Die Welt spricht Fußball. Von Europa bis Lateinamerika, von Asien bis Afrika – alle sind sie verrückt nach der Jagd um den runden Ball. Die Mannschaften der Profiligen weltweit werden immer internationaler. Wie funktioniert hier Integration? Wie verständigen sich die Spieler aus den verschiedenen Nationen untereinander? Doch nicht wohl nur auf Englisch ?

Tout le monde parle foot. De l’Europe jusqu'en Amérique latine en passant par l’Asie et l’Afrique,  le monde entier adore le ballon rond. Les équipes des ligues professionnelles mondiales deviennent de plus en plus internationales. Comment fonctionne l’intégration dans ce milieu? Comment des joueurs de différentes nationalités communiquent-ils entre eux? Seulement en anglais?

Es ist Freitagnachmittag, und es schneit. Gärtner pflegen den Rasen des Sportclubs Freiburg, während sich die Spieler des deutschen Erstligisten in der Umkleide für das Training vorbereiten. Sie kommen aus zehn verschiedenen Nationen, so z.B. aus Weißrussland, Kroatien, Senegal und Frankreich. Bevor sie in Freiburg anfingen, spielten Fußballer wie Yacine Abdessaki, Jonathan Jäger, Papiss Demba Cissé und der Torwart Simon Pouplin in Metz, Straßburg, Le Havre oder Rennes. Wie ist es also, wenn ein Spieler in ein Land kommt, dessen Sprache er kaum oder gar nicht beherrscht?

Jeder ausländische Spieler erhält – in Abstimmung mit seinem Trainingsplan – jede Woche ein- bis zweimal Sprachunterricht. In Freiburg wird dieser von der pädagogischen Leitung des Sportclubs übernommen. Bei allen organisatorischen Fragen – der Eröffnung eines Kontos, dem Abschluss einer Versicherung, der Wohnungssuche – hilft die Assistenz der sportlichen Leitung dem Spieler, damit er sich so schnell wie möglich in seiner neuen Stadt heimisch fühlt.

Wie heimisch ist man nach zwei Jahren Deutschland? FplusD traf sich auf ein Gespräch mit Simon Pouplin. Der 25jährige Franzose aus Cholet spielte bei Stade Rennes, bevor er 2008 in das Tor des SC Freiburg wechselte.

Simon, Sie sprechen sehr gut Deutsch. Wie haben Sie Deutsch gelernt?

Um mich zu verständigen, reicht es aus. Da ich Deutsch in der Schule hatte, hatte ich schon eine Basis. Jetzt verstehe ich zwar noch nicht alles, aber das meiste. Auf dem Spielfeld gibt es keinerlei Probleme, und auch bei den Abenden mit der Mannschaft kann ich mich mit den anderen gut verständigen. Jetzt lerne ich weiterhin Deutsch, um es zu perfektionieren.

Sie hatten Deutsch also in der Schule – als erste oder zweite Fremdsprache?

Als zweite Fremdsprache. In meiner Zeit bei Stade Rennes sprach ich praktisch gar kein Deutsch mehr, aber der Vorteil war, dass ich schon die Grundkenntnisse hatte, als ich in Freiburg ankam.

Als Sie 2008 hier ankamen, haben Sie dann im Sportclub einen Sprachkurs erhalten?

Ja, sofort. Unsere Lehrerin im pädagogischen Zentrum, Stefanie von Mertens, unterrichtet alle ausländischen Sportler. […] Derzeit bringt sie Kisho Yano Deutsch bei – er ist Japaner!

Wie wird im Training gesprochen – mit dem Cheftrainer Robin Dutt, dem Torwarttrainer und den anderen? Haben Sie Dolmetscher, wie läuft das ab?

Ab dem ersten Tag habe ich mit meinem Torwarttrainer Deutsch gesprochen, da gibt es vier, fünf Wörter, die zu lernen sind; und am Anfang reicht das aus, um sich auf dem Spielfeld zu organisieren. So etwa 'hoch!', 'Spiel mich an!', 'schieben', 'pressen' … Damit kommst Du erstmal weiter. Das hast Du in einer halben Stunde drauf. Wenn der Coach dann eine Situation erklären will, die etwas taktischer oder technischer ist, dann spricht er Englisch mit dem Spieler, der kein Deutsch spricht. Und wenn dieser weder Deutsch noch Englisch spricht, dann malt er die Szene auf eine Tafel. So funktioniert die Verständigung immer. Man darf ja auch nicht vergessen, dass jeder von uns seit zehn oder fünfzehn Jahren Fußball spielt – da kommen die Dinge automatisch, jeder kennt sich auf dem Terrain aus.

Und innerhalb der Mannschaft sprechen Sie untereinander Deutsch?

Ja, auf jeden Fall. Wir sind ja über zehn verschiedene Nationen, aber wir sind hier in Deutschland, da ist es normal, dass wir uns auf Deutsch unterhalten. Klar, wir sind auch eine kleine 'französische Gemeinschaft', so Yacine, Johnny, Papiss, Cédric, ich, die dann unter uns Französisch sprechen. Aber das ist nett, das macht eine schöne Mischung aus. Diese verschiedenen Kulturen, das mag ich sehr.

Fahren Sie oft ins Elsass?

Ja, nach Straßburg. Es ist nicht weit, und man kann mal ins Kino, Papierkram erledigen, Shoppen. Dass Frankreich gerade nebenan liegt, das ist ein großer Vorteil!

Ja, so hat man beide Kulturen …

Ja, genau, so ist es! Das ist sehr praktisch. […] Ich komme aus Westfrankreich, und das Elsass kannte ich überhaupt nicht, und es interessierte mich auch nicht. Als ich dann hierher kam, lernte ich auch diese schöne Region kennen.

Die Sprache zu lernen, ist das Ihrer Meinung nach wichtig für die Integration innerhalb der Mannschaft, in der Stadt, im Alltag?

Ja, zum einen sehen die Leute, dass man sich Mühe gibt, die Sprache zu sprechen und sich zu integrieren, und für die praktischen Dinge des Alltags ist es in der Tat einfacher, sei es Einkaufen, Brot besorgen, zur Bank oder auf die Post gehen …

Wie fühlen Sie sich in Freiburg?

Es gefällt mir hier sehr gut. Die Stadt ist sehr schön und sehr angenehm, das Umweltbewusstsein ist sehr stark entwickelt, ob im Sommer mit all diesen Fahrrädern oder im Winter der Wintersport im Schwarzwald... Die Leute sind sehr liebenswürdig, man kommt leicht mit ihnen in Kontakt, und es gibt hier viele, die die Franzosen mögen, man kann sagen, die Region und die Stadt sind sehr frankophil.

Ist das Leben hier sehr unterschiedlich zu dem in Rennes?

Ja, das schon, aber wir bewegen uns ja dennoch innerhalb der europäischen Kultur, das ist für mich also viel leichter als für einen Spieler wie Kisho Yano, der aus einem völlig anderen Kulturkreis stammt. Aber es gibt schon Unterschiede, wie die Weihnachtstraditionen hier und im Elsass, die sehr ausgeprägt sind; bei mir zuhause zündet man zwei, drei Lichter in der Straße an, den Weihnachtsbaum gibt es am 15. Dezember, und zwei Tage nach Heilig Abend ist alles vorbei. Freiburg ist auch eine sehr ökologische Stadt, sie ist viel sauberer, wir sind da noch nicht so weit. Und es gibt natürlich Unterschiede beim Essen, da kommt Ihr Deutschen nicht an uns ran, aber das ist normal! (Simon grinst verschmitzt.)

Noch eine letzte, etwas allgemeinere Frage: Der Fußball und vor allem die großen Turniere wie EM und WM, werden zu immer internationaleren Events. Trägt der Fußball Ihrer Meinung nach zu einer besseren Völkerverständigung bei?

