez plus besoin de traverser tout l'hexagone pour bronzer au bord de l'eau. Mais la Seine peut-elle vraiment remplacer la mer Méditerranée ?

Wenn es nach der Mairie de Paris ginge, müsste eigentlich niemand mehr im August in die Provence oder in die Aquitaine fahren, um sich von der Sonne am Strand braten zu lassen oder mit dem Segelboot über das azurblaue Meer zu fahren. Schließlich gibt es doch Paris Plages! Was auf den ersten Blick wie ein schlechter Scherz wirkt – Strandfeeling in Paris, wo es ja noch nicht einmal genügend Grünflächen und erst recht keinen Badesee gibt? – ist aber ein vom Pariser Bürgermeisteramt initiiertes Großprojekt, dass nun schon seit zehn Jahren all die Pariser, die im Sommer zu Hause schmachten und sich keine Strandferien leisten können, mit blau-weiß gestreiften Liegestühlen und Planschbecken entlang der Seine beglückt. Auch dieses Jahr lassen sich die zuständigen Behörden den Strandspaß so einiges kosten, schließlich müssen ja knapp 5000 Tonnen Sand an den Ufern der Seine und dem Bassin de la Villette verteilt, unzählige Spielgeräte und Abenteuerparks aufgebaut und die zahllosen Animateure, Entertainer und Aufpasser einen Monat lang von 8:00 bis 24:00Uhr bezahlt werden.

Piratenhütten, Seilbahnen und jede Menge Wettbewerbe – Sommerlangeweile ade?

Die werden aber auch dringend gebraucht, schließlich ist das Angebot an Spiel- und Spaßgeräten schier unendlich: Piratenhütten, Kletterwände, Tretboote, Seilbahnen, Schwimmbecken und eine künstliche Surfanlage zieren die „Abenteuerstrände“ entlang der Voie Georges Pompidou, direkt am Ufer der Seine im schicken 1. und 4. Arrondissement, und am Bassin de la Villette im etwas weniger feinen 19. Arrondissement im Pariser Nordosten. Dazwischen stehen blau-weiße Liegestühle und Umkleidehäuschen, die von den Designern Troy und François Avril entworfen wurden. „Im letzten Jahr sahen die aber noch schöner aus“, meint Sylvie, eine Passantin, die die Badegäste skeptisch über die Marmorbrüstung hinweg beäugt. „Mir ist das dieses Jahr alles zu einfach gehalten.“ Was auf die Sitzmöglichkeiten zutreffen mag, stimmt aber im Falle der Spielanlagen ganz sicher nicht. Besonders am Wochenende bilden sich meterlange Schlangen vor den Seilbahnen und Schwimmbecken, die für den allgemeinen Besucherandrang viel zu klein sind. Überhaupt scheint bei Paris Plages so einiges eher „mini“ ausgefallen zu sein, was wohl auch daran liegen mag, dass die meisten Angebote eindeutig an die Kinder der unglücklich in der Hauptstadt zurückgebliebenen Pariser gerichtet sind.

Wenn diese dann aber doch Lust auf Sommerfeeling bekommen, können sie immer noch auf dem Canal Saint Martin segeln, einen kostenlosen Tai Chi-Kurs machen oder zu späterer Stunde exotische Tänze der französischen Antillen lernen. Und natürlich darf auch der obligatorische Wettbewerb im Sandburgenbauen nicht fehlen, der allerdings etwas von dem fünf Meter hohen Dornröschchenschloss überschattet wird, dass auf Vorschlag des Disneyland Paris in tagelanger Arbeit auf der Voie Georges Pompidou aus Sand gemeißelt worden ist. Wer es lieber etwas intellektueller mag und nicht im Sand graben will, der kann sich immerhin am Fotomarathon der Fnac beteiligen, die knapp 600 Amateuren die Aufgabe stellt, die meistfotografierte Stadt der Welt einmal aus einer anderen Perspektive zu zeigen. Oder doch lieber etwas über Recycling und gesunde Ernährung lernen? Auch dafür hat die Mairie de Paris mit zahlreichen Workshops gesorgt. Und wem das alles zu viel Aufregung ist, der kann sich immer noch auf die Pétanque-Felder verziehen und der vielleicht französischsten Sommerbeschäftigung frönen.

