Von: Charlotte Noblet

De: Charlotte Noblet

Schon vor einem Jahr haben sie als Erasmus - Studentinnen Leipzig entdeckt und immer noch  scheinen sie nach der Stadt süchtig zu sein! Die Eine ist geblieben, um ihre Diplomarbeit über das deutsch-französische Geschichts-Lehrbuch zu schreiben, die Andere, um mit den Kindern der Pablo-Neruda-Schule auf Französisch zu arbeiten. Sandrine Guers (21 Jahre) und Clémentine Cure (22 Jahre) hatten Leipzig ausgewählt, « weil es im Osten liegt ».

Die Erste träumte schon immer von Deutschland: Das Erasmus-Programm hat es ihr während ihres Studiums an der Universität in Lyon ermöglicht, in Deutschland zu studieren, „ohne ein Jahr zu verlieren“. „Die im Ausland bekommenen ECTS-Punkte werden normalerweise von der Heimatuniversität ohne großen Aufwand anerkannt, da sollte man sich keine Sorgen machen!“

Die Zweite ist im Rahmen ihres Studiums in Angers losgefahren: „Wir haben ein obligatorisches Auslandsemester, aber es ist etwas kurz: Als wir zurückfahren sollten, fingen wir gerade an, uns zu integrieren!“

Ein Semester statt ein Jahr zu bleiben tendiert allerdings dazu, die Norm zu werden, denn die Studierenden, die ins Ausland wollen, werden immer mehr. „Die Leipziger Universität begrüßt jedes Jahr circa 550 ausländische Studierenden, davon etwa 400 Erasmus-Studierende, unter denen viele Franzosen, Spanier, Polen und Tschechen sind“, erklärt Anne Vorpagel vom Akademischen Auslandsamt. „Wir geben alles, damit sie keine praktischen Schwierigkeiten haben.“ Schon vor der Abfahrt können die Studierenden sich über Stundenplan und Wohnung per Mail erkundigen. „Wir empfehlen lieber Wohngemeinschaften  als Studentenwohnheime, weil sie meistens besser helfen, sich zu integrieren und Deutsch zu sprechen“, gibt Anne Vorpagel an und fügt hinzu: „Unter den 730 deutschen Studierenden, die pro Jahr ins Ausland gehen, stellen viele ihr möbliertes Zimmer zur Verfügung. Dies ist eine Möglichkeit etwas zu finden. Und überhaupt ist es eigentlich kein Problem, in Leipzig eine Unterkunft zu bekommen!“

Die Austauschstudenten werden nicht nur zum Einschreiben an der Universität sondern auch zu Verwaltungsbehörden wie Krankenkassen und Bürgeramt begleitet. Eine Riesenerleichterung für junge Leute wie Clémentine, die sich schon gefragt hatte, ob sie alles ohne Hilfe von Papa und Mama schaffen würde.

Sandrine fürchtete ihrerseits eher, sich am Anfang etwas einsam zu fühlen. Diese Sorge ist durch das dreiwöchige  Programm schnell verschwunden, welches den Austauschstudenten vor dem Semesteranfang angeboten wird, um ihr Deutsch zu verbessern und die Stadt kennen zu lernen. Deutsch-Unterricht vormittags und Ausflüge nachmittags, alles für ca. 100 Euro: Es gab nichts besseres, um sich kennen zu lernen, sich über die Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache auszutauschen und um eine schöne Zeit zu verbringen!

Während dieses Praktikums hören die meisten Studierenden erstmals von WILMA (1), die für ihre Partys und günstigen Ausflüge bekannt ist. Wie quasi jeden Montagabend sind die WILMAner in einer Kneipe anzutreffen, diesmal im Beyerhaus. Beim Falten der Programme für die neuen Austauschstudenten stellen sie gerne ihre Arbeitsgemeinschaft und ihre Aktivitäten vor: „Wir zeigen Städte wie Eisenach, Dessau, Erfurt oder es wird zusammen gekocht. Jeder  kann einfach was organisieren, von Anfang an bis zum Ende und das macht Spaß“, erklären Susanne und Birgit, selbst verantwortlich für ein „Aktivwochenende“ auf dem Rad und im Kanu im Spreewald. „Wir sind etwa zwanzig ehrenamtliche Studenten, die meistens selbst einmal Austauschstudenten waren und die sich für weitere internationale Erfahrungen begeistern“, ergänzt Heiko. „Wir sind bei den europäischen Austauschstudenten sehr erfolgreich, aber es ist wirklich schwieriger, das Interesse der zahlreichen Asiaten für unsere Angebote zu erregen“, bedauert Christian. „Und außer unseren Partys kennen uns auch die deutschen Studenten nicht gut. Schade, denn mit immer mehr Austauschstudenten in Leipzig wären doch zusätzliche freiwillige HelferInnen willkommen!“, fügt Antje hinzu, die schon seit ein paar Jahren bei WILMA aktiv ist.

