Auch wenn Frankreich und Deutschland Nachbarländer sind, gibt es doch bemerkenswerte Unterschiede, was Studienortwahl, das Prüfungssystem, die Lernweise, das Verhältnis zwischen Professoren und Studenten, die Finanzierung des Studiums und das Alter der Absolventen anbelangt.

Même si la France et l’Allemagne sont des pays voisins, il existe des différences importantes en ce qui concerne le choix de l’université, le déroulement des examens, la façon d’apprendre, les relations entre les étudiants et les professeurs, le financement des études et l’âge des diplômés.

So macht man in Deutschland erst mit ca. 19 Jahren Abitur, was zur Folge hat, dass die meisten schon über 20 sind, wenn sie mit dem Studium beginnen. Sie möchten weg von zu Hause und endlich alleine, nicht mehr unter der Obhut der Eltern leben. In Frankreich hingegen macht man schon mit 17/18 Jahren das Abitur, so dass die meisten gerade volljährig geworden sind, wenn sie mit dem Studium beginnen. Fast alle bleiben in der Stadt, in der ihre Eltern leben, oder immatrikulieren sich an der nächstliegenden Universität, damit der Weg nach Hause nicht zu lang ist.

Bezüglich des Studiensystems kann man sagen, dass das französische Hochschulsystem straffer organisiert ist als das deutsche. Hausaufgaben sind an einer deutschen Universität kaum vorstellbar, an einer französischen jedoch die Regel. Ein großer Unterschied besteht auch in der Art und Weise des Lernens. Während in Frankreich immer alles sehr präzise und z. T. auswendig gelernt werden muss, legt man in Deutschland mehr Wert auf die Hintergründe und Zusammenhänge. Des Weiteren ist Interaktivität in Seminaren für viele Franzosen ein Fremdwort, wohingegen die deutschen Studenten darauf „trainiert“ werden.

Was das Verhältnis zu Professoren anbelangt, so ist die Hierarchie an französischen Universitäten stärker ausgeprägt. Die Distanz zwischen Lehrenden und Lernenden ist dort einfach größer.

 

En Allemagne, on passe le bac à 19 ans. Après 13 ans d’études, les étudiants ont donc en moyenne 20 ans, quand ils entrent à l’université.

C’est l’âge où ils veulent voler de leurs propres ailes et quitter le cocon familial. En France, on passe le bac déjà à 17/18 ans, après 12 ans d’études, si bien qu’on commence ses études alors qu’on a à peine atteint la majorité. Souvent, les Français font leurs études dans la ville où vivent leurs parents, ou s’inscrivent à l’université la plus proche pour pouvoir rentrer tous les week-ends.

Même si les étudiants allemands respectent leurs professeurs, il n’existe pas de hiérarchie à la française, qui impose une distance importante entre le professeur et l’étudiant.