Es ist für alles gesorgt – nur nicht fürs schöne Wetter!

Obwohl das Sommerspektakel Paris Plages nun schon zum zehnten Mal stattfindet, hat es für die meisten Pariser und Touristen nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Denn diese strömen weiterhin jeden Tag an die Ufer der Seine, um einen der wenigen Liegestühle zu ergattern. Dieses Jahr hat das „in den Herzen der Hauptstadt verankerte Volksfest“, wie die Mairie de Paris es gerne beschreibt, mehr als drei Millionen Besucher und damit 5% mehr als im letzten Jahr angezogen. Da ist es natürlich kein Wunder, dass man bei den acht Cafés und fünf Eisbuden relativ lange anstehen muss, bis man seinen Orangensaft oder sein Eis in der Hand hält. Denn wie überall in Paris gilt hier ebenfalls: Es sind einfach zu viele Menschen da! Aber auch hierfür hat der Pariser einen Geheimtipp parat: François, ein Anwohner aus der nahe gelegenen Rue de Rivoli, weiß, wo er ein stilles Plätzchen findet: „Ich gehe immer schon ganz früh morgens, so gegen 9 Uhr zu Paris Plages, wenn sonst noch niemand da ist. Da mache ich dann meine Kaffee- und Croissantpause ganz allein am Pont Neuf.“

Müssen sich die Tourismusbehörden der Mittelmeer- und Atlantikregionen also auf harte Zeiten einstellen, weil Paris ihnen das Vorrecht auf die alleinige Strandurlaubsorganisation abspricht? Das wird wohl kaum der Fall sein, denn schließlich kann die Mairie de Paris auch nicht alles 100% organisieren: Die scheinbar einfache Gleichung „Sommer, Sonne, Strand“ wollte dieses Jahr leider nicht so recht aufgehen, denn die Sonne ließ sich selbst im August nicht gerade häufig blicken. Aber Paris sieht ja auch im Regen schön aus und ein blau-weiß gestreifter Sonnenschirm lässt sich schnell zum Regenschirm umfunktionieren. Und gibt es überhaupt etwas Schöneres, als im Regen in einem Liegestuhl an der Seine mit Blick auf die Île Saint-Louis zu sitzen? In diesem Sinne ist Paris Plages noch ein langes Leben zu wünschen – auf eine neue Ausgabe im Jahr 2012!

Si tout se faisait comme le voudrait la Mairie de Paris, aucun d'entre nous n’aurait plus à aller en Provence ou en Aquitaine au mois d'août pour bronzer sur des plages ensoleillées ou faire du bateau à voile sur une mer bleu azur. Après tout, on a Paris Plages ! Ce qui, à première vue, pourrait être perçu comme une blague – une ambiance de plage à Paris alors qu’il n'y a pas assez d'espaces verts et aucun lac pour se baigner ? – est un projet gigantesque initié par la Mairie de Paris et qui enchante depuis maintenant dix ans tous les Parisiens qui se languissent chez eux car ils ne peuvent pas se payer des vacances à la mer. Et tout cela grâce à des transats bleus et blancs et des mini-piscines installées sur les bords de la Seine. Cette année encore, les autorités n’ont pas lésiné sur les moyens : ce sont en effet 5000 tonnes de sable qui ont été répandues sur les bords de la Seine et autour du Bassin de la Villette, de nombreux parcs d’aventures et ludothèques installés et un grand nombre d'animateurs et de surveillants mobilisés pendant un mois entier de 8h du matin à minuit.

Cabanes de pirates, tyrolienne et concours – adieu l'ennui estival ?