Selbst wenn WILMA den Status einer Institution bei vielen Austauschstudenten hat, unterstützen auch andere Organisationen das Miteinander zwischen deutschen Studenten und Austauschstudenten. Das Akademische Auslandsamt bietet zum Beispiel ein Portal an, in dem die Austauschstudenten mit deutschen Studenten Kontakt aufnehmen können, die schon in ihrer Heimatstadt studiert haben.

Seit ein paar Jahren ermöglicht die Leipziger Philologie Fakultät, bzw. das Herder-Institut, eine Alternative zum üblichen Frontalunterricht. „Nach dem Vorbild des deutsch-französischen Jugendwerkes bieten wir Sprachtandems an“, erklärt Dr. Olaf Bärenfänger, stellvertretender Direktor des Sprachenzentrums. „Wir bringen die interessierten Personen in direkten Kontakt mit der Fremdsprache, die sie lernen wollen.“ „Das Prinzip ist ganz einfach“, ergänzt eine der Koordinatorinnen, Julia Grob:. „Zwei Personen mit unterschiedlichen Muttersprachen treffen sich regelmäßig, um sich die Sprache gegenseitig beizubringen.“ Und sie fügt hinzu: „Die Vermittlung erfolgt Online, dank einer Partnerbörse und je nach Sprachniveau und Interessen.“ Die Online Anmeldung ist kostenfrei und für ein studentisches Tandem mit zwölf mal zwei Stunden gibt es sogar 2 ECTS Punkte. „Wir fordern nur ein Mindestniveau, den europäischen Standard A2, um sicher zu gehen, dass eine Verständigung möglich ist“. „Zudem stellen wir den Tandempartnern Tipps und pädagogisches Material zur Verfügung“.

Die deutsch-französischen Tandems sind vor Sprachprüfungen oder bei Erasmus-Aufenthalten sehr gefragt. Also, warum nicht sich selbst auf ein oder zwei Erasmus Semester mit einem
Sprachtandem vorbereiten?!
 
 
 (1) WILMA = WillkommensInitiative für in Leipzig Mitstudirende Ausländer/-innen

Ca fait maintenant plus d’un an qu’elles ont découvert Leipzig en tant qu’étudiantes Erasmus et elles en paraissent toujours accros ! L’une est restée pour écrire son mémoire de Master sur le manuel d’histoire franco-allemand, l’autre pour travailler en français avec les enfants de l’école Pablo-Neruda. Sandrine Guers (21 ans) et Clémentine Cure (22 ans) avaient à l’époque choisi Leipzig car « c’était à l’Est ».

La première rêvait de l’Allemagne depuis toujours ; la formule Erasmus lui a permis de partir « sans perdre une année » pendant ses études LLCE (1) à l’Université de Lyon : « les points ECTS reçus à l’étranger sont normalement acceptés par l’université d’origine sans trop de paperasse, il ne faut pas s’inquiéter ! » La seconde est partie dans le cadre de ses études LEA (2) à Angers : « nous avons un semestre à l’étranger obligatoire, mais c’est un peu court : il nous faut repartir alors qu’on commence à s’intégrer ! »

Un semestre plutôt qu’une année à l’étranger tend pourtant à devenir la norme, car les étudiants sont aujourd’hui nombreux à vouloir partir. « L’université de Leipzig accueille chaque année environ 550 étudiants étrangers dont 400 Erasmus, parmi lesquels beaucoup de Français, d’Espagnols, de Polonais et de Tchèques », déclare Madame Vorpagel, du bureau international de l’université (3). « Nous faisons notre possible pour leur épargner toute difficulté pratique ». Déjà avant le départ, les étudiants peuvent se renseigner par mail sur les emplois du temps des facultés, sur les possibilités d’hébergement. « Nous recommandons la colocation ou « WG » plus que la cité universitaire », explique Madame Vorpagel. « Cela permet en général de s’intégrer plus facilement et de parler allemand  plus souvent. » Et d’ajouter : « Parmi les quelque 730 étudiants allemands qui partent chaque année à l’étranger, beaucoup mettent leur chambre meublée à disposition. C’est une première possibilité. Et sinon, ce n’est vraiment pas difficile de trouver un toit à Leipzig ! »

Les étudiants étrangers sont  accompagnés non seulement pour s’inscrire à l’université et choisir leurs cours, mais aussi lors des premières démarches administratives comme l’ouverture d’un compte en banque, l’inscription auprès une caisse d’assurance maladie ou encore la déclaration de domicile auprès de la ville. Un vrai soulagement pour des jeunes comme Clémentine qui se demandait si elle y arriverait sans l’aide de papa et maman !