Ja, ich denke, so war es schon immer und wird es nun noch mehr sein, weil man immer stärker auf Verständigung bedacht ist. Der Sport leistet dabei einen großen Beitrag, so wie auch die WM in Südafrika, die vielleicht weniger gut organisiert war als 2006 in Deutschland, aber kulturell und symbolisch gesehen sehr wichtig war, als erste WM auf afrikanischem Boden. Ich denke, das war für die Afrikaner etwas ganz besonderes. Der Sport allgemein reißt Barrieren nieder, ganz einfach. So auch bei uns, auf dem Spielfeld, um wieder auf das Thema zurückzukommen, da verstehen wir uns sofort untereinander, auch wenn wir uns in den ersten Tagen in der Umkleide nicht unterhalten können. Da kommen Automatismen in Gang, die es uns ermöglichen, sofort miteinander zu lachen, auch wenn wir uns sprachlich noch nicht verständigen können, und das ist es, was den Sport ausmacht, ich denke, das ist seine Besonderheit.

Vendredi après-midi, il neige. Des techniciens s’occupent de la pelouse du Sportclub Fribourg pendant que les joueurs du club de première division se préparent à l'entrainement. Ils sont originaires de dix nations différentes, notamment de Bélarus, de Croatie, du Sénégal ou encore de France. Avant de commencer à jouer à Fribourg, des joueurs comme Yacine Abdessaki, Jonathan Jäger, Papiss Demba Cissé et le gardien de but, Simon Pouplin ont joué à Metz, Strasbourg, Le Havre ou Rennes. Comment les choses se passent-elles alors, quand un joueur arrive dans un pays dont il ne maîtrise pas la langue?

Chaque joueur étranger obtient, en adéquation avec son programme d'entrainement, une à deux heures de cours de langue par semaine. A Fribourg, le programme est géré par la direction pédagogique du Sportclub. Pour toute question relative à l’organisation, le joueur est soutenu par l'assistance de la direction sportive pour les choses importantes telles que l’ouverture d’un compte bancaire, la souscription d’assurances, la recherche d'un logement, afin qu’il s’acclimate le plus rapidement possible.

Après deux ans passés en Allemagne, dans quelle mesure peut-on dire que l’on est intégré ? L’équipe de FplusD a rencontré Simon Pouplin. Le Français de 25 ans, originaire de Cholet, a été gardien au Stade Rennais avant de venir garder les buts du club SC Fribourg.

Simon, vous parlez très bien l'allemand. Comment avez-vous appris l'allemand?

Mon niveau d’allemand me permet de me faire comprendre. Ayant appris l'allemand à l'école, j'avais déjà les bases. Aujourd’hui, je ne comprends pas tout, mais la plupart des choses. Sur le terrain, il n'y a pas de problèmes, et j'arrive également à me faire comprendre lors des soirées avec l'équipe. A présent je continue à apprendre l'allemand pour le perfectionner.

Donc, vous avez eu de l'allemand à l'école – en LV 1 ou LV 2?

En LV 2. Lorsque j’étais au Stade Rennais, je ne parlais pratiquement pas l'allemand, mais l'avantage était que j'avais déjà les bases quand je suis arrivé à Fribourg.

Quand vous êtes arrivés en 2008, avez-vous pris un cours de langue au Sportclub?

Oui, tout de suite. Notre professeur au centre de formation, Stefanie von Mertens, enseigne à tous les joueurs étrangers. […] En ce moment, elle apprend l'allemand à Kisho Yano qui est Japonais.

Quelle langue parlez vous pendant l'entrainement – avec Robin Dutt, l'entraîneur-chef, avec l'entraîneur des gardiens et avec les autres? Avez-vous un interprète, comment cela se passe-t-il?

Dès la première journée, j'ai parlé allemand avec l’entraîneur des gardiens; il y a quatre ou cinq mots qu’il faut connaître; et au début ça suffit pour s'organiser sur le terrain. Par exemple: 'haut!, Passe-moi le ballon!, 'pousser', 'presser'. Avec ça, tu vas déjà loin. En une demi-heure, c'est appris. Et puis ensuite, quand le coach veut expliquer une situation plus tactique ou technique, il parle anglais avec le joueur qui ne parle pas allemand. Si celui-ci ne maîtrise ni l'allemand, ni l'anglais, il fait des dessins sur un tableau. Ainsi, la communication fonctionne toujours. Il ne faut pas non plus oublier que chacun de nous joue au foot depuis une dizaine ou une quinzaine d'années, donc les choses viennent automatiquement, chacun se connait sur le terrain.

Et entre vous, au sein de l’équipe, parlez-vous allemand?

Oui, dans tous les cas. Nous sommes de plus de dix nationalités différentes, mais nous nous trouvons ici en Allemagne, donc il est normal de se parler en allemand. Bien sûr, on est aussi une petite «communauté française», Yacine, Johnny, Papiss, Cédric et moi, nous parlons français entre nous. Mais c'est sympa, cela fait un beau mélange. Les différentes cultures, c'est ce que j'aime le plus.

Allez-vous souvent en Alsace?

Oui, à Strasbourg. Comme ce n’est pas loin, on peut faire une soirée cinéma, s'occuper des papiers, faire du shopping. La France juste à côté, c'est un très grand avantage!

Oui, ainsi on a les deux cultures...

Oui, c'est ça! C'est très pratique. […] Je viens de l'ouest de la France, je ne connaissais pas du tout l'Alsace, elle ne m'intéressait pas non plus. Quand je suis arrivé ici, j'ai également fait connaissance de cette belle région.

Selon vous, est-ce que le fait d'apprendre la langue est important pour une meilleure intégration au sein de l'équipe, dans la ville, dans la vie quotidienne?

Oui, d'un côté les gens voient qu'on fait des efforts pour parler la langue et pour s'intégrer, et c'est en effet aussi plus simple pour les démarches de la vie quotidienne comme faire les courses, aller chercher du pain, aller à la banque ou à la poste...

Comment vous sentez-vous à Fribourg?

Je me sens bien ici. La ville est très belle et très agréable, la conscience écologique y est très développée, que ce soit en été avec tous les vélos ou en hiver avec les sports d'hiver dans la Forêt Noire... Les gens sont très accueillants, ils ont le contact facile, et beaucoup d’entre eux aiment les Français. On peut dire que les habitants de la région et de la ville sont très francophiles.

La vie ici est-elle très différente de celle à Rennes?

Oui, elle l'est, mais nous restons cependant dans la culture européenne, c'est donc beaucoup plus facile pour moi que pour un joueur comme Kisho Yano, qui vient d'une culture totalement différente. Mais il y a quand-même des différences; les traditions de Noël par exemple sont beaucoup plus développées ici et en Alsace; chez moi, on allume deux, trois lumières dans la rue, le sapin de Noël est fait le 15 décembre, et deux jours après Noël tout est fini. Fribourg est également une ville très écologique, elle est beaucoup plus propre, nous ne sommes pas encore à ce niveau-là à Rennes. Et bien sûr, il y a aussi des différences dans la nourriture, vous, les Allemands, vous pouvez difficilement faire mieux que nous, mais c'est normal! (Petit sourire malicieux de Simon).

Encore une dernière question un peu plus globale: le foot et surtout les grands tournois comme la coupe d'Europe ou du monde, deviennent des événements de plus en plus internationaux. À votre avis, le foot, contribue-t-il à une meilleure entente entre les peuples?

Oui, je pense que ça a toujours été le cas et ça le sera encore plus à l’avenir, puisqu'on cherche beaucoup plus à s'entendre. Le sport contribue à ce rapprochement; on peut mentionner la coupe du monde en Afrique du Sud (qui était peut-être moins bien organisée qu’en 2006 en Allemagne), mais qui était très importante culturellement et symboliquement, comme première coupe du monde sur le sol africain. Je pense que c'était quelque chose de très particulier pour les Africains. De manière générale, le sport brise les barrières, tout simplement. Tel est le cas aussi chez nous, sur le terrain, pour revenir au sujet, on s'entend tout de suite entre nous, même si nous ne pouvons pas discuter ensemble dans les vestiaires les premiers jours. Il y a tout de suite des automatismes qui nous permettent de rire ensemble, bien qu'on ne puisse pas encore se faire comprendre par la langue. C'est une des caractéristiques du sport, c'est sa particularité.