La présence de ces animateurs est précieuse car l'offre de jeux et d'activités semble presque inépuisable : cabanes de pirates, mur d'escalade, pédalos, tyroliennes, piscines et un simulateur de vagues artificielles ornent les « plages aventure » tout au long de la voie Georges Pompidou, sur les bords de Seine dans les 1e et 4e arrondissements et au Bassin de la Villette dans le 19e, quartier un peu moins chic dans le nord-est de Paris. En outre, les plages sont équipées de transats et de cabines aux rayures bleues et blanches, conçus par les designers Troy et François Avril. « L'année dernière c'était plus beau », remarque Sylvie, une passante qui regarde d'un œil sceptique les baigneurs à travers la balustrade en marbre. « Cette année, c'est trop simpliste pour moi. » Ce qui peut paraître vrai dans le cas des chaises ne l'est certainement pas pour les ludothèques sophistiquées. Surtout le week-end, de longues files d’attente s’étirent devant les tyroliennes et piscines qui paraissent beaucoup trop petites pour le très grand nombre de visiteurs. En fait, beaucoup de choses semblent être plutôt « mini » à Paris Plages, ce qui pourrait s’expliquer par le fait que la plupart des offres ciblent explicitement les enfants des Parisiens, restés pendant les vacances dans leur capitale.

Si ceux-ci ont quand même envie de profiter de l'ambiance estivale, ils peuvent toujours faire du bateau à voile sur le Canal Saint Martin, participer à un cours de Taï-chi gratuit ou, plus tard dans la soirée, s’essayer à des danses exotiques franco-antillaises. Bien sûr, l’éternel concours de châteaux de sable ne manque pas non plus au rendez-vous, bien que les créations des enfants restent un peu à l'ombre du château en sable de la Belle au bois dormant de cinq mètres de haut, œuvre sculptée sur la voie Georges Pompidou suite à une suggestion faite par Disneyland Paris et a qui a nécessité plusieurs journées de travail. Par ailleurs, celui qui préfère des amusements plus intellectuels et n’a pas envie de s'aventurer sur le sable, peut participer au marathon photo de la Fnac qui donne la possibilité, à presque 600 amateurs photographes, de représenter d’autre point de vue la ville la plus photographiée au monde. À moins que vous ne préfériez vous renseigner sur le recyclage et la nourriture saine ? La Mairie de Paris organise également plusieurs ateliers sur ces thématiques. Mais celui qui trouve tout cela trop fatiguant, peut toujours se retirer sur l’un des nombreux terrains de pétanque et s'adonner ainsi à l'activité estivale la plus typiquement française.

On s'occupe de tout pour vous – sauf du beau temps !

Bien que le spectacle estival Paris Plages ait lieu pour la dixième fois, il n'a rien perdu de son attractivité pour la plupart des Parisiens et des touristes. Ceux-ci continuent d’affluer chaque jour sur les bords de Seine pour dénicher un des rares transats. Cette année, la « fête populaire ancrée dans les cœurs de la capitale », comme la Mairie de Paris aime décrire Paris Plages, a attiré plus de trois millions de visiteurs soit 5% de plus que l'année dernière. Il n'est donc pas étonnant de devoir faire la queue pendant un petit moment devant les huit cafés et cinq marchands de glace avant de pouvoir se régaler de son jus d'orange ou de sa glace. Car ce qui vaut pour tout Paris, n'est pas faux dans le cas de Paris Plages : il y a trop de monde ! Mais les vrais Parisiens ont leurs petites astuces : François, riverain de la rue de Rivoli, sait où trouver son petit coin silencieux : « je vais souvent très tôt à Paris Plages, vers 9h du matin, quand il n'y a encore personne. Comme ça je fais ma pause café-croissant tout seul devant le Pont Neuf. »

Les agences de tourisme de la mer Méditerranée et de l’Atlantique devraient-elles s’inquiéter de la concurrence des plages parisiennes ? Ce ne sera certainement pas le cas car, après tout, la Mairie de Paris ne peut pas tout prévoir. L'équation en apparence simple « été, soleil, plage » ne s'est pas vraiment concrétisée cette année où le soleil s’est fait timide, surtout au mois d'août. Mais Paris est une ville toujours belle, même sous la pluie, et un parasol bleu et blanc peut être facilement reconverti en parapluie ! Qu’il y a-t-il en effet de plus beau que d'être assis, sous la pluie, sur un transat au bord de la Seine avec vue sur l'Île Saint-Louis ? C’est avec cette image en tête que nous souhaitons une longue vie à Paris Plages et une nouvelle édition en 2012 !