Sandrine, elle, redoutait plutôt de se sentir seule. Souci sitôt envolé avec le stage de trois semaines proposé avant la rentrée universitaire aux étudiants étrangers afin d’améliorer leur allemand et de se familiariser avec la ville. Cours le matin et excursion l’après-midi, le tout pour à peu près 100 euros : rien de mieux pour faire connaissance, se rassurer sur ses difficultés en allemand et passer de bons moments !

C’est d’ailleurs lors de ce stage que la plupart des étudiants étrangers entendent  pour la première fois parler de WILMA (4), réputée pour ses Partys mais aussi pour les sorties organisées à petits prix  tout au long de l’année. Comme chaque lundi soir, les bénévoles de WILMA avaient donné rendez-vous dans un café, cette fois au Beyerhaus. En pliant les programmes destinés aux étrangers arrivant pour le semestre d’été, ils présentent leurs activités : « Nous proposons de découvrir des villes comme Eisenach, Dessau, Erfurt, ou encore de cuisiner ensemble. Chacun peut organiser une sortie du début à la fin et ça aussi, c’est intéressant », expliquent Susanne et Birgit, elles-mêmes responsables d’un « week-end actif » en Spreewald, avec canoës, vélos et soirée barbecue. « Nous sommes une vingtaine de bénévoles, souvent des étudiants qui reviennent eux-mêmes de l’étranger et qui sont ouverts aux échanges internationaux », explique Heiko. « Nous avons du succès auprès des étudiants européens, mais c’est plus difficile d’intéresser les nombreux Asiatiques qui viennent étudier à Leipzig », déplore Christian. « Et à part nos Partys, les étudiants allemands ne nous connaissent pas bien non plus. C’est dommage, surtout avec le nombre croissant d’étudiants étrangers à Leipzig, car des bénévoles supplémentaires seraient les bienvenus ! » ajoute Antje, active depuis déjà plusieurs années à WILMA.

Si WILMA est une institution pour de nombreux étudiants étrangers, d’autres organisations encouragent aussi les échanges entre étudiants allemands et étrangers. Le bureau international de l’université de Leipzig (3) propose ainsi une plate-forme virtuelle permettant de mettre en contact les étudiants étrangers avec des Allemands déjà partis dans leur ville d’origine.

Et depuis une paire d’années déjà, la faculté de philologie propose une alternative aux cours de langue frontaux. « Nous proposons des tandems sur le modèle de ceux de l’OFAJ en mettant les personnes intéressées en contact avec la langue qu’elles désirent apprendre », déclare le Dr. Olaf Bärenfänger, Directeur adjoint du centre de langues de l’université. « Le principe est simple : deux personnes de langues maternelles différentes se voient régulièrement pour apprendre la langue de l’autre », explique Julia Grob, une des coordinatrices du projet. « La mise en relation se fait grâce à notre plate-forme Internet, selon les niveaux de langue et les centres d’intérêts ». Et de préciser que l’inscription en ligne est gratuite et qu’il est même possible pour les étudiants d’obtenir deux points ECTS pour un tandem de douze cours de deux heures. « Nous exigeons seulement un niveau minimum correspondant au standard européen A2 pour que la communication soit possible », ajoute la coordinatrice. « Sinon, nous proposons d’encadrer les tandems dans leur apprentissage et nous mettons du matériel pédagogique à leur disposition. »

Les Français seraient très demandés, notamment par des étudiants allemands préparant un examen de langue ou un séjour Erasmus en France. Alors pourquoi ne pas se préparer à un ou deux semestres Erasmus -  notamment à Leipzig - grâce à un e-tandem ?!

(1) LLCE = langues, littératures et civilisations étrangères
(2) LEA = langues étrangères appliquées
(3) Akademisches Auslandsamt (AAA)
(4) WILMA = WillkommensInitiative für in Leipzig Mitstudirende Ausländer/